Nachhaltigkeit: In Frankreich entsteht ein Mini-Prototyp aus Bambusfaser

Das Geschoss aus dem Spross

Bambus und PET-Flaschen sind die Grundstoffe der Sandwichplatten, aus denen Antoine Mainfray seinen Mini-Prototypen Floki 6.50 baut. 2023 soll das Boot über den Atlantik segeln

Antoine Mainfray von Atelier Interface an seinem Bambus-Mini © Jan Maas

Bambusboote gibt es schon lange, doch den traditionellen vietnamesischen Fischerbooten ähnelt der Mini-Prototyp Floki 6.50, der bei Atelier Interface in La Rochelle entsteht, kaum. Eine Gemeinsamkeit fällt allerdings sofort ins Auge: das beige Geflecht aus Bambusstreifen.

Ansonsten könnten Form und Technik kaum unterschiedlicher sein. Die Fischerboote sind rund; der Mini kantig. Die Bootsbauer in Vietnam flechten die Streifen selbst auf einen Rahmen; die Franzosen verwenden ein fertiges technisches Gewebe.

Patentierte Bambusfaser

Denn auch wenn ein nachwachsender Rohstoff zum Einsatz kommt, so handelt es sich doch um High-Tech-Bootsbau. Mit natürlich gewachsenen Bambusstangen für den Garten oder für Dschunkenriggs hat der verwendete Werkstoff nicht mehr viel zu tun.

Das technische Bambusgewebe stammt von der Firma Cobratex in Carbonne in der Nähe von Toulouse. Cobratex hat eine patentierte Technik entwickelt, die aus den Fasern in den Bambusstangen ein praktisch endloses Bambusfaserband macht.

Für Verbindungen und Verstärkungen greift Mainfray auf Kohlefaserstreifen zurück © Jan Maas

Dieses Band verarbeitet die Firma zu verschiedenen Geweben und anderen Produkten weiter. Die fertigen Bambusgewebe sind viel steifer als

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