Big Picture Extreme Sailing Series Istanbul: Guter Auftakt für Hagara mit Red Bull

Unter Geiern

Der Däne Rasmus Kostner bastelt wohl schon sehr lange am X40 Kat Topp. Wittert der Geier eine Mahlzeit? © Vincent Curutchet/Dark Frame

Bei der Extreme Sailing Series ist ein hübsches Foto von dem Dänen Rasmus Kostner entstanden. Der Partner von Jes Gram Hansen beim SAP Sailing Team arbeitet im Mast-Topp des Katamarans während er von der Vogelwelt beäugt wird. Wartet da jemand auf einen Schwächeanfall?

Sportlich waren die Dänen im acht Boote-Feld am ersten Tag besser unterwegs als zuletzt. Aber an der Spitze machte das österreichische Red Bull Team mit Roman Hagara an der Pinne die Pace.

Pressemitteilung vom ersten Tag:

Am Eröffnungstag der Extreme Sailing Series in Istanbul haben Roman Hagara und sein österreichisches Red Bull Sailing Team die Pole Position erobert und damit ihre bestechende Form von Act 2 in Qingdao bestätigt. Mit wechselnden Winden von zwei bis 13 Knoten verlangte die türkische Traum-Stadt den acht Teams zum Auftakt ihres Kampfes um die Vorherrschaft bei Act 3 alles ab.

Schwache Winde bestimmten die Eröffnungsrennen in Istanbul. Am Ende des dritten Rennens schlief der Wind mit nur zwei Knoten fast vollständig ab. Geduldig warteten die Teams anschließend in der sengenden Sonne auf mehr Wind und wurden schließlich belohnt. Die Brise frischte auf bis zu 13 Knoten kräftig auf und es konnten drei weitere Wettfahrten ausgetragen werden.

Roman Hagaras Mannschaft besteht aus zwei Österreichern, einem Engländer, einem Franzosen und einem Australier – was für die Kommunikation an Bord eine echte Herausforderung darstellt. Nachdem das Team bei Act 2 schon auf den zweiten Platz segelte, scheint es sich oben festsetzen zu wollen: Bei vier von sechs Rennen schaffte es eine Top-3-Platzierung.

Das reichte in der Tageswertung für einen komfortablen Vorsprung von fünf Punkten vor The Wave, Muscat. Hagara sagte: „Der Wind legte zu und so wurden es noch richtig gute Wettfahrten – ich finde, es waren die besten Rennen, die wir bislang hatten. Unsere Kommunikation hat gut geklappt. Es passt einfach. Die Crew witzelt und alle lachen. Das ganze Team ist überglücklich und strahlt.“

Das komplett französische Team Groupe Edmond de Rothschild und das britische Team von GAC Pindar zeigten sich mehrfach im Kampf um die Führung, und die Briten gewannen die dritte Wettfahrt. Doch allzu oft blieben beide Mannschaften im Mittelmaß stecken und segelten schließlich auf den dritten und vierten Platz.

Morgan Larson und sein Team Oman Air, die Act 1 gewonnen hatten, starteten stark und siegten in den ersten beiden Wettfahrten. Ihre Dominanz währte aber nur kurz, und am Ende des ersten Tages stand Platz 5.

Das neue Team SAP Extreme Sailing scheint hingegen immer besser klarzukommen und segelte recht konstant. Mit den America’s-Cup-Kollegen Jes Graham-Hansen und Rasmus Kostner als Co-Skipper beendeten sie den Tag nur einen Punkt hinter Oman Air auf dem sechsten Platz.

Am stärksten beeindruckte am ersten Tag allerdings Alinghi, angeführt von Hochseelegende und Vendée-Globe-Sieger Alain Gautier, für den es das Extreme-40-Debüt war. Normalerweise ist es für neue Skipper fast unmöglich, mit ihren erfahrenen Extreme-40-Kollegen mitzuhalten. Dies schien zunächst auch für Gautier zu gelten, der in den ersten zwei Wettfahrten große Probleme hatte, aus den Startblöcken zu kommen.

Im dritten Rennen hatte Gautier dann aber den Schalter umgelegt und schaffte schließlich in drei Rennen den Sprung auf das Siegertreppchen. Damit sprang am Ende immerhin noch ein siebter Platz heraus, einen einzigen Punkt hinter SAP Extreme Sailing.

„Das Niveau des Feldes ist sehr hoch. Es ist hart für uns, doch wir lernen in jeder Wettfahrt dazu. Man muss bei dieser Art Rennen geduldig sein und Kollisionen vermeiden“, kommentierte Gautier. „Wir müssen uns langsam aber sicher steigern. Wir wissen, dass wir gute Rennen fahren können. Der Schlüssel zum Erfolg besteht darin, dicht am Führenden dran zu bleiben.“

Von morgen an öffnet sich Act 3 der Extreme Sailing Series dem Publikum und wechselt in den Stadion-Modus mit Rennen auf engstem Raum. Die kommentierten Live-Übertragungen im Internet beginnen um 15 Uhr (deutscher Zeit).

Extreme Sailing Series 2012 Act 3, Istanbul, Türkei, Zwischenstand nach dem ersten Tag, 6 Rennen (07.6.12)

Rang / Team / Punkte

1. Red Bull Sailing Team (AUT) Roman Hagara / Hans Peter Steinacher / Matthew Adams / Graeme Spence, Pierre Le Clainche 40 Punkte

2. The Wave, Muscat (OMA) Leigh McMillan / Ed Smyth / Pete Greenhalgh / Hashim Al Rashdi / Rachel Williamson 35 Punkte

3. Groupe Edmond de Rothschild (FRA) Pierre Pennec / Christophe Espagnon / Hervé Cunningham / Bernard Labro / Romain Petit 28 Punkte

4. GAC Pindar (GBR) Ian Williams / Nick Rogers/ Mark Bulkeley / Adam Piggot / Andrew Walsh 26 Punkte

5. Oman Air (OMA) Morgan Larson / Will Howden / Charlie Ogletree / Nasser Al Mashari / Max Bulger 25 Punkte

6. SAP Extreme Sailing Team (DEN) Jes Gram-Hansen / Rasmus Kostner / Pete Cumming / Mikkel Rossberg / Jonas Hviid 24 Punkte

7. Alinghi (SUI), Alain Gautier / Jean-Christophe Mourniac / Christophe Lassegue / Morgane Gautie / François Verdier 23 Punkte

8. ZouLou (FRA) Erik Maris / Philippe Mourniac / Jean-Sébastien Ponce / Bruno Jeanjean / Patrick Aucour 15 Punkte

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