Trofeo Princesa Sofia: Junioren sorgen für Topplatzierungen – Buhl vorerst nur auf Rang 40

Wanser-Schwestern schocken die Elite

Nach dem dritten Tag der Traditionsveranstaltung vor Mallorca steht zwar nur ein deutsches Team auf einem Podiumsplatz, doch gerade die Mannschaften mit einer langfristigen Perspektive haben engen Kontakt zu den Top-Rängen.

Die jungen Segler im DSV setzen die etablierten Crews unter Druck. Bei der Trofeo Princesa Sofia sorgen derzeit die Aktiven aus dem Junioren-Bereich für Glanzlichter.

Trofeo Pieincesa Sofio, German Sailing Team,

Lutz/Beucke voll auf Kurs zum Podium © sailing energy

Nach dem dritten Tag der Traditionsveranstaltung vor Mallorca steht zwar nur ein deutsches Team auf einem Podiumsplatz, doch gerade die Mannschaften mit einer langfristigen Perspektive haben engen Kontakt zu den Top-Rängen. Auf Bronzekurs liegen indes die erfahrenen Tina Lutz/Susann Beucke im 49erFX.

49erFX

Die intensive Vorbereitung in Portugal und der Verzicht auf den Worldcup in Miami scheint sich für die Europameisterinnen von 2017, Tina Lutz und Susann Beucke, auszuzahlen. Vor Mallorca liefern sie beständige Topergebnisse ab. Als Dritte liegen die 28-jährige Steuerfrau und ihre ein Jahr jüngere Vorschoterin im Sandwich zwischen den Olympiamedaillen-Gewinnerinnen Grael/Kunze (Brasilien) und Maloney/Meech (Neuseeland).

Nacra17

Die Führung des ersten Tages ging den Kielern Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer (23 und 20 Jahre alt) zwar verloren (SR-Bericht), und die Auftritte in der Goldgruppe erweisen sich als schwieriger als zuvor. Doch mit beständigen Ergebnissen haben die Olympia-Aspiranten das Medal Race am Wochenende klar im Visier.

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Geben weiter richtig Gas: Kohlhoff/Stuhlemmer © sailing energy

Von Rang vier aus sind der Bronze- und der Silberrang nur zwei Punkte voraus. Und auch die australischen Olympiazweiten Jason Waterhouse/Lisa Darmanin sind nur sieben Zähler entfernt.

470er Frauen

Einen grandiosen dritten Tag erlebten die Hamburger Schwestern Luise und Helena Wanser (21 und 20 Jahre). Die Leichtwind-Spezialistinnen wussten bereits an den Vortagen „ihre“ Bedingungen gut umzusetzen. Doch am Mittwoch schockten sie die internationale Elite. Gleich zwei Siege gelangen den Schützlingen von Trainer Ulf Lehmann in den beiden Tageswettfahrten.

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Die Wanser-Schwestern stürmten auf Rang 4 mit nur einem Punkt Rückstand aufs Podium. Das wird was! © wehrmann

Damit stürmten sie auf Platz vier und haben auf einen Podiumsrang nur einen Zähler Rückstand. Dagegen lief es bei den Worldcup-Siegerinnen von Miami, Frederike Loewe/Anna Markfort (beide 25 Jahre), nicht rund. Sie fuhren ihre bisher schlechtesten Ergebnisse von Mallorca ein, liegen als Zehnte aber immer noch auf Kurs Medal Race.

49er Männer

Die WM-Dritten des Vorjahres, Tim Fischer/Fabian Graf (25 und 23), haben von den Ex-Europameistern Justus Schmidt/Max Boehme (26 und 27) die Rolle als beste deutsche Mannschaft übernommen. Während Fischer/Graf als Achte einen Platz in den Top-Ten behaupten, rutschten Schmidt/Boehme als Elfte vorerst aus dem Kreis derjenigen heraus, die sich am Wochenende für das Medal Race qualifizieren.

Laser Radial

Einen wechselhaften Tag mit einem starken Abschluss erlebte die 25-jährige Laser-Seglerin Svenja Weger. Einem 30. Rang in der Goldflotte ließ die Ex-Europameisterin einen Tagessieg folgen – den ersten in der Serie.

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Svenja Weger macht in der Goldflotte gleich mal einen Tagessieg – derzeit auf Rang 9! © sailing energy

Damit nährt Weger weiter Hoffnungen auf einen deutschen Olympiastart in der Einhand-Frauenklasse. Aktuell liegt sie auf Platz neun.

Finn

Die deutschen Finn-Asse Max Kohlhoff (25) und Phillip Kasüske (24) klopfen weiterhin an die Tür zur Weltspitze. Doch noch will sich das Tor nicht ganz öffnen lassen. Jeweils ein Ausreißer nach unten in den ersten beiden Rennen der Gold-Gruppe wirft beide zunächst aus den Top-Ten. Kohlhoff rangiert auf Platz 14, Kasüske zwei Plätze dahinter.

470er Männer

Die Top-Ten sind für die deutschen 470er-Männer nach dem ersten Tag der Goldgruppe außer Sicht geraten. Nur zwei Crews schafften es überhaupt in die erste Hälfte. Die beiden 18-jährigen Daniel Göttlich/Linus Klasen halten als 25. die deutsche Fahne hoch, sind viertbestes Juniorenteam.

Laser 

Bei Philipp Buhl, Mister Zuverlässig des DSV in den vergangenen Jahren, ist aktuell der Wurm drin. Mit Rang 32 beim Worldcup vor Miami verbuchte er das schlechteste Ergebnis seit acht Jahren, und auch vor Mallorca findet er nicht auf die Erfolgswelle. Mit dem 40. Platz steckt er derzeit tief im Tal der Enttäuschung. 

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“Gute Starts waren die Hauptsache”, sagt Nico Naujock, der ab heute in der Gold Fleet der Laser segelt © sailing energy

“Gute Starts waren die Hauptsache”, sagt Nico Naujock, der ab morgen in der Gold Fleet der Laser segelt – für ihn selbst etwas überraschend. “Nicht nach hinten gucken, sondern Feuer frei nach vorne”, so Nicos Motto für den morgigen Tag.

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