Horror Crash: Vom Motorboot überfahren – Spielte der Skipper am Handy?

Voll erwischt

Ein Motorboot-Unfall erhitzt die Gemüter der Wassersport-Community in den USA. Er erinnert an einen Vorfall in der Lübecker Bucht.

Die Angler auf dem Columbia River in Oregon winken noch hektisch. Als könnten sie den Motoboot-Fahrer darauf aufmerksam machen, dass er sie gleich überfährt. Aber es passiert nichts. Sie springen im letzten Moment ins Wasser.

Im letzten Moment von Bord gesprungen.

Der Horror-Crash wird von einer Kamera aufgezeichnet, mit der sie ihre Fischfang-Ausbeute dokumentieren und geht viral. Nun sind im Zuge einer Klage des geschädigten Anglers, die sich auf 372,500 US Dollar Schadenersatz beläuft, Einzelheiten zu dem Unfall bekannt geworden.

Der Unfall passierte schon am 12. August 2017, und angeklagt ist der 75-jährige Fahrer Marlin Lee Larsen. Die lokale Zeitung The Oregonian schreibt, dass der Fahrer offenbar zu tief im Boot saß, und das Armaturenbrett seine Sicht behinderte. Der Bericht des Sheriffs verweist darauf, dass der Fahrer besser hätte stehen sollen. 

Das demolierte Angelboot im Schlepp. © Oregon Sheriff

Mit an Bord war der Schwiegersohn, der Larsen schwer belastet. Er habe ihn gewarnt, am Steuer vorsichtiger zu sein, zumal er beim Fahren das Mobiltelefon bediente. Verboten ist  das an einem Motorboot-Steuer in Oregon allerdings nicht.

“Fake News”?

Dennoch rechnet sich der Angler Bryan Maess (47) – ein Polizist, der zum Zeitpunkt des Unfalls dienstfrei hatte – gute Chancen bei dem Prozess aus, den seine beiden Freunde mit ihm führen. Er klagt auch fünf Monate nach dem Crash noch über Kopfschmerzen und eine Bein-Verletzung, die er sich beim Sprung zugezogen haben will. Die Kollegen machen anhaltende psychische Traumata wegen des Schocks geltend. Sie hätten sich seitdem nicht mehr auf ein Boot getraut. Larsen weist die Vorwürfe als “fake news” zurück und betont, dass niemand schwer verletzt worden sei.

 

Der Fall erinnert an einen Unfall im August 2011 vor Pelzerhaken als Reinhard Fahlbusch auf seinem Surfbrett von einer 22 Meter langen Sunseeker Motoryacht mit 38 Knoten überfahren worden war. Der Surfer verlor ein Bein und soll sogar selber Schuld gehabt haben. 

© Oregon Sheriff

© Oregon Sheriff

Spenden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *