Volvo Ocean Race: Die neue Route – Werden acht Boote dabei sein?

Auf nach China

Beim Volvo Ocean Race 2014-15 steht die Route mit der Bekanntgabe des chinesischen Etappenhafens Sanya einigermaßen fest. Über acht seriöse Teilnahmen wird spekuliert. Auch das Team New Zealand will wohl wieder dabei sein.

Abu Dhabi nahe der Wendemarke bei der ostasiatischen Buddhismus-Figur Guan Yin. © PAUL TODD/Volvo Ocean Race

Die Volvo Ocean Race Organisatoren haben mit Sanya den neunten Etappenhafen präsentiert, in dem die neuen 65 Fuß Rennyachten 2014-15 festmachen sollen. Somit lautet die aktuelle Route wie folgt: Alicante (ESP) – Recife (BRA) – Abu Dhabi (UAE) – Sanya (CHN) – Auckland (NZL) – Itajaí (BRA) –  Newport (USA) –  Lissabon (POR) – Göteborg (SWE).

Spannender ist die Frage, wie viele Teams sich tatsächlich am Start sein werden. Renn Organisator Knut Frostad hat mindestens acht Schiffe versprochen. So viele werden momentan auch gebaut. Aber wer es genau sein wird, ist längst nicht klar.

Drei Teams haben bisher offziziell gemeldet. Das Frauenteam SCA, das brasilianische Team Recife und Abu Dhabi erneut mit Skipper Ian Walker. Die Mutmaßung, dass Alinghi wieder dabei sein wird, ist noch nicht offiziell bestätigt aber dafür vermeldet Sailing Anarchy heute, dass das Team New Zealand wohl erneut starten wird.

Der britische Independant spricht zudem davon, der Litauer Simonas Steponavicius am Start sein will. Er segelt schon seit einiger Zeit mit dem Volvo 60 “Assa Abloy”, mit dem unter dem Namen Ambersail als 13. Boot das vergangene Sydney Hobart Rennen beendet hat.

Laut Valencia Sailing soll Steponavicius zwar den ersten im Bau befindlichen One Design VO65 gekauft, das Budget für die laufenden Kosten aber noch nicht gesichert haben. Das soll laut Knut Frostad bei 12-14 million Euro liegen inklusive der 4,5 Millionen Euro für die Yacht. Das würde eine Reduktion des bisherigen Budgets um 30-40 Prozent entsprechen.

Laut vsail.info soll es außerdem ernsthafte Bemühungen eines spanischen Syndikats um Pedro Campos mit Sponsor Mapfre geben. Das Team wartet zurzeit in Cadiz auf ein geeignetes Wetterfenster um mit dem ehemaligen Telefonica Volvo 70 den Rekord auf der Columbus Route von Spanien nach San Salvador auf den Bahamas zu brechen. Mit an Bord sind der bei Luna Rossa geschasste 49er Olympiasieger Iker Martinez. Tornado Olympiasieger Fernando Echavárri ist der Skipper.

Außerdem ist die Rede von einem holländischen Team um Roy Heiner mit Bouwe Bekking im Hintergrund. In Verbindung mit diesem Team ist zusätzlich ein Etappenstopp in Holland im Gespräch. Er würde das Volvo Ocean Race sehr nahe an Deutschland heranbringen.

Die weiteren Spekulationen beziehen sich auf China, Indien und Südafrika, sind bisher aber wenig seriös. Auch Gerüchte über deutsche Bemühungen haben sich bisher nicht verfestigt.

Eventseite Volvo Ocean Race

 

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Carsten Kemmling

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5 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: Die neue Route – Werden acht Boote dabei sein?“

  1. avatar Olli sagt:

    Beeindruckend ist für mich unter anderen das geringe Budget, das veranschlagt werden muß. Das sollte es doch bedeutend leichter machen, Teams und deren Sponsoren zu aquirieren. Das letzte Rennen, bei dem eine konkurrenzfähige Teilnahme für den Preis möglich war, dürfte 1993 gewesen sein.

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    • avatar Ballbreaker sagt:

      Als Vergleich:
      Der Etat für die gesamte Bundesliga Saison 2012/13 liegt bei Vereinen wie z.B. dem SC Freiburg, Fortuna Düsseldorf, Mainz 05 oder Greuther Fürth auf ähnlichem Niveau (ca. 14-17 Millionen EUR)

      und wo wohl die höhere Werbewirksamkeit erreicht wird, steht ja wohl außer Frage (SKY, Sportschau, Online-Angebote, Printmedien)

      Zusammenfassend ist das anvisierte Budget immer noch VIEL zu hoch für eine sinnvolle und in die Breite gehende Sponsorensuche und Teamakquise!

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 1

      • avatar Kevin8862 sagt:

        der vergleich mit fussball vereinen ist absolut nicht sinnvoll und logisch… das sind VEREINE die wirtschaften bei sponsoring wie bei einer teilnahme zum VOR gehts es darum das die sponsoren für sich selbst nachhaltig mehr kunden wollen.

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        • avatar Ballbreaker sagt:

          Und aus was für Gründen sollten Deiner Meinung nach z.B. Trikotsponsoren und Bandenreklame existieren? Damit es schön bunt im Stadion wird?? Wofür zahlt wohl z.B. Evonik beim BVB geschätzte 10 Mio im Jahr? Warum hat sich z.B. Puma aus der Segelszene zurückgezogen? Vielleicht weil sie “nachhaltig mehr Kunden wollen?”

          Leider ist es so, dass Sponsorensuche beim Segeln mit zu den schwierigsten Unterfangen gehört, die Du so anfangen kannst. Denk mal z.B. an der vergeblichen Sponsorensuche für ein deutsches Americas Cup Team! Viele Sponsoren haben ein nicht unwesentliches persönliches Interesse an dem Sport (SAP, Illbruck etc.).

          In Frankreich oder GB sieht sowas jedoch sicherlich anders aus

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  2. avatar Schlaufuxx sagt:

    Wenn ich Pedro Campos und Mapfre lese, muss ich schallend lachen.
    Spanien ist pleite, aber der grösste spanische Versicherer hat Geld fürs Volvo Ocean ?!
    Campos hat massiv von Telefonica Movistar profitiert, wo der Marketingvorstand die Aufträge seiner eigenen Agentur zu schanzt um dann selber Segeln zu gehen.
    In Frankreich gibts für sowas 20 Jahre Knast, in Deutschland immerhin ne Ermittlung und am Ende einen Strafbefehl.
    Warum das VOR unbedingt wieder in den Arbischen Golf muss, erschliesst sich mir überhaupt nicht.
    Wieder mit Stealth Modus, geheimen Verladehafen um dann nen 120 SM Sprint für den Scheich zu fahren ?!
    Frostrad macht einen beschissenen Job, wenn er nicht in der Lage ist, Etappenhäfen und Sponsoren in den traditionellenLändern England, Neuseeland, Australien und Südafrika zu gewinnen.
    2mal Etappenhäfen auf der iberischen Halbinsel kann ich nicht nachvollziehen.
    Aber wahrscheinlich hauen Alicante und Lissabon, obwohl komplett pleite nochmal ein paar Millionen für das VOR raus.
    Es scheint zu reichen, ein Team zu stellen UAE, Sanya oder eben ein bisschen Kohle in die Hand zu nhemen um Etappenhafen zu werden.
    Ich hoffe das Volvo das VOR abgibt, oder seine Strategie ändert, bevor das Rennen zur kompletten Sponsoren-Kaper-Bude verkommt.
    Gott sei Dank, wird da auch noch gesegelt.

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