The Race

Rennen der Giganten

"Club Med" hebt ein Bein. Der Mega-Kat war Sieger des ersten "The Race" 2001 © www.therace.org

Der Franzose Bruno Peyron, Jules-Verne-Trophy-Rekordhalter mit „Orange II“ (50 Tage, 16 Stunden), plant für die Saison 2013/2014 eine Neuauflage der monströsen Um-die-Welt-Regatta „The Race“. Dessen Regeln sind einfach: Non-stop! No rules! No limits!

„Nachdem ich mich nach meiner letzten Jules-Verne-Tour im Jahr 2005 etwas zurück genommen habe, konnte ich die Entwicklungen in der Szene der großen Multihulls beobachten. Dies, und Gespräche mit einigen Skippern der großen Yachten, brachte mich zu der Entscheidung, „The Race“ wieder aufleben zu lassen“, sagt der Franzose. Auch der gerade ausgetragene America’s Cup in Valencia habe gezeigt, so Peyron, dass seine Landsleute nicht mehr die einzigen seien, die sich auf das Bauen von großen Multihulls verstehen, was eine gute Voraussetzung für eine weitere Auflage des Mega-Rennens sei. „Wir bewegen uns in eine neue Ära.“

Zielankunft von "Club Med" in Barcelona nach 62 Tagen. © www.therace.org

Zwölf große Multihulls seien seit der „The Race“-Ausgabe im Jahr 2000 gebaut worden, berichtet Peyron, Bruder von Loick Peyron, der beim America’s Cup vor Valencia teilweise den Kat von Alinghi steuerte. Allein vier dieser großen Schiffe seien in den vergangenen drei Jahren entstanden. „Wir haben also schon jetzt eine ausreichende Anzahl an guten Booten und potenten Partnern“, sagt Peyron. Darüber hinaus würden sicherlich noch Neubauten der sogenannten G-Klasse bis zum Start des Rennens 2013 entstehen.

Schon im Jahr 2004 hatte Bruno Peyron „The Race“ wieder aufleben lassen wollen, damals jedoch war das Vorhaben gescheitert, weil potenzielle Teilnehmer nicht genügend Sponsoren fanden. Auch machte derzeit die Britin Tracy Edwards mit der Planung eines eigenen Multihull-Rennens dem Franzosen Peyron zumindest medial große Konkurrenz.

„The Race“ 2000 war eine sensationelle, leider bis dato noch nicht bahnbrechende Veranstaltung. 2 Millionen Dollar Preisgeld konnte damals das Team gewinnen, welches die Erde am schnellsten umsegelt.

Von sieben eingeplanten Teams schafften es – nach Aufgabe des britischen Skippers Pete Goss („Team Philips“) – sechs an die Startlinie in Barcelona, wo die Schiffe am 31. Dezember 2000 in See stachen. Das Preisgeld schnappte sich nach spannendem Rennen der neuseeländische Skipper Grant Dalton, der, zusammen mit seiner Crew, den Katamaran „Club Med“ nach 62 Tagen und 6 Stunden über die Ziellinie segelte. Die weiteren Plätze:
2. „Innovation Explorer“; Fra; Loick Peyron/Skip Novak; 64 Tage, 22 Stunden
3. „Team Adventure“; USA; Cam Lewis; 82 Tage, 20 Stunden
4. „Warta Polpharma“; Pol; Roman Paszke; 99 Tage, 12 Stunden
5. „Team Legato“; GB; Tony Bullimore; 104 Tage, 20 Stunden
„Playstation“, mit dem inzwischen verstorbenen Skipper Steve Fossett, erreichte damals aufgrund einer Havarie nicht das Ziel.

Mathias Müller
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