The Ocean Race: Die Flotte besucht Kiel – Wendemarke in der Innenförde

Begeisterung in Kiel

Deutschland ist zurück auf der Routenkarte des The Ocean Race 2023. Zum zweiten Mal, nach der legendären Zielankunft der „Illbruck“ beim Volvo Ocean Race 2001/02, wird Kiel Sailing City in die Route des einzigen Mannschaftshochseerennens um die Welt integriert.

Im Juni 2023 werden die beiden Flotten der IMOCA Rennyachten sowie der VO65 auf der Etappe von Aarhus/Dänemark nach Den Haag/Niederlande eine Bahnmarke in der Kieler Förde passieren.

Damit ist Kiel.Sailing.City  zurück auf der internationalen Bühne des Offshore-Spitzensegeln.  Nach dem fulminanten Erfolg des Volvo Ocean Race im Jahr 2002 mit dem legendären Zieleinlauf der Illbruck in der Kieler Innenförde, macht 20 Jahre später The Ocean Race erneut Station in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt. Am 9. Juni 2023, werden die Segelyachten der Wertungsklassen IMOCA Open 60 und VO65 zu Gast in Kiel sein.

Die Route bei The Ocean Race 21/22

Gemeinsam haben das Offshore Team Germany, Kiel-Marketing und die Landeshauptstadt Kiel es geschafft, auf der vorletzten Etappe von Aarhus nach Den Haag den sogenannten Fly-By nach Kiel.Sailing.City zu holen.

Nach dem Start der vorletzten sechsten Etappe in Aarhus müssen die Crews eine Wendetonne in der Innenförde runden um danach ohne Halt zum Ziel im niederländischen Den Haag weiterzusegeln.

2019 kamen zwei VO65 nach ihrer Teilnahme beim VOR 2017/18 zum Welcome Race der Kieler Woche. Sie begegneten dort der frisch getauften „Einstein“ des Offshore Team Germany (OTG) zum ersten Mal. © OT

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer äußert sich begeistert: „Wir haben seit dem großartigen Finale in Kiel 2002 den Kontakt zu den Organisatoren nie abreißen lassen. Nun sind wir wieder Teil dieser besonderen internationalen Regatta mit Zwischenstopps auf vier Kontinenten.“ Kämpfer betont weiter: „Ich freue mich, dass es von Aarhus direkt nach Kiel geht und wir unsere Städtepartnerschaft mit der dänischen Hafenstadt auch an dieser Stelle mit Leben füllen können.“

Uwe Wanger, Geschäftsführer von Kiel-Marketing, sagt: „Unser Auftrag ist es unter anderem, die Marke Kiel.Sailing.City sportlich aufzuladen und ‚Segeln zum Anfassen‘ zu bieten. Den Standort als Hauptstadt des Segelns könnten wir kaum besser in Szene setzen. Wir bieten den Spitzenteams der Seglerwelt mit einer Wendemarke mitten im Herzen der Stadt eine Performance, die es in sich hat. Tausende Zuschauer*innen an Land werden das Spektakel zum Greifen nahe direkt an der Uferkante miterleben.“

Das Offshore Team Germany, Kiel Sailing City und The Ocean Race freuen sich über die gemeinsame Initiative, Kiel in 2023 auf die Route des Weltrennens zu heben. Von rechts: Uwe Wanger, Geschäftsführer Kiel Marketing, OTG-Teammanager Jens Kuphal, Race Director Phil Lawrence, OB Ulf Kämpfer, Kiels Digitalkoordinator Axel Bauerdorf und Jonathan Hartmann, Geschäftsbereichsleiter Kiel Sailing City. © Stadt Kiel

Besonders Jens Kuphal, Teammanager des OTG, war laut der Kieler Organisatoren stets eng am Akquiseprozess beteiligt. Er habe maßgeblich dazu beigetragen, dass Kiel bei den Machern des The Ocean Race immer präsent war und für 2023 den Zuschlag erhalten hat.

Kuphal sagt: „Deutschland zurück auf der Karte des The Ocean Race zu sehen, erfüllt uns mit großem Stolz. Durch die Enge von Friedrichsort in die Kieler Förde zu segeln und den internationalen Offshore-Segelsport in dieser Kulisse zu präsentieren, ist eine weitere große Motivation für uns als deutsche Mannschaft endlich wieder beim TOR dabei zu sein.“ Er erhoffe sich durch die Entscheidung einen Schub für die eigene deutsche Kampagne.

OTG-Skipper Robert Stanjek ergänzt: „Dass dieses legendäre Rennen Kurs auf Deutschland nimmt, hat eine ganz besondere Antriebskraft. Am Ende einer Weltumseglung eine heimatliche Wendemarke zu umrunden, ist ein starkes Motiv – besser geht es nicht!“

Begeisterung wie 2002

Auch der schwedische The Ocean Race-Chef Richard Brisius begrüßt den Deal mit Kiel. “Es spiegelt das starke Interesse an dem Rennen aus Deutschland wider. Ich erinnere mich noch gut an den fantastischen Zieleinlauf des Illbruck-Teams im Jahr 2002 und an all die Fans, die auf dem Wasser und entlang der Küste waren, um die Gesamtsieger des Rennens zu begrüßen. Wir freuen uns darauf, eine ähnliche Begeisterung der deutschen Fans beim Fly-By in der Kieler Förde im Juni 2023 zu erleben.“

Auch Boris Herrmann wird mit seinem neuen IMOCA in Kiel erwartet. Er hatte seine Teilnahme bei The Ocean Race angekündigt, sich zuletzt bei dem Thema aber etwas bedeckt gehalten. 14 Teams sind für die IMOCA-Klasse und 8 bei den VO65 Onedesigns registriert. Das heißt aber längst nicht, dass sie das Welt-Rennen auch in Angriff nehmen.

Zuletzt war es etwas leise unter den potenziellen Teilnehmern geworden. Die Organisatoren reagierten unter anderem darauf mit einer neuen Route, die auf Stopps in China und Neuseeland verzichtet. Dadurch verlängert sich die Etappe im Southern Ocean von Kapstadt nach Brasilien und könnte insbesondere für die Vendée-Globe-Starter ein guter Test für Mensch und Material sein. Skipper mit IMOCA-Neubauten äußerten sich schon positiv über die Möglichkeit für eine Härteprüfung. Aber ob sie aber schließlich wirklich an den Start gehen, ist längst noch nicht klar.

Die Route

The Ocean Race 2023 wird im Januar 2023 in Alicante/Spanien gestartet und soll innerhalb von sechs Monaten auf sieben Etappen um die Welt führen.
1. Etappe: Alicante/Spanien – Kapverden
2. Etappe: Kapverden – Kapstadt/Südafrika
3. Etappe: Kapstadt/Südafrika – Itajai/Brasilien
4. Etappe: Itajai/Brasilien – Newport/USA
5. Etappe: Newport/USA – Aarhus/Dänemark
6. Etappe: Aarhus/Dänemark – Fly-By Kiel – Den Haag/Niederlande
7. Etappe: Den Haag/Niederlande – Genua/Italien

2 Kommentare zu „The Ocean Race: Die Flotte besucht Kiel – Wendemarke in der Innenförde“

  1. avatar Sven 14Footer sagt:

    Das ist doch seehr gut. Genial! Zuhause live Ocean Race gucken!

  2. avatar PL_dcalampe sagt:

    toll, ein ereignis zum freuen

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