Meinung Mini Transat: Melwin Fink gewinnt erste Etappe aber nur wenige “Karma-Punkte”

Welpenschutz

Melwin Fink (19) hat die erste Etappe der Mini Transat in der Serien-Klasse gewonnen. Er segelte gut 100 Meilen vor dem Österreicher Christian Kargl und rund 200 Meilen vor dem Rest des Feldes ins Ziel. Eine tolle Leistung von dem jungen Deutschen, die gut 1300 Meilen in knapp zwei Wochen auf einem 6.50 Meter kleinen Schiffchen bewältigt zu haben. Schließlich musste er nach dem Start vor Lorient am 27. September härteste Bedingungen überstehen.

Melwin Fink bei der Ankunft in Santa Cruz de la Palma. © Mini Transat

Die größte Herausforderung steht ihm nun allerdings an Land bevor. Fink muss sich rechtfertigen, warum er als einziger Skipper der Serien-Klasse nicht wie der Rest des Feldes einen Stopp eingelegt hat. Der Erfolg auf der ersten Etappe ist das Resultat dieser Entscheidung.

Fink, mit dem SR bei dessen Projektstart gesprochen hat, lag an 17. Stelle, als der Wettfahrtleiter Denis Hugues wegen des nahenden Sturms den Skippern empfahl, sich “wie gute Segler zu verhalten”. Es war eine schwammige und ängstliche Formulierung.

Eine starke Organisation hätte die Regeln für den Stopp möglichst klar vorgegeben, um die Auswirkungen auf die sportliche Wertung zu minimieren. Sie hätte die Ranglisten eingefroren und genaue Zeiten für einen Neustart vorgegeben. Oder sie wäre zu dem Schluss gekommen, dass dieses Vorgehen wegen der Masse der Boote nicht praktikabel ist, und würde diese Etappe nicht werten.

Dem Gruppenzwang nicht untergeordnet

Denis Hugues aber zog sich aus der Verantwortung und überließ diese den Skippern. Jeder solle sich verhalten, wie es angemessen sei. Damit stellte er die Gemeinschaft der Mini-Segler auf eine harte Probe. Sie mussten sich per Funk selbst organisieren und entschieden, die nächsten Häfen anzulaufen. Dabei versuchten sie auch, ein einigermaßen koordiniertes Abfahren zu organisieren. Wer zuerst in einen der vier angesteuerten Häfen einlief, sollte auch als erster wieder ablegen.

Melwin Fink vor dem Start. © Mini Transat

Melwin Fink hat sich dem Gruppenzwang nicht untergeordnet. Und auch der Österreicher Christian Kargl tat das nicht. Der 44-Jährige, der schon 2005 seine Mini-Premiere segelte und im professionellen Segel-Umfeld sein Geld verdient, segelte direkt neben Fink als die ersten Boote nach Goyanes abdrehten. Beide kommunizierten miteinander.

Kargl weist in einem Post darauf hin, dass es sich nur um eine „Empfehlung“ und kein “Muss” handelte, Schutzhäfen anzulaufen. “Es ging dann ziemlich zu am Funk und es gab Überlagerungen und einiges ging im Äther oder durch Arbeiten am Schiff verloren.
Wir sollten uns bei den Begleitbooten anmelden, welche Marina wir anlaufen wollen.
Melwin war in der Nähe und wir entschlossen uns Baiona anzulaufen. Leider gab es keine Rückmeldung seitens des Begleitbootes.”

Die Minis brauchen Unterstützung, wenn sie bei Sturm in einen Hafen einlaufen. Kargl weiter: “Da die Front erst später eintreffen sollte, wollten wir die Zeit nutzen um weiter nach Süden zu kommen. Im Laufe des Abends haben wir uns dann für Viana do Castelo entschieden. Der spanische Wetterbericht hat dann bestätigt, dass die Konditionen sich geändert haben und es durchaus segelbar ist.”

Er habe dann ein Blackout gehabt und meint damit offenbar ein technisches Kommunikationsproblem. Kargl lief als einziger Skipper Viana do Castelo im Süden an. Zuerst hielt er noch auf Baiona zu, wo die 15 führenden Serien-Minis festmachten, aber dann fügte er seinem Weg noch gut 30 Meilen hinzu – wohl auch für eine bessere Ausgangsposition beim Neustart.

Christian Kargl © kargl

“Melwin fühlte sich gut und wollte weiter segeln”, schreibt er über den jungen Mitkonkurrenten. “Er versprach mir, nichts Unüberlegtes zu tun, sich gut zu sichern
und das Sturmsegel zu setzen.”

“Internationale Segelelite düpiert”

Fink übernahm logischerweise die Führung. Kargl kam zur Mittagszeit in Viana do Castelo an und startete schon wieder gegen vier Uhr in der Nacht. Die härtesten Konkurrenten dagegen pausierten deutlich länger. Sie liefen abends am 1.10 in Baiona ein und verließen den Hafen morgens am 3.10. Danach war es klar, dass sie diese Etappe und vermutlich auch die ganze Regatta verlieren würden. Sportlich ist der Vorsprung von Fink und Kargl auch auf dem Weg über den Atlantik kaum noch aufzuholen.

Seitdem wird der junge Deutsche als nächster Boris Herrmann gefeiert. Ein dpa-Artikel zeigte in diese Richtung. Darin wird seine Entscheidung, das Rennen ohne Stopp zu absolvieren, als besondere Leistung gewürdigt. Prompt steigt der STERN mit einer Story ein. “Sturmwarnung ignoriert: 19-jähriger Deutscher düpiert die internationale Segelelite”.

Dabei schwingt mit, dass eine große Leistung hinter der No-Stop-Entscheidung stecken könnte. Er Artikel impliziert mehr Mut, mehr Risikobereitschaft, bessere Wetterkenntnis, stärkeres Material, Selbstbewusstsein bei Starkwind, was auch immer…

Unklare Gründe

Tatsächlich hat sich Fink einfach nur nicht dem Gruppenzwang unterworfen. Die Gründe dafür sind unklar. War es eine bewusste Vorteilsnahme? Oder eine Verkettung unglücklicher Umstände? Ist die Kommunikation der Organisatoren bei ihm nicht angekommen? Bei Überlebensbedingungen auf hoher See auf einem Mini, herrscht ein Höllenlärm. Wichtige Informationen mögen verloren gehen.

Hoffentlich war es so. Denn andernfalls birgt die Aktion ein großes Risiko für die junge Karriere. Fink könnte den Respekt der Gegner verlieren. Und das ist es sicher nicht wert, wie schon Paul Elvström wusste.

Französische Medien schreiben schon: “Vermutlich gibt es keine Karma-Punkte wegen der fehlenden Solidarität mit dem Rest der Flotte.” Dabei geht die Szene bisher noch vorsichtig mit dem Youngster um. Es ist zu spüren, dass man nicht voreilig den Stab über dem deutschen Youngster brechen will.

Der orange Gennaker von Melwin Fink kurz vor dem Ziel. © Mini Transat

Aber die Anerkennung in der französischen Hochsee-Szene ist ein wichtiger Baustein für eine junge Segelkarriere. Boris Herrmann hat es vorgemacht. Auch er segelte mit 19 Jahren seine erste Mini-Transat. Er wurde elfter und hat sich seitdem langsam nach oben gearbeitet. Schließlich lernte er Französisch, erwarb einen positiven Ruf unter den Franzosen und bekommt längst Türen geöffnet, die ihm sonst verschlossen gewesen wären. Auch Alex Thomson ist ein gutes Beispiel. Seine positive Art ließ ihm die Herzen auch französischer Fans zufliegen – ein schöner Katalysator für seine Profi-Karriere. Schließlich können daraus zusätzliche Sponsor-Kontakte entstehen.

Fink sollte diesen Aspekt nicht unterschätzen. Vermutlich wäre er gut beraten, seinen Sieg nicht allzu laut zu feiern. Vielleicht kann er auch eine Erklärung vorweisen, die den Alleingang schlüssig macht. Er genießt schließlich Welpenschutz im Alter von 19 Jahren. Da kann man schon einmal eine Situation auf See falsch bewerten.

Aber Regattasegler sind empfindlich. Zwar wird selten Solidarität eingefordert, weil man sich auf die Regeln verlassen kann, die den Rahmen vorgeben. Und gehört zum Spiel, sie zu seinem Vorteil auszunutzen. Doch manchmal zählt eben auch, wie man sich in der Gemeinschaft verhält.

Beispiel 505er

Deshalb sind Fälle wie bei dieser Mini-Transat so ungewöhnlich. Vergleichbar ist vielleicht der Fall, wenn eine Flotte bei anhaltender Flaute auf den Rennkurs gebeten wird, sie dort stundenlang auf Wind wartet und der Wettfahrtleiter sich nicht entscheiden kann, sie in den Hafen zu schicken.

Die 505er-Klasse reagierte etwa auf eine solche Situation bei ihrer Deutschen Meisterschaft in Warnemünde 2021, indem sie einfach geschlossen an Land segelte. Das ist nicht unüblich bei Klassen mit einem ausgeprägten Gemeinschaftssinn. Oft wird dann erst mit dem Pinnenausleger auf das Deck geschlagen, um der Wettfahrtleitung den Unmut zu zeigen. Danach kommt entweder der Wind oder die Machtprobe.

Segeln wirklich alle an Land? Auch die führenden Boote? Wenn etwa zwei Teams nicht dem Willen der Community folgen und den Streik brechen, können sie zu einen schönen Rennsieg landen. Aber was ist dieser wert? An Land dürfen sie nicht viel Wohlwollen erfahren – um es vorsichtig auszudrücken.

Natürlich beginnen die Starkwind-Experten eher mit der Deck-Trommelei, weil sie keine Lust auf ein Flautenrennen haben – und eben schlecht abschneiden würden. Und Leichtwind-Spezialisten machen eher Druck beim Wettfahrtleiter, ein Rennen bei harten Bedingungen nicht zu starten. Objektivität ist kaum zu erwarten. Deshalb kann man auf höchstem olympischem Niveau solche Solidarität-Dynamiken kaum erwarten. Dafür steht zu viel auf dem Spiel.

Aber gerade in der Mini-Klasse werden solche Werte hochgehalten. Für alle ist es eine Herausforderung, überhaupt an die Startlinie zu kommen. Und mehr noch als das Ergebnis fällt der Abenteuer-Charakter ins Gewicht. Ein Finisher – egal auf welchem Platz – hat eine echte Leistung vollbracht. Die Gemeinschaft ist enorm wichtig. Man hilft sich, wo es geht. Für Ego-Trips ist kein Platz – auch wenn es wohl kaum einen intensiveren Ego-Trip gibt als ein Mini-Transat.

Ärger über den Wettfahrtleiter

Hoffentlich gerät Fink nicht allzu sehr in die Schusslinie. Hoffentlich funktioniert der Welpenschutz, wie er sollte. Hoffentlich sieht ihm die Community diesen unglücklichen Verlauf dieser Etappe nach.

Vielleicht stellt sich ja auch Wettfahrtleiter Denis Hugues der Verantwortung und nimmt den Newcomer in Schutz. Klare Worte von Hugues zur rechten Zeit – etwa die Neutralisierung der Etappe oder verpflichtende Stopps – hätten Fink gar nicht erst in diese schwierige Lage gebracht.

Nicht nur das Weitersegeln des Deutschen hat ja zur Unwucht bei den Ergebnissen geführt. Es gab im Feld auch andere Verschiebunge, weil Segler unterschiedliche Häfen angelaufen haben und später oder früher wieder ablegten. Eine solche Etappe kann man eigentlich nicht werten. Bei anderen Regatten würde die Wettfahrtleitung im Zentrum von Protesten auf Wiedergutmachung stehen. Die Jury müsste entscheiden, ob Hugues durch seine ungenaue Ansage einen Fehler gemacht hat, der von den Mini-Transat-Regeln nicht gedeckt wird. Eine mögliche Entscheidung wäre dann die Annullierung der Etappe.

Das könnte auch für Melwin Fink nicht die schlechteste Lösung sein. Er hätte auch dann viel gewonnen. Etwa unerwartete Aufmerksamkeit für sich und seinen Sponsor. Bei der eigentlichen Atlantik-Querung von La Palma in die Karibik könnte er dann gänzlich unbelastet zeigen, dass er auch auf normalem Weg zu sportlichem Erfolg kommen kann.

Den würde niemand von ihm erwarten. Auch wenn er mit dem perfekt vorbereiteten Pogo 3 von Hendrik Witzmann 2020 ein gutes Boot erwarb und es im Einhandmodus schon bei der TROPHEE MARIE-AGNES PERON 2021 auf einen starken 11. Platz gegen 59 Konkurrenten segelte. Ein 19-Jähriger hat in diesem Metier noch viel Zeit. Er kann geduldig sein. Hoffentlich kommt er unbeschadet aus dieser Situation.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

45 Kommentare zu „Mini Transat: Melwin Fink gewinnt erste Etappe aber nur wenige “Karma-Punkte”“

  1. avatar PL_dev.mich sagt:

    Fakten:

    Elvström hat das nie gesagt.
    Melwin Fink hat diese Etappe durch herausragende seglerische und seemännische Fähigkeiten gewonnen.
    Die Sterne stehen nicht mal halb so schlecht für Melwin. Auch nicht in der französischen Community, die überwiegend positiv über Melwin und seinem Ausreißversuch sprechen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Das macht uns der Autor dieses Artikel gerade vor.

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  2. avatar J44 sagt:

    Moin Carsten,

    Mir ist bewusst, dass es sich hierbei um deinen Meinung handelt, trotzdem finde ich, dass auch du hier voreilig urteilst.

    Gerade bei einer Offshore Regatta ist die Risikobereitschaft ein wichtiger Punkt, Melwin hat alles auf eine Karte gesetzt, er hätte ja auch genau so gut verlieren können.

    Ich sehe im Offshore Segeln gerade auch die Kombination aus Trimm, Taktik , bootsbeherrschung aber eben auch Risikobereitschaft als Reiz.

    In einem Interview sagt er, dass das Boot in gutem Zustand war und er sich fit und sicher gefühlt hat.

    In dieser Situation kann ich seine Entscheidung nachvollziehen erstmal weiter zu fahren.

    Als dann die Wetterverbesserung angesagt wurde, ist es auch nicht mehr logisch dann noch abzudrehen.

    Meiner Meinung nach ist der Fehler nicht bei Melwin, sondern bei der Regattaleitung zu suchen, die hier für klare Verhältnisse hätte sorgen müssen.

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  3. avatar Silberbeil sagt:

    Eine gute Lösung aus meiner Sicht für Melvin wäre, zur zweiten Etappe den Start verzögert anzutreten. Der gerechte Timeslot lässt sich wahrscheinlich ganz gut berechnen. Die Anerkennung sowohl für die Leistung in der ersten Etappe als auch für den den zweiten Schritt wäre ihm gewiss.

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    • avatar wegener@ammersee-westkueste.de sagt:

      Hihi, ich meine, jeder der nicht binnen 5 Minuten nach Startsignal über die Linie fährt wird mit dnc gewertet.

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  4. avatar Peter sagt:

    Bei der Bewertung sollte man eins nicht vergessen: bei der Mini-Transat gibt es außer täglichem Kurzwellenfunk, UKW und mit Glück Radioempfang keinerlei Kommunikation.

    Melwin kann zum Zeitpunkt seiner Entscheidung überhaupt nicht gewusst haben, dass er der einzige ist, der weiter segelt. Die Forderung nach Solidarität ist verständlich, aber die unterstellt, dass ihm bewusst war, dass er der einzige Ausreißer ist.

    Übrigens: Piers Copham ist auch nicht in den Hafen gegangen (gleiche Entscheidung, nur weiter nördlich). Der wird >50kn+ abbekommen haben und segelt längst nicht vorn mit. Die reine Entscheidung, die Warnung zu ignorieren war also ganz offensichtlich kein Garant für den Sieg.

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  5. avatar Wolfgang Quix sagt:

    Warum müsst Ihr mit diese Kritik an Melwins Leistung vorpreschen? Wartet doch mal ab, wie man in der Mini Klasse wirklich reagiert. Warum müssen wir uns selber mies machen? Melwin hat eine super Leistung vollbracht. Dabei belasst es erstmal.
    .

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    • avatar PL_info042 sagt:

      Wolfgang. Das ist doch klar….weil das typisch deutsch ist. Immer das Salz in der Suppe suchen anstatt es einfach jemandem zu gönnen.

      VG
      Andreas

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  6. avatar pl_post005 sagt:

    Auf den Punkt!

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  7. avatar Xyz sagt:

    Gratulation. Ich freue mich sehr für Melvin!!!

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  8. avatar Joerg sagt:

    Carsten, warum arbeitest Du Dich an Melvin ab und erwähnst mit keinem Satz die 4 uneinholbaren Sieger bei den Protos????
    Ist das schon Missgunst?

    Was schreibst Du dann über Christian Kargl? Auch er hat von seiner Entscheidung profitiert. Nach Deiner Lesart müsste Der ja vor Scham im Boden versinken ohne diesen “Welpenschutz”.

    Tut mir leid. Ich finde Deine Analyse am Anfang gut …. am Ende leider völlig überzogen.

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  9. avatar Jörg sagt:

    Carsten, warum arbeitest Du Dich an Melvin ab und erwähnst mit keinem Satz die 4 uneinholbaren Sieger bei den Protos????
    Ist das schon Missgunst?

    Was schreibst Du dann über Christian Kargl? Auch er hat von seiner Entscheidung profitiert. Nach Deiner Lesart müsste Der ja vor Scham im Boden versinken ohne diesen “Welpenschutz”.

    Tut mir leid. Ich finde Deine Analyse am Anfang gut …. am Ende leider völlig überzogen.

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  10. avatar Manfred sagt:

    Hoffentlich…und nochmal hoffentlich…
    Ja, das reicht nun. Der Artikel ist ziemlich daneben.

    Eine tolle Leistung wurde erreicht über gute Seemannschaft und natürlich auch gute Taktik. Man muss sich nur mal die „klare“ Kurslinie von Melvin Fink anschauen.

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  11. avatar Andreas Lindlahr sagt:

    boaah – ey Carsten was ist das denn für ein Geschwurbel? Ich könnte Einiges dazu sagen- nur so viel – etwas mehr Recherche hätte gut getan!

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  12. avatar Mini Segler sagt:

    Hier hat jemand die erste Etappe vom Mini Transat hinter sich gebracht. Das MINI TRANSAT! Das Rennen, bei dem auf 6.50m langen Booten, ohne Kommunikationsverbindung zum Land Offshore Solo Races abgehalten werden.

    “Segeln ist cool” – heißt doch das Segelreporter Kredo. Und jetzt erbringt jemand eine “coole Leistung” und von euch hört man erst nur abgedruckte Pressemitteilungen und nach dem Zieleinlauf benutzt ihr ein diskreditierendes Wort wie “Welpenschutz” für Melwin? Geht’s noch respektloser?

    Die Erklärung von Melwins Entscheidung ist in den offiziellen Minitransat Meldungen gut nachzulesen. Und man kann das Ganze auch so darstellen: https://sailinganarchy.com/2021/10/07/19/

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  13. avatar eku sagt:

    Kann man machen … habe die Entwicklung verfolgt, und es klingt und war alles Plausibel – da gibt es nix zu meckern.
    insofern alles gut (vA wenn man das Interview auf der SA Seite ließt – hat oben schon jemand verlinkt)
    Wenn es schief gegangen wäre, hätte es jede Menge “Haue” gegeben, ist es aber nicht

    https://signforcom.de habe ich mir mal angesehen ..
    und da komme ich dann schon ein wenig ins stolpern.
    Verstehe nicht, wer das ist, wo das herkommt, und wie die an “Ihren” Segler gekommen sind.

    Irgendwie ist es natürlich schon etwas zum Nachdenken, wenn ein 19-jähriger sone geile Kiste unterm Arsch hat. Das der was drauf hat, ist offensichtlich. Aber das in DE kommt mir doch ein wenig spanisch vor.
    evtl ist es ja auch das, was zu den etwas skeptischen Kommentaren animiert.
    Evtl also einfach fehlende Transparenz

    Aber wie gesagt: Im Ergebnis alles richtig gemacht und auch nachvollziehbar.

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    • avatar Peter vom Meer sagt:

      Was bitte ist am Sponsor auszusetzen eku????
      Wir sollten uns doch über jede Firma freuen, die in Segelsport investiert. Das sieht nach einer ganz normalen Callcenter-Firma aus, die in 27 Sprachen kommuniziert. Passt doch prima zum Segeln. Und wieso sollte es nachdenklich machen, dass der Junge nen geiles Boot hat? Irgendwer wirds bezahlt haben. Vati, Mutti, Omi, Opi oder der Sponsor oder der Onkel oder was weiß ich wer. Das hat aber doch nix mit dem was der Junge macht zu tun. Der segelt ganz gut und ist vielleicht ein bisschen nassforsch. Jetzt hier so überall das Haar in der Suppe zu suchen ist doch besch…. und damit meine ich vor allem die Kommentare!!!
      Der Artikel ist als Meinung gekennzeichnet, da erwarte ich gar nicht erst was Objektives. Das geht dann klar, dass da was anderes drinne steht, als ich denke oder wie ich die Sache sehe. Aber die Kommentare…. mein lieber Herr Gesangsverein…

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      • avatar eku sagt:

        Sorry, ich habe eine ausführlich Antwort geschrieben, die das System leider gelöscht hat
        Ich mache das jetzt nicht ein 2. Mal

        Nur Kurz: da ist etwas falsch verstanden

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  14. avatar Seilor sagt:

    @eku: Das schlägt ja fast noch die dämliche und respektlose Überschrift. Was hat das Geschäftsmodell des Sponsors direkt oder indirekt mit der seglerischen Leistung zu tun?

    Krass wie verblendet Neid und Missgunst macht.

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    • avatar eku sagt:

      Auch hier:
      Sorry, ich habe eine ausführlich Antwort geschrieben, die das System leider gelöscht hat
      Ich mache das jetzt nicht ein 2. Mal
      Nicht weil das System wertet oder Böse ist, sondern weil schlicht ein technischer Fehler aufgetreten ist

      Nur Kurz: da ist auch hier etwas falsch verstanden worden.
      Ich machte mir eigentlich Gedanken darum, warum diese Diskussion bei durchaus nachvollziehbaren Entscheidungen überhapt zustande kommt.

      Nix Neid (Wo hast du das denn her?)
      Nix Missgunst – sei Ihm gegönnt! (Und wieder: Wo hast du das her?)

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  15. avatar PL_martin.gnass sagt:

    Carsten, warum spekulierst Du am Schreibtisch ueber die Gruende von Melwin weiterzusegeln und interviewst ihn nicht direkt? Die Headline ‘Welpenschutz’ ist – mit Verlaub – unterirdisch. Wo ist die Anerkennung, bei harten seglerischen Bedingungen sicher (und schnell) am Ziel anzukommen?

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  16. avatar Fabian sagt:

    Lieber Carsten,

    Ich kenne deine Motivation nicht, aber ein junges Talent in ein so schlechtes Licht zu rücken, das erfordert doch gewisse Motive.
    Ich persönlich finde diesen Artikel absolut unangemessen und in einem Punkt gänzlich falsch dargestellt.
    Aufgrund der eingeschränkten Kommunikations- und Navigationsmittel konnte Melvin Fink gar nicht wissen, dass er alleine da vorne durch fährt.
    Das ist meiner Meinung nach entscheidend.
    Woher sollte er auch nur ahnen, dass nicht auch ein Grüppchen tapferer Franzosen nach Süden durchzieht?
    Desweiteren scheint die Entscheidung gut abgewogen worden zu sein. Dass Kargl und er, sowie die totgeschwiegenen vier Protos ohne größere Blessuren davon gekommen sind, zeigt doch, dass die Bedingungen handhabbar gewesen sind.

    Ein kleiner Hinweis noch von mir:
    Solche Artikel schaden dem Segelsport und sorgen mit Sicherheit nicht für erhöhte Besucherzahlen auf dieser Seite.

    Schöne Grüße
    Fabian

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  17. avatar AD sagt:

    Alles was nicht Segelbundesliga ist wird klein und schlecht gemacht?

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    • avatar Manfred sagt:

      Ja, und interessanterweise gibt es bei BULI Artikel selten bis nie Kommentare. Interessiert offenbar nur diejenigen die ohne Einsatz von Kapital ein bißchen segeln möchten. Die Segler mit den weißen Segeln, in vielen Klassen, die hart für ihr Material arbeiten kommen m.E. hier kaum vor. Dabei machen sie doch deutlich über 80/85 % aus.

      Zurück zum Artikel: Es gibt nichts zu kritisieren an Melvin Finks Leistung!

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  18. avatar Le Belge sagt:

    Zwar teile ich die Meinung des Autors nicht ganz, aber mich regen gerade eher die Kommentare hier auf. Ist es auf einmal nicht mehr in Ordnung eine Meinung zu haben, die nicht den Mainstream entspricht?
    Typisch deutsch wurde hier schon geschrieben. Typisch deutsch ist für mich, die vermeintlich „nationalen Helden“ mehr oder weniger kritiklos zu bejubeln. Ganz nach dem Motto „einer von uns“. Dabei ist der deutsche Nationalbegriff gerade einmal etwas über 170
    Jahre alt. Fichte ist aber 1848 damit wohl ein ganz großer Wurf gelungen, der bis heute hier nachhallt.
    Was wäre hier wohl losgewesen, wenn Herr Fink Belgier oder Franzose wär?
    Gruß aus Bruxelles

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    • avatar Günther Toussaint sagt:

      Definiere doch bitte mal jemand, was denn hier der Mainstream sein soll!
      Versucht Herr Kemmling nicht vielmehr, den “normalen” deutschen Mainstream (so es den beim Thema Segeln geben könnte) hier reinzubringen? Ist es nicht tatsächlich so, dass der journalistische deutsche Mainstream es nicht gerne sieht, wenn deutsche Sieger bei irgendwelchen Wettbewerben laut gefeiert werden? Womöglich wedelt noch jemand mit der deutschen Flagge rum!? Wenn dann der deusche Sieger auch noch einen “Trick” angewendet hat, den manche als unmoralisch ansehen könnten oder andere sich ärgern könnten, weil sie nicht selber drauf gekommen sind, dann… Ja dann hat man das Haar in der Suppe endlich gefunden…

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  19. avatar excom0 sagt:

    @ MiniSegler: danke für den Link zu sailinganarchy. Die sind ja bekannt dafür, nicht zimperlich zu sein. Aber deren Überschrift, über das Interview!! also O- Ton mit Melvin sagt alles, ich zitiere: “This is a cool story. Kid’s got some balls, no doubt!”
    Rainer

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  20. avatar PL_jangadamail sagt:

    Tja, Herr Kemmling, ich werde wohl über ein Probe-Abo bei Segelreporter nicht hinaus kommen. So ein eifersüchtiges, missgünstiges, nicht recherchiertes Geschwurbel brauche ich nicht. Und das dann auch noch mit dem Hinweis „Meinung“ zu legimitieren, ist der Gipfel. Das ist kein Journalismus, sondern Mimimi.
    Oder haben sie gar noch eine kleine Rechnung offen mit Fink. Man weiß es nicht.
    Lesen sie den in den Kommentaren verlinkten Bericht. So geht’s auch. Aber dafür müsste man ja vor Ort sein und keinen Sofajournalismus betreiben.

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  21. avatar Birg sagt:

    Kapitäne an Land…
    in eine Starkwindssituation, ohne klare Kommunikation zur Wettfahrleitung an einer felsigen Legerwallküste irgendwelche “Fischerhäfen” anzulaufen halte ich für eine recht sportliche “Stallorder. Das zu beurteilen gelingt live vor Ort wohl wesentlich differenzierter als vom Sofa aus. Seemännisch einwandfrei, meiner Meinung nach.

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  22. avatar Friedrich sagt:

    Lieber Carsten,

    es liegt mir fern, Dich hier auseinander zu nehmen. Aber sorry, der Artikel ist wirklich komplett daneben. Sollen die Segler bei Regatten, erst recht Offshore, sich jetzt selber die Regeln geben, wenn sie mit denen der Wettfahrtleitung nicht einverstanden sind? Das kann doch keine Lösung sein. Ein Jollenstreik im Startgebiet einer Bahn von ein paar hundert Metern im Quadrat ist was völlig anderes. Ich hab das früher auch erlebt, aber es hatte auch eine Menge Gruppenzwang in sich und wurde oft von bestimmten Dominatoren bestimmter Klassen angeführt. Needless to say, dass sowas beim Mini Transat sowieso rein tatsächlich gar nicht funktioniert.
    Bei Hochseeregatten hat immer jeder für sich zu entscheiden, ob er mit den Bedingungen klarkommt oder nicht, solange die Wettfahrtleitung das Rennen nicht abbricht. Melwin hat es für sich analysiert und offenbar ganz richtig damit gelegen. Andere sind zu einer anderen Analyse gekommen, haben sich möglicherweise gegenseitig angesteckt in ihrer Haltung. Auch die Mehrheit kann irren. Ob die Wettfahrtleitung einen guten Job gemacht hat, steht auf einem anderen Blatt. Im Ergebnis lag auch sie nicht falsch, Shelter zu empfehlen, aber nicht vorzuschreiben.
    Wetter und Natur bedürfen immer unserer Analyse und Entscheidung. Wenn einer den großen Spi bei 40 kn stehen lässt und damit durchkommt, feiern wir ihn doch auch als mutigen Sieger. Ist das jetzt unsolidarisch, wenn er sich damit ins Risiko begibt und nicht der Mehrheit folgt, die lieber vorsichtig ist und die bunten Tücher wegpackt? Sollen alle warten, wenn einem vom Orka das Ruder abgeknabbert wird, damit er es in Ruhe reparieren kann?
    Melwin hat kühl als Solosegler allein entschieden und ist zweifellos super gesegelt. Genau das, was man als Solist machen muss, um zu gewinnen. Wäre er bei 60 kn abgesoffen, dürften wir zurecht meckern, dass er sich in eine solche Gefahr begeben hat. Ist er aber nicht. Weil es keine 60 kn gab und weil er es bei 30-40 kn offenbar sehr gut gemacht hat. Die anderen haben ihre (respektable) Entscheidung getroffen und verloren. Melwin hat nicht gecheatet, er hat (soweit wir wissen) völlig regelkonform gesegelt und gewonnen. That’s the game.
    Lasst uns Melwin feiern und uns freuen, dass es einen so coolen neuen Segler in der Szene gibt.

    Friedrich

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    • avatar Carsten Kemmling sagt:

      Hi Friedrich, Wow, was ist denn hier los? Die Diskussion driftet offenbar sehr schräge ab… Vllt hilft es, sie zu vereinfachen. Es ist doch nie darum gegangen, ob die Bedingungen segelbar waren oder nicht. Sondern darum, wie bindend man die Stopp-Entscheidung der Führungsgruppe in diesem Fall empfindet. Gibt es dieses Solidarität- oder Fairness-Ding oder nicht? Ich ging bisher davon aus, dass dieses Prinzip gerade bei den Minis funktioniert. Ich höre aber auch, dass möglicherweise durch die gestiegene Anzahl der Teilnehmer der viel beschworene Zusammenhalt in der Klasse bröckelt. Das wäre schade, könnte aber eine Erklärung dafür sein, dass man sein Ding durchzieht – oder es als “Gruppenzwang” empfindet, der “von bestimmten Dominatoren” der Klasse eingefordert wird. Klar, das gibt es. Deshalb sind klare Regeln und Ansagen für alle auch besser, mögen sie noch so doof sein. Aber das nimmt in solchen Situationen die Entscheidungslast von den Seglern.

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      • avatar Günther Toussaint sagt:

        Lieber Herr Kemmling,
        möglicherweise ist die Diskussion gar nicht so schräg, wie Sie es empfinden, sondern eher Ihre Meinung, wie weiter unten ja auch jemand schreibt…
        Wie heißt es doch so schön: Man darf hierzulande alles sagen, muss aber dann auch mit der Kritik klar kommen…
        Für mich stimmt bei Ihrer Meinung nur eine Aussage so richtig: Klare Regeln und Ansagen für alle sind besser, mögen sie noch so doof sein…
        Handbreit!

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      • avatar Friedrich sagt:

        Hi Carsten,
        naja, das Fass hast Du aufgemacht, nicht die Kommentatoren Deines Artikels. Du hast ja recht, klare Regeln hätten allen gesagt, was sie zu tun haben. Die gab es aber eben gerade nicht, sondern nur eine Empfehlung. Also musste jeder selbst entscheiden. Zusammenhalt, Solidarität, wie soll denn das in einem über 100 sm verteilten Feld mit quakigen UKW-Seefunkquatschen funktionieren? Solidarität und Zusammenhalt sind was schönes und die gehen bei den Minis bestimmt auch nicht verloren. Ich glaube nicht, dass es eine gute Idee ist, wenn wir Regattasegler jetzt einfordern, dass wir uns notfalls eigene Regeln setzen müssen, wenn uns die der Regattaleitung nicht genügen.
        Ich find’s einfach nicht ok und unerfreulich, dass Du ein junges Talent nach echt guter Leistung und einer mutigen Entscheidung als “Sozialschwein” in die Pfanne haust. Und das mit dem Welpenschutz ist auch einfach ein oder zwei Regale zu tief.
        Aber hören wir erstmal, was die anderen sagen, wenn sie ins Ziel kommen.
        Hol fast

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    • avatar PL_jangadamail sagt:

      Zitat:
      . Sondern darum, wie bindend man die Stopp-Entscheidung der Führungsgruppe in diesem Fall empfindet.
      Sie haben es immer noch nicht begriffen. Eine „Führungsgruppe“ trifft eine Stopp-Entscheidung und alle müssen folgen? Wie groß ist denn so eine Führungsgruppe 5,10,20? Fink war zu dem Zeitpunkt 16. und kam von 46, schon das eine tolle Leistung. Ist man da noch Führungstruppe oder schon abgeschlagen?
      Viel interessanter fände ich mal die Gutmenschen-Lösung bei den Protos. Hätte die Führungstruppe der ersten 4 ankern müssen? Oder gar umdrehen. Da ist die Führungstruppe weiter gesegelt (waren ja auch schon durch). Kein Wort lese ich darüber. Alles völlig ok.
      Ich glaube, der akkurate französische Regattasegler versteht überhaupt nicht, dass das Vorgehen von Fink überhaupt thematisiert wird….in seinem Heimatland wohlgemerkt.

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  23. avatar Yo sagt:

    Lasst doch besser miku die Artikel über die Minis schreiben!
    Der ist näher dran an der Materie und recherchiert anscheind auch besser…
    Meinung ist ok, die hier hat im Kern auch berechtigte Ansätze aber der Arikel ist schon echt schräg.

    Freu mich trotzdem auf die nächten Artikel übers MiniTransat.

    Ciao Yo

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  24. avatar Günther Toussaint sagt:

    Solidarität unter Regattaseglern? Nö, so ist das meines Erachtens nicht. Die gönnen einander nicht mal das Schwarze unter den Fingernägeln. Solidarität gibt es nur, wenn einer in Seenot gerät. Und auch dafür musste z.B. der von Ihnen so gelobte Boris Herrmann von der Wettfahrtleitung zur Suche abkommandiert werden. Ob er freiwillig seinen Kurs geändert und ein paar Extra-Kringel gedreht hätte, wissen wir nicht.
    Und ob Melwin Fink die Fürsorge eines Journalisten braucht, der meint, ein besonders schönes Haar in der Suppe gefunden zu haben, wissen wir auch nicht. Also warten wir’s einfach ab…

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    • avatar excom0 sagt:

      Na ja Leute,
      Das ist Carstens Meinung. Die sollten wir ihm auch schon noch “zugestehen”, sachlich bleiben und nicht unsererseits mit der Moralkeule kommen. Hat doch auch für eine interessante Diskussion gesorgt. Und Couchsegler sind wir doch im Moment gerade alle. 😁 oder ist wer beim Minitransat dabei😳
      Rainer

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      • avatar Günther Toussaint sagt:

        War mein Kommentar denn unsachlich?
        Auch ich poste hier ja lediglich meine Meinung, neue Fakten gibt’s ja wohl gerade nicht, oder?

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  25. avatar PL_peterklingmueller sagt:

    Gerade bei einer Offshreregatta muss der Skipper(Kapitän) Vertrauen ins Schiff,(Crew wenn dabei), und seine Fähigkeiten auch in Bezug auf Wind und Welle haben.Danach muss man seine Entscheidungen ausrichten , von aussen kann ihm das keiner abnehmen oder man bleibt gleich zuhause.

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  26. avatar Jörg sagt:

    Solidarität unter Seglern sollte auch segelnde Journalisten mit einschliessen. Anderer Leute Entscheidungen unterirdisch zu zerpflücken….. Das spricht eigentlich schon für sich selbst.

    Offensichtlich ist der Autor sich dessen jedoch nicht bewusst. Schade eigentlich. Im Grunde hätte ich von dem sehr erfolgreichem und kundigen Herrn Kemmling mehr Format erwartet. Aber er verdient eben sein Geld damit und im Internet sind viele Klicks das einzige Maß der Dinge.

    Vielleicht ist das ja auch nur die eigene Bewerbung für die „Blöd-Zeitung „?

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  27. avatar Harry sagt:

    Ich finde nicht, daß man das Verhalten von Melwin Fink kritisch sehen muß.
    Er hat eine herausragende seemännische Leistung erbracht!
    Das verdiente Respekt, den er sich redlich verdient hat.
    Ein ungeplanter Landfall unter schwierigen Bedingungen, dazu noch ohne Motor, kann ja auch sehr problematisch sein, wie wir im Rennen sicher alle leider gesehen haben (529).
    Dazu ist Melwin Fink auch sogar als erster in La Palma angekommen!
    Aber “gewonnen” hat er die erste Etappe deswegen noch lange nicht, denn einen Tag lang sind ja nur wenige Segler weitergesegelt. Der “Sieger” ist er nicht, und er kann sich auch nicht auf die Schulter klopfen, weil er vor den anderen angekommen ist. Hätte er keinen deutschen Paß, ginge der Aufschrei hier sicherlich in die andere Richtung. Beschämend.
    Seine vollbrachte Leistung ist eine rein seemännische, aber keine sportliche, weil überhaupt nicht vergleichbar.
    Das kann man ihm aber nicht vorwerfen, denn er hat seine Entscheidung, wenn man sich sein Interview durchliest (Link siehe oben) als Seemann getroffen, und nicht um erster zu werden.

    Wie das in der Wertung geregelt wird, sollten wir der Verantwortung von Herrn Fink, den anderen Ministen und der Wettfahrtleitung überlassen.

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  28. avatar PL_odenzer sagt:

    Melwin Fink hat sich vermutlich tagelang mit der Wetterlage befasst und Stunden vor der Empfehlung der Rennleitung seine Entscheidung getroffen, wie er mit der herannahenden Front umgehen will. Wenn er sich mit seinem Plan, seiner Strategie, wohlgefühlt hat, warum soll er dann plötzlich seinen Meinung ändern? Mut kommt in seinem Alter ins Spiel, wenn er selbsbewusst bei seinem Plan bleibt und nicht einfach die Entscheidungen anderer nachvollzieht.
    Ein Teil des Reizes und der Herausforderrung der Minitransat ist doch, dass die SeglerInnen ohne Hilfe von Wetterexperten und sonstigen BeraterInnen fahren und weitgehend alleine entscheiden. Die Frage der Solidarität stellt sich doch erst, wenn einer/einer absichtlich an die Grenzen seines/ihres Bootes geht und dann die halbe Flotte zur Rettung umgeleitet wird. Interessant ist auch der Facebookeintrag des Franzosen Yvan Bourgnon https://www.facebook.com/ybourgnon/posts/393551705556349

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