Bente 24: Das “Partnership” vor der hanseboot Premiere

Hater scharren mit den Hufen

Der Countdown läuft. In 23 Tagen muss das Kleinkreuzerprojekt Bente 24 die Hosen runterlassen. Viele Partner sitzen schon mit im Boot. Ein Update.

Bente ist fertig. Jedenfalls in 3D. Die Daten werden gerade aufbereitet, um bei Von der Linden als Mock Up gefräst zu werden. Und das wird dann auf der hanseboot ab 25.10. präsentiert werden.

Das Mock Up ist natürlich noch kein fertiges Boot. Aber man sieht, wohin die Reise geht. Oder vielmehr gegangen ist. Denn die Grund-Bente ist nun entschieden. Neben dem Mock Up, einem steckbaren Helling in 1:1, werden wir auf Tablets die 3D Bente zur Verfügung stellen. Zum Drehen, Reinzoomen, Anschauen.

Sven Kraja von Frog Sails – gelernter Bootsbauer, Segelmacher, Strandsegler und Modellbauer, und guter Input-Geber bei unserem Projekt, versucht dazu, bis zur Messe ein kleines Bente Modell zu bauen. Die Basis dafür ist ein Test-Mock Up, dass bei Von der Linden gefräst wird, um zu sehen, ob alles funktioniert. Viel Zeit ist dafür leider nicht mehr. Aber das war abzusehen.

Viel Bambule

Mist. Dunkel.

Mist. Dunkel.

Der 25.10.2014 (Bente Website) ist der Tag, an dem wir die Hosen runter lassen werden. Bisher war Bente nur eine virtuelle Diskussionsgrundlage. Nun wird sie ein Boot. Uns war vom ersten Tag an klar, dass dieser Moment der vielleicht spannendste sein wird.

Wir haben in der Öffentlichkeit ordentlich Bambule gemacht. Und mit unserem Projekt auch polarisiert, uns weit aus dem Fenster gelehnt. Uns war auch bewusst, dass Bente ein eigenständiges Gesicht bekommen muss. Es gibt so viele Boote da draußen, und unser Projekt soll sich von allen anderen abheben, auch optisch.

Das ist uns in jedem Fall gelungen. Ob es nun auch ankommt, werden wir sehen. Dass es auch Kritik hageln wird, wissen wir jetzt schon. Das ist normal, wenn man so breit und öffentlich vorgeht. So mancher Hater scharrt schon mit den Hufen. Aber unser Anspruch war auch nie, jedem zu gefallen. Denn dann wäre nur Wischiwaschi heraus gekommen.

Bei der gesamten Entwicklung habe ich oft an den guten alten Renault Twingo gedacht. Der wurde damals nach seinem Erscheinen zerrissen, danach aber einer der erfolgreichsten Kleinwagen überhaupt.

Eines ist sicher: Bente wird heftig diskutiert werden, der eine wird sie lieben, der andere verabscheuen. Wenn sie alle lieben, oder alle verabscheuen, haben wir was falsch gemacht. Wir jedenfalls lieben sie.

Vorausschau

Die Messe ist für uns ein entscheidender Wegpunkt. Wir stellen Bente in der Öffentlichkeit vor. In jedem Fall gibt es viele Sachen zu sehen. Neben dem MockUp und den Modellen, Prints und Renderings sammeln wir derzeit auch alles, was in der Entwicklungs- und Planungsphase so angefallen ist. Unsere 6 Meter lange Pinnwand wird voll. Bente ist ein Mitmachprojekt, ein Open-Source Boat.

Bente 24

Bente Rendering. Noch ein wenig pixelig.

Neben den Besuchern ist jeder aus der Industrie herzlich eingeladen, seine Ideen für Bente zu präsentieren. So nach und nach stellte sich in der letzten Zeit heraus, wer auf dieses Projekt Bock hat. Und so sitzen bereits jetzt schon einige mit im Boot.

Von der Linden baut das Mock Up, Sven Kraja das Modell und vieles mehr, Barton Marine UK hat uns bereits zugesagt, dass sie den Prototypen mit Beschlägen ausstatten wollen und dafür auch ein Konzept erstellen, Andi Zill (LEE Sails) zeichnet live auf der Messe diverse Segel-Layouts und hat bereits Muster am Start. ISTEC stellt Special Designs vor. Torqeedo hat was Neues, Innovatives in der Pipeline, noch zu früh um es zu kommunizieren, aber in Ansätzen wird das schon vorgestellt. SECUMAR macht sich Gedanken um ein spezielles Sicherheitskonzept.

Daneben gab es bereits Interessensbekundungen einiger Werften. Schließlich soll Bente ja auch irgendwann mal in Serie gehen. Erste Gespräche gab es bereits, andere folgen auf der Messe. Und sicher kommen da noch weitere Interessierte auf uns zu. Dazu ist die Messe ja auch da.

Mist. Unscharf.

Mist. Unscharf.

Nächstes Ziel ist es, aus dem Mock Up einen Prototypen zu bauen. So ähnlich wie ein Vorserienmodell in der Autoindustrie. Und das soll dann auf Herz und Nieren getestet werden, bevor es eine Null-Serie geben wird und dann natürlich die Serie. So etwas, für den Bootsbau recht ungewöhnliches, schaffen wir nur mit Partnern. Wir sind gespannt.

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Digger Hamburg

Kleiner segeln – größer leben. Filmemacher und Autor Stephan Boden verbringt jeden Sommer auf dem Wasser. Früher auf seiner VA18 “Digger” jetzt auf der Bente24, die er selbst initiiert hat. “Auf See habe ich Zeit, das schärft den Blick für Details.” Zu seinem Blog geht es hier

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17 Kommentare zu „Bente 24: Das “Partnership” vor der hanseboot Premiere“

  1. avatar RMM sagt:

    Die Front im Dunkelbild sieht ein wenig nach Pogo 3 (mächtig Volumen) aus. Und das wäre sehr, sehr gut!

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  2. avatar Piet sagt:

    Das sieht echt nicht schlecht aus 🙂
    http://www11.pic-upload.de/01.10.14/ij1iia7wp2ay.jpg
    Bin mal gespannt wie es in echt aussieht.

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    • avatar digger.hamburg sagt:

      Ha ha.

      Ich habe mich gefragt, wann der erste das Bild durch Photoshop nudelt. Ging schneller als ich dachte. Nur weiss man nicht, was ich in das Originalbild geworfen habe. 😉

      Aber: well done, piet

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      • avatar Piet sagt:

        Danke fürs lob.

        Photoshop ist mir aber zu teuer, http://www.fotor.com/de/ bringt es auch.

        Ahaaa ist da noch was geheimes??
        Mir ist sowieso beim Kajütaufbau unterm Grossbaum eine unregelmäßigkeit im Bildrauschen aufgefallen.

        Dann bin ich erst recht gespannt auf das Mock up 🙂

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        • avatar digger.hamburg sagt:

          Da ist noch vieles anders als man das denkt. Die Katze ist jetzt so etwa bis zu den Ohren aus dem Sack. Die Ohren aber noch angelegt.

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  3. avatar Bente Assange sagt:

    Benteleaks

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  4. avatar Alex sagt:

    So ungewöhnlich ist das bei kleineren Booten, im Serienbootsbau nicht. Erst Prototype, dann 0-Serie.

    Höchstens für die Großserienhersteller, die für Jedermann bezahlbare Schüsseln auf den Markt werfen. Die ändern dann auch mal, nach über 100 Einheiten eines one designe Bootes, die Kielaufhängung, weil der Wackelt und andere Struktureinheiten.

    Mit Blick auf die Hochseetauglichkeit und kleine Crew, kein Doppelruder und keine Knicke am Hintern?

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  5. avatar Norman sagt:

    Die Überschrift passt irgendwie nicht recht zum Beitrag.

    Werde auf jeden Fall zur Hanseboot gehen. Das für mich erstaunliche ist: Ich bin wirklich dem Gedanken des Downsizing zugeneigt, aber durch die ganze Hate-PR ist mir die Bente mittlerweile so verleidet, dass ich eine echte Aversion gegen das Ding habe. Eher würde ich nach Frankreich fahren und mir da was kaufen…

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    • avatar Piet sagt:

      Verstehe ich nicht ganz.
      Warum ist es dir so wichtig ob ein boot gemocht wird oder nicht?
      Es sollte dir selber gefallen.

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    • avatar digger.hamburg sagt:

      Norman,

      wieso verleiden Dir Leute, die gern motzen, ein Boot?

      Such mal bei Spiegel Online z.B. nach Deinem Auto oder Handy. Und lies dort mal die Kommentare.

      Ich denke, man sollte selbst entscheiden, was man mag und was nicht.

      bei der Überschrift gebe ich Dir recht. Die ist vielleicht nicht ganz glücklich. Entscheidend ist aber, was der Text sagt.

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  6. avatar Ketzer sagt:

    Hab’ gerade so ein Dejavue, das hieß aber “Sailovation”. Nichts mehr von gehört, aber das waren ja auch die Kollegen in blau, vielleicht läuft es auf orange besser, bin gespannt.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 6

    • avatar digger.hamburg sagt:

      SailOvation war ein völlig anderer Ansatz.

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      • avatar Alex sagt:

        Auf jeden Fall ein völlig anderer Ansatz.

        Der wohl signifikanteste Unterschied zu Sailovation war sicher, Sailovation hate von Anfang an ein klares Ziel definiert, das es zu erreichen gilt. Gleiten am Wind!
        Bei Sailovation konnte man auch schön verfolgen, was für Maßnahmen ergriffen wurden, um dieses Ziel zu erreichen und wo die Hürden und Schwierigkeiten waren.

        Das machte es mA nach erst richtig spannend. Ein klasse Projekt, auch wenn das Ziel wohl nicht wirklich erreicht wurde.

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  7. avatar Freddy sagt:

    Hehe,
    ich hoffe ja nicht dass ein Bente Mock-Up “zufälligerweise” in einer Kneipe liegenbleibt.
    Das kennen wir ja schon von Apple…
    War es dann Marketing oder war es Zufall. Und die Kritiker haben was zum spekulieren…

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