Gunboat G4 Foiler: Update zum rasenden Cruiser Kat – Mehr Hydraulik eingebaut

So kenterte der Kat

Es ist ruhig geworden um den revolutionären Foiler Cruiser G4 nach der  spektakulären Kenterung in der Karibik. Heemskerk erklärt die Kenterung. Nun gibt es ein Update. Nummer zwei ist im Bau.

Natürlich war es der Supergau für das ambitionierte Gunboat Projekt. Vor den Augen der segelnden Weltöffentlichkeit kippte der orange Foiler Cruiser um. Das Video gehört zu den meistgeteilten Segel-Clips. Aber die Verantwortlichen gingen erfrischend offen mit dem Thema um. Sie schienen die Bilder von der Kenterung gar als Aufmerksamkeitsbringer nutzen zu wollen.

Die neue Hydraulik zum bestimmen der Schwert-Höhe. © Holland Composites

Die neue Hydraulik zum bestimmen der Schwert-Höhe. © Holland Composites

In diesem Sinne machen sie weiter. Mit-Konstrukteur Mischa Heemskerk, der gerade bei der A-Cat WM aus seinem Foiler von Holland Composite den Vize Titel gewonnen hat, meldet sich mit News von dem revolutionären Projekt zurück.

Dafür beschreibt er noch einmal detailliert, wie es zu der Kenterung gekommen ist. Er saß schließlich als Test-Pilot am Steuer des Kats. Das Hauptproblem sei die Höhe des Foils im Wasser gewesen. Man habe im Regatta-Modus auf diesem Vorwindkurs zu sehr puschen und deshalb in zu großer Höhe über die Wellen fliegen wollen.

Dabei sei das Schiff in einer höheren Welle zu sehr abgehoben. Das Foil habe den Kontakt zum Wasser und das Ruder den Grip verloren. Dadurch luvte das Schiff langsam an und krängte. Der Focktrimmer versuchte Druck abzulassen und öffnete die Schot. Ein Fehler, denn so rotierte das Schiff noch weiter in den Wind.

Baunummer zwei. © Holland Composites

Baunummer zwei. © Holland Composites

In diesem Moment öffnete Heemskerk die hydraulisch gesteuerte Großschot, aber offenbar waren der Druck zu groß und die Dimensionen der Hydraulik zu klein, um genug Schot schnell zu öffnen. So kippte das Schiff langsam zur Seite. Aber Heemskerk stellt heraus, dass das Schiff immerhin in nur einer Stunde wieder aufgerichtet werden konnte.

Nach dieser Erfahrung werden die Schwerter nun mit einer Hydraulik versehen, mit deren Hilfe sie hoch und runter bewegt werden. Und das Großschot-System sei deutlich größer dimensioniert worden. Es gebe jetzt einen Not-Knopf, mit dem ein schnelles Fieren des Segels möglich sei.

Die Neuerungen sollen jetzt schon in der Baunummer zwei verwendet werden. Das Schiff soll zum Ende des Jahres fertig werden.

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Carsten Kemmling

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