Einhand Rekord: Joyon schneller als “Queen Mary2” – Ungeplant eigene Bestzeit unterboten

Schneller Überführungstörn

Francis Joyon (61) hat wieder einmal einen Einhand-Rekord gebrochen. Diesmal war es allerdings eher ungeplant. Er raste mit seiner IDEC SPORT in 5 Tagen 2 Stunden und 7 Minuten über den Atlantik.

Francis Joyon

Francis Joyon ist wieder einmal alleine in Rekordzeit über den Atlantik gerast. © IDEC

Eigentlich wollte Francis Joyon seinen Trimaran IDEC SPORT nur wieder zurück bringen nach der Regatta “The Bridge” gegen die “Queen Mary2”.  Außerdem durfte er mit seinem riesigen Trimaran nicht mehr länger im Hafen liegen bleiben. So beschreibt es der Salzbuckel in seinem jüngsten Statement zum gebrochenen Rekord.

Deshalb warf er die Leinen los, und sah dann, wie die “Queen Mary2” auslief, das Schiff, gegen das er auf der Hintour mit Crew angetreten war. Es weckte seinen Wettkampfgeist. Dabei hatte er IDEC SPORT nach eigenen Angaben noch nie im Einhand-Modus gesegelt. Es war wohl kostengünstiger, seine Männer nicht noch eine Woche auf der Lohnliste stehen zu haben.

Vielleicht hatte er aber auch im Sinn, nach den langen, flauen Tagen im Crewbetrieb auf dem Atlantik-Törn nach New York endlich mal wieder alleine zu sein und richtig Gas zu geben.

Jedenfalls war ihm die einfache Überführung zurück nach Frankreich nicht genug. Und er ist auch nicht der Typ, der sich gerne eine Stadt wie New York ansieht. Vielleicht mag er  auch die Erinnerungen nicht, denn 2011 war er nahezu unter den Augen der Freiheitsstatue gekentert.

IDEC Joyon

IDEC mit kleiner Amwind-Beseglung. © IDEC/Liot

Jedenfalls warf Joyon kaum einen Tag nach der Ankunft in New York schon wieder die Leinen los, querte die klassische Rekord-Startlinie am Ambrose Leuchtturm und machte sich auf zum Lizard Point vor England.

Es gab keine große Vorbereitung, kein langes Warten auf ein Wetterfenster, Joyon wollte einfach Revanche an der “Queen Mary2” nehmen, die gleichzeitig losfuhr und jeweils mit 28 Knoten Reisegeschwindigkeit über den Atlantik fährt.

Diesmal zeigte der alte Salzbuckel, dass er tatsächlich den Ozeanriesen im Kielwasser lassen kann. Und nebenbei war er eben auch noch 49 Minuten schneller als im Juni 2013. Damals unterbot er die Zeit von Thomas Coville deutlich, dem Mann, dem im Winter die schnellste Solo-Weltumrundung glückte.

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