Mixed Offshore: DSV startet Suche nach Olympia-Aspiranten – Trainingsregatten vor Kiel

Castingshow

Nachdem die ursprünglich für April angesetzte deutsche WM-Ausscheidung für die künftige Olympiadisziplin Mixed Doublehand Offshore abgesagt werden musste, startet der DSV jetzt ein neues Konzept.

Max Gurgel und Lena Weißkichel trainieren derzeit auf der L30 “Sharifa” für die neue Olympia-Disziplin. Foto: segel-bilder.de

Vor Kiel-Schilksee wird noch im Juli mit den ersten Sichtungen für die ab 2024 neue olympische Disziplin begonnen. „Ende des Monats finden am Bundesstützpunkt Kiel die ersten Trainingsregatten statt. Damit starten wir bewusst früh und noch während der Vorbereitung auf die verschobenen Olympischen Spiele 2020 mit den ersten Maßnahmen“, erklärt Nadine Stegenwalner. Die Sportdirektorin hat gemeinsam mit Johannes Christophers, Leiter der Abteilung Technik, und Offshore-Trainer Tim Kröger ein Trainingskonzept erstellt und führt erste Gespräche mit potenziellen Neu- und Quereinsteigern.

Alle Crews, die ein ernsthaftes Interesse an einer Olympia-Kampagne in dieser Disziplin haben, können an der Sichtung teilnehmen. Dazu zählen jetzt auch noch rein weibliche oder rein männliche Zweier-Teams. Die Sichtungen über 150 bis 200 Seemeilen finden regelmäßig an Wochenenden bis in den November hinein statt. „Wichtig ist uns, Bewegung in das Thema Doublehand zu bringen, interessierten und ambitionierten Seglerinnen und Seglern die Chance zu geben, Erfahrungen und Wasserstunden zu sammeln“, sagt Tim Kröger. „Nur so können wir dann die Kandidatinnen und Kandidaten identifizieren, die das Potenzial haben, mit uns auf Kurs Olympia 2024 zu gehen.“

Das OTG plant mit der Dehler 30 OD den Einstieg in das Doublehanded Offshore-Geschehen. Foto: OTG

Die geplanten Regatten werden von den Teilnehmern auf eigenen Booten bestritten, die den angedachten künftigen Olympia-Booten entsprechen müssen (SR-Bericht). Alle Trainings werden virtuell begleitet und enden mit einem gemeinsamen Online-Debriefing. Tim Kröger: „Wichtig ist, gemeinsam zu evaluieren: Wie habe ich eigentlich gesegelt? Was war taktisch, strategisch oder auch im Handling- und Manöverbereich gut, was vielleicht weniger stark? In welchen Bereichen und wie kann ich mich und meine Crew konkret und effizient verbessern und weiterentwickeln.“

Johannes Christophers,Nadine Stegenwalner und Tim Kröger wollen in den kommenden Monaten auf 150 bis 200 Seemeilen langen Testregatten potenzielle Einsteiger in die Szene beurteilen. Foto: DSV

Nadine Stegenwalner rechnet damit, dass der Pool der Mixed-Offshore-Kandidaten mit Hilfe des neuen Angebots wachsen wird. „Das erste Echo der Aktiven auf unser Angebot ist vielversprechend.“ Bereits mitten im Geschehen stecken Minitransat-Seglerin Lina Rixgens mit ihrem Partner Sverre Reinke und Max Gurgel/Lena Weißkichel. Beide Teams gingen schon bei der Baltic500 an den Start (SR-Bericht). Auch das Offshore Team Germany hat die neue Olympia-Disziplin im Fokus, hat zur Vorbereitung dazu eine Dehler 30 OD angeschafft.

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