Route du Rhum/Class40: Richomme dominiert nach Belieben – Strukturschäden auf Pogo40

"Auf Wiedersehen in den Bistros!"

Yoann Richomme wird seiner Favoritenrolle vollauf gerecht und führt die Klasse mit sechzig Meilen Vorsprung an. Einer seiner hartnäckigsten Verfolger hat ernsthafte Probleme mitten auf dem Atlantik.

© paprec arkea

Auch wenn alle Augen schon auf Guadeloupe gerichtet sind, die Ultim-Skipper bereits an ihrem ersten, zweiten, dritten Steg-Rum genippt haben, die Ocean 50 im Zielbereich eintrudeln und die Spitzengruppe der Ultim „nur noch“ läppische 1.000 Seemeilen vom Ziel entfernt sind, muss gesagt werden: Das Gros dieser Route du Rhum-Flotte hält sich immer noch mitten auf dem Atlantik auf.

Darunter die vergleichsweise mit 40 Fuß Länge eher kleineren Renner der Class40, die jedoch die mit Abstand größte Flotte stellen: 55 Boote segelten letztendlich über die Startlinie, 39 Boote sind bis heute noch „übrig geblieben“ respektive im Rennen. Die anderen mussten mit teils schweren Schäden den Tiefs der ersten Tage dieser Route du Rhum Tribut zollen: Mastbrüche, Ruderschäden, Kollisionsschäden mit Treibgut, Strukturschäden im Rumpf. Darunter Stars und Favoriten wie die ex-Ministin Amelie Grassi oder der kroatische Skirennläufer Ivica Kostelic.

(Manche) Favoriten im Pech

Auch der Guadeloupaner Keni Piperol, ebenfalls ex Minist und in den letzten Jahren vor allem wegen seines Class 40-Neubaus aus zum Teil recycelbaren Materialien aufgefallen, musste im spanischen La Coruna einen Reparatur-Stopp einlegen – Loch und Wasser im Boot. Mittlerweile ist Piperol aber wieder unterwegs und hinkt der Flotte hinterher.

© paprec arkea

Und Ian Lipinski, Dauerabonnent auf Sieg oder zumindest Podium in der Flotte, musste im letzten Tief vor fünf Tagen ruhigere Gewässer anlaufen bzw. abwarten, bis die ungemütlichen Windstärken etwas nachließen, damit er für nervige Reparaturen am Fall gefahrlos in den Mast steigen konnte. Dabei verlor er reichlich Zeit auf die Spitzengruppe, die selbst für Überflieger wie ihn nicht mehr aufzuholen sein dürften: Derzeit wird er auf einem für ihn völlig untypischen Rang 13 mit einem Rückstand von 219 sm gewertet. Das war’s dann wohl mit einem Podiumsplatz bei der prestigeträchtigen Route du Rhum.

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Michael Kunst

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