Cruising-Blog: Mare Più – das Meer in seiner ganzen Vielfalt

Geschichten vom Meer

Der erste Mare Più-Film – mit einem Augenzwinkern im “Pirates of the Caribean”-Stil

Reise-Blogs gibt es wie Sand am Meer. Doch nur wenige schaffen es, dem Leser ein echt unterhaltsames, intensiv erlebtes „Dabeisein“ zu vermitteln. Thomas Käsbohrer gelingt mit „Mare Più“ dieses seltene Kunststück.

Es gibt bekanntlich viele Arten von „Auszeiten“ unter Segeln. Da wären beispielsweise die schieren, die vermeintlich puren Segler, die Seemeilen kloppen und ihr Heil auf hoher See suchen. Für die das Boot, die Wellen, Wind und die unendliche Weite der See als Gesamtkonstrukt so etwa wie ein Zuhause sind – eben Typen, die nach ihrem „ich-bin-dann-mal-weg“-Abschied nicht gleich in der nächsten Bucht zum Kaffeetrinken anlegen.

Das Klassiker-Bild auf hoher See. Hier wird aber auch das einzige Klischee erfüllt… © mare piu

Das Klassiker-Bild auf hoher See. Hier wird aber auch das einzige Klischee erfüllt… © mare piu

Und es gibt die Segler, die ihre Fahrt über die See wahrscheinlich nicht weniger intensiv genießen, aber eben doch immer als eine Strecke von A nach B betrachten. Die bestimmt nicht weniger Ahnung vom Segeln haben als der erstgenannte Typus, aber unter Segeln zu Neuem unterwegs sind – frische Eindrücke und Erkenntnisse an und unter Land, wohlgemerkt.

Die “Kunst des Müßiggangs”

Die Frage, zu welchem Typ Thomas Käsbohrer denn nun zählt, ist nicht so einfach zu beantworten. Denn er vermittelt auf seinem Blog „Mare Piu“ mittels Segel- und Seemannschafts-Know-how durchaus den Eindruck, als sei das Meer und die Dehler 31 „Levje“, mit der er dasselbe befährt, sein wahres Zuhause.

Gewitterängste? Nicht auf der "Levje". Oder nur selten… © mare piu

Gewitterängste? Nicht auf der “Levje”. Oder nur selten… © mare piu

Bis zu dem Moment, wenn er irgendwo in einem Fischereihafen anlegt oder einer verträumten Bucht ankert, um von dort aus die wahrscheinlich besten Fisch-Restaurants der Welt zu entdecken (zumindest schmeckt es dort so, kurz nach dem Anlegen) oder bei langen Wanderungen über eine Insel Scherben sammelt, anhand derer er die Kulturgeschichte im Mittelmeerraum erklärt. Scherben die er danach übrigens vor Ort zurücklässt…

Thomas Käsbohrer hat nach 21 Jahren als Geschäftsführer eines Verlages seinen „Kurs durchs Leben“ geändert und ist seit Monaten auf seiner 31-Fuß-Yacht im Mittelmeer unterwegs.

ja, es kann eine Liebe zum Beiboot geben © mare piu

ja, es kann eine Liebe zum Beiboot geben © mare piu

Was uns das Leben bietet

Er reist mit den sprichwörtlichen „offenen Augen“ und lebt dabei sein Talent als Geschichtenerzähler aus: Aus vermeintlichen Kleinigkeiten entstehen so wunderbare Erzählungen, aus unauffälligen Details werden spannende Informationen. Die Geschichten bleiben kurz, sind dabei aber umso ausdrucksstärker, seine Fotografien und Videos sind – meistens – ruhig und… gelassen.

Die Kulturgeschichte des Mittelmeerraumes, nach einem Spaziergang auf einem Tampen angerichtet © mare piu

Die Kulturgeschichte des Mittelmeerraumes, nach einem Spaziergang auf einem Tampen angerichtet © mare piu

Überhaupt haben seine Geschichten, Erzählungen, Informationen und mitunter launigen Eindrücke ganz viel mit der vielbeschworenen „Kunst des Müßiggangs“ zu tun.

Ganz egal, ob Thomas, der Geschichtenerzähler, über längst vergessene Handwerkskünste,  von seiner Liebe zum Beiboot, von der „Gorgo von Paros“, vom Ankermanöver im Gewitter, von der Kräutersammlerin von Porto Kayo oder – gar nicht so profan wie es klingt – über die Kosten von fünf Monaten Segeln im Mittelmeer berichtet… alles ist geprägt von einer Lust am Leben und einer Neugierde, genau das, was dieses Leben uns bietet, zu verstehen.

Mare Più ­–  Geschichten vom Meer als Blog

Ebenfalls sehr lesenswert: Mare Più – Menschen am Meer. Ein E-Book als PDF-Version zum download

Der Mare-Più-Macher ist am 29. und 30.10 auf der Hanseboot anzutreffen. Über seine Website einen Termin ausmachen!

Cover von "Menschen am Meer" © mare piu

Cover von “Menschen am Meer” © mare piu

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