Mini-Transat 6.50: Sechs Frauen gegen 73 Männer. Wo sie herkommen.

Segelnde Traumfrauen

Die Italienerin Susanne Beyer ist Profi Skipperin einer 18 Meter Ketsch.

Susanne Beyer, Italien, 31, Genua. Serien-Mini Pogo 2, Bj. 2008

Kurios: Susanne ist Profi-Seglerin und zwar als Kommandantin der 18,40 m-Ketsch Tirrenia II, Bj. 1914, die heute noch im Original-Zustand gesegelt wird. „Ich liebe die komplexen Manöver auf alten Schiffen und hätte mir nie träumen lassen, dass ich jemals auf so einer kleiner „Bombe“ lande!“

Doch vor drei Jahren hatte sie genug, in den Hochglanzmagazinen von den Träumen anderer zu lesen – und kaufte sich „ihre“ Pogo 2. Seitdem trainiert sie heftig, ist erfolgreich bei Regatten im Mittelmeer: 3. beim Archipelago, 6. beim Grand Prix Italien, 4. beim Hexis Cup. „Ich hätte mir vor ein paar Jahren noch nicht einmal vorstellen können, dass ich hier mitmache. Deswegen ist dabeisein für mich schon alles! Wenn ich mich dann auch noch gut platziere… umso besser!“

Von der Buchhalterin zur Profi-Skipperin. Fabienne-Robin, 31 aus Frankreich. © DR

Fabienne Robin, Frankreich, 31, Serien-Mini Dingo 2

Nein, sie wurden nicht alle mit Salzwasser getauft. Fabienne fristet zunächst ihr Dasein ohne Kontakt zum Segeln oder zum Ozean. Als Buchhalterin war sie in einer aussichtsreichen Position um ein „ganz normales Leben“ zu führen, bis, ja bis ein Kollege sie zum Segeln holte, weil in seiner Crew für die nächste Regatta noch eine Hand gebraucht wurde.

„Nach meinen ersten Schlägen auf dem Wasser war ich wie ausgewechselt! Ich wusste: hier tut sich etwas völlig Neues vor mir auf!“ Fabienne belässt es nicht bei Lippenbekundungen, wechselt das Metier, macht alle Scheine, wird Profi-Skipperin.

Sie ist schnell mit allen (Salz)-Wassern gewaschen und sucht nach dem Kick: „Ich wusste, dass so ein Mini für mich genau das Richtige ist. Rasend schnell, anspruchsvoll und dennoch überschaubar!“ Und was sagen ihre nicht-segelnden Freunde und Bekannten zu ihrem Abenteuer? „ Die finden das gut, weil sie nämlich wissen, dass ich nicht verrückt bin!“ Ihr Ziel bei dieser Mini-Transat:“ So schnell wie möglich segeln und so weit wie möglich vorne landen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!“ 

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Michael Kunst

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Ein Kommentar „Mini-Transat 6.50: Sechs Frauen gegen 73 Männer. Wo sie herkommen.“

  1. avatar Backe sagt:

    Prima Bericht … Hatte auf etwas derartig Erhellendes gehofft, als ich die Mädels in der Liste gesehen hatte. Jetzt fehlt nur noch die inoffizielle Bestenliste der Mädels auf der Veranstalter-Seite.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 11 Daumen runter 0

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