Icebreaker Regatta: Hamburger Jugend glänzt gegen Kieler Senioren

Das Eis ist gebrochen

Die One-Design-Flotte der Briten beim "Icebreaker". © R. Abratis

Damit langte es im abschließenden Passage Race in einem Fotofinish immerhin zu Platz eins, insgesamt aber auch nur zum dritten Rang. „Zum Abschluss hatten wir auch eine gute Portion Glück. Auch wenn der Sieg hier nicht im Vordergrund steht, so will man doch immer das Beste rausholen“, sagte Andresen.

NRV Jugend Caspar Dohse mit drei Siegen

Das Beste lieferte die Crew der NRV Youth unter Caspar Dohse ab, die sich mit drei Tagessiegen gegen die KYC Seniors mit Peter Kohlhoff am Ruder durchsetzte. In vornehmer englischer Zurückhaltung übten sich die Gastgeber.

Die Seniors unter Skipper Stu Southwick gewannen das vereinsinterne Duell auf Platz sechs. Southwick stand dabei unter genauer Beobachtung, hatte er doch den Kommandanten des Kiel Training Center der Briten, Major Richard Egan, an Bord.

Den stellte er rundum zufrieden. „Wir haben das Wochenende genossen. Wir sind gegen sehr gute Segler gesegelt und haben uns zum Teil sehr gut geschlagen“, sagte Egan. Platz zwei im Abschlussrennen bestätigt ihn.

Briten wollen Kontakt mit Deutschen

Bei flauem Wind war Leetrimm angesagt. © R. Abratis

Abgesehen vom Sportlichen hat die Icebreaker-Regatta für ihn aber noch ganz andere Bedeutungen: „Zunächst einmal testen wir mit der Regatta die Boote, damit wir damit in der Saison unsere Ausbildung durchführen können. Und dann ist es natürlich eine gute Gelegenheit, um mit der deutschen Bevölkerung hier in Kontakt zu kommen.“

Hintergrund des Training Center ist es, den Briten über den Segelsport den Teamgeist, die Gemeinschaft und das Risiko-Management zu vermitteln, um sich in Gefahrensituationen aufeinander verlassen zu können. 2500 britische Militärs trainieren so jährlich in Kiel. Darunter auch einige, um Erlebnisse aus Krisengebieten wie in Afghanistan zu verarbeiten.

Seit August 2011 ist Egan in Kiel und möchte gern möglichst lange hierbleiben: „Ich liebe segeln, und wenn ich aus dem Büro schaue, dann habe ich das Wasser direkt vor mir: was für ein Blick, was für ein perfekter Ort.“

Major General segelt am Tampen

Major General Nick Caplin, Befehlshaber der britischen Streitkräfte in Deutschland, am Steuer einer der HR 342 Yachten. © R. Abratis

Der Neid von Major General Nick Caplin, dem Befehlshaber der britischen Streitkräfte in Deutschland, ist ihm sicher. Der leidenschaftliche Segler kam eigens aus Mönchengladbach nach Kiel, um beim Icebreaker dabei zu sein. „Kiel ist wirklich einer der besten Orte, um zu segeln. Ich genieße das und sollte häufiger hier sein“, sagte Caplin, der am Ende auf Platz sieben landete.

„Wir haben leider nicht vorher gemeinsam trainieren können. Die Regatta entwickelt sich immer besser. Es ist top für die Verständigung und knüpft ein enges Band zu den Vereinen hier“, sagte Caplin und schmunzelte, als auf dem Nachbarschiff des NRV „Rule Britannia“ für ihn angestimmt wurde.

avatar

Ralf Abratis

... ist unser Mann aus der "Segelhauptstadt" Kiel. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *