Unglück beim Chicago-Mackinac Race: Bilder von der Helmkamera

100 Knoten Drama

Nach dem Tod zweier Segler beim 290 Meilen Rennen von Chicago nach Mackinac in der vergangenen Woche sind dramatische Bilder aufgetaucht, die ein Gefühl dafür geben, was die 350 Crews zum Zeitpunkt des Unglücks auf dem Wasser erlebt haben.

Überlebenskampf im Mega-Sturm aufgezeichnet von der Helmkamera.

Die im Video zusammen geschnittenen Bilder stammen von der Helmkamera eines Crewmitglieds der J109 “Realt Na Mara”. Die Segler sprechen von mehr als 50 Knoten Wind. Die Instrumente des 40 Fußers “Fast Tango” haben sogar 100 Knoten aufgezeichnet, auch wenn niemand so richtig daran glauben kann.

Bei den verunglückten beiden Seglern handelt es sich um den erfahrenen Skipper der Kiwi 35 „WingNuts” Mark Morley (51) und Suzanne Bickel (41), die zu einer Crew von acht Seglern gehörten. Darunter waren zwei Teenager im Alter von 15 und 16 Jahren.

Die Instrumente des 40 Fußers "Fast Tango" zeichnen 100-Knoten auf.

Sie konnten sich auf den umgedrehten Rumpf retten, nachdem die “Wing Nuts” in dem gut zwölf Minuten anhaltenden Extrem-Sturm umgeworfen worden war. Es wird davon ausgegangen, dass sich die verstorbenen Segler nicht von ihren Life-Lines lösen konnten, mit denen sie sich in Erwartung des Sturms am Boot eingepickt hatten.

Der Skipper hatte die Segel bergen lassen. Aber die Wucht der Böe warf das ranke Boot mit den Flügeln dennoch um, und ließ es wohl eine längere Zeit stabil über Kopf liegen.

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Carsten Kemmling

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