Rolex Fastnet Race: Größte Flotte in der 87jährigen Historie gestartet

335 auf dem Weg zum Felsen

Starke deutsche Beteiligung: Schümann, Riechers, Stanjek, Blumencron – 14 deutsche Skipper wollen bei der 611-sm-Regatta Akzente setzen. Bericht und Video vom Start.

Bei Bilderbuchwetter wurden sie losgeschickt. Acht Mal krachte gestern innerhalb zwei Stunden die Kanone im Solent, acht Startgruppen machten sich von Cowes/Isle of Wight auf den Weg nach Plymouth, mit dem berühmt-berüchtigten „Umweg“ via Fastnet Rock vor dem Südzipfel Irlands.

Fastnet Race, Start

Das Feld zwischen der Isle of Wight und dem Festland © arrigo

Diese 45. Ausgabe des Fastnet Races kann zwar eine Rekord-Teilnehmerzahl für sich verbuchen, wirkt aber ansonsten bis heute nur wenig rekordverdächtig was die Geschwindigkeiten der führenden Yachten anbelangt. Denn das schöne Wetter im Ärmelkanal brachte auch „nur“ eine leichte Seebrise von 10 bis max. 15 kn gegenan mit sich. Soll heißen: Nach der an sich schon heißen Massenstartphase zieht sich das kreuzende Regattafeld nur langsam auseinander. Höchste Konzentration ist angesagt, die erste Regattanacht dürfte für viele Skipper eine schlaflose gewesen sein.

Das Feld wird heute morgen logischerweise von den großen Multhulls angeführt, allen (knapp) voran Armel le Cleac’h auf seinem Trimaran Banque Populaire. Die Bretonen werden von „Spindrift 2“ (Donna Bertarelli, Yann Guichard), der größten Yacht im Feld (131 Fuss) verfolgt, auf Rang Drei positioniert sich derzeit die MOD70 „Oman Air“ mit den Skippern Sidney Gavignet und Marine Viau.

Erwartungsgemäß dominiert Jochen Schümann auf dem 100-Fuss-Maxi „Esimit Europa 2“ die Einrumpfyachten; im Vorfeld der Regatta behauptete er selbstbewusst, dass sie „ohne Bruch nur schwer zu schlagen seien“. Das gilt freilich nur für „first monohull home“ – nach berechneter Zeit liegen Schümann und Crew momentan auf Rang fünf unter 7 Maxi-Yachten.

Fastnet Race, Start

Immer wieder eindrucksvoll: Das Regattafeld im Gegenlicht kurz vor der Ausfahrt in den Ärmelkanal © Arrigo

Jörg Riechers ist auf seiner IMOCA 60 „mare“ ganz offensichtlich nur schwer “in die Pötte gekommen“. Derzeit liegt er auf Rang 7 in der IMOCA-Wertung, die von Vendée Globe-Sieger Francois Gabart auf seiner „Macif“ deutlich angeführt wird. Abstand der beiden untereinander: 16 sm, doch Riechers ist gerade um zwei Knoten schneller unterwegs…

Das Nachwuchsteam „German Offshore Challenger“ auf der Swan 60 „SGM“ mit Skipper Robert Stanjek (Olympia-Champ im Starboot) und „Verstärkung“ Ryan Breymaier zwischen den Nachwuchsseglern kann bei dieser Fastnet-Premiere zufrieden Richtung Felsen blicken: In ihrer Wertungsgruppe IRC Zero liegen sie auf Rang Vier.

Matthias Müller von Blumencron, der in dieser Saison ein straffes Regattaprogramm auf seiner Class 40 „Red“ durchzieht, positioniert sich als starker Dritter von 12 Yachten in der Class 40 Wertung durchaus vielversprechend.

Für die kommenden 24 Stunden sind kaum Wetterveränderungen vorhergesagt. Die ersten Schiffe des Regattafeldes werden die berühmte Landmarke nicht vor Dienstag frühmorgens erreichen.

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Michael Kunst

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5 Kommentare zu „Rolex Fastnet Race: Größte Flotte in der 87jährigen Historie gestartet“

  1. avatar stefan sagt:

    Die ersten Schiffe erst am Dienstag am Rock?

    Die ersten Schiffe sind doch schon seit Montag 14:00 am Rock vorbei.

    Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 2

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