Jules Verne Trophy: Boris Herrmann puscht IDEC wieder in Rekord-Nähe

Vollgas im Süd-Meer

Boris berichtet von Bord: “Die Stimmung ist sehr gut. Bernard hat einen perfekten Job bei der Planung der Vorräte gemacht, sodass wir jetzt, beim Eintreten in kältere Regionen, wieder mehr Kalorien zu uns nehmen.”

 

IDEC hat es bei der Passage von Australien doch nicht geschafft, die Kollegen auf Spindrift zu überholen. Dabei zeigt das Video, wie schnell Boris Herrmann den roten Trimaran steuert.

Jules Verne Trophy

Arbeit, wie auf einem Rahsegler. ©Yann Riou | Spindrift racing

Es ist bemerkenswert, wie hartnäckig die beiden Rekord-Teams in ihren Meldungen von Bord einander ignorieren. Sie tun sie so, als würden sie alleine durch das Eismeer jagen. Dabei  liegen sie tatsächlich sehr nahe beieinander.

Die Rekord-Fahrer im Vergleich

Die Rekord-Fahrer im Vergleich

Das liegt besonders an der schon abgehängt geglaubten IDEC, die in vier Tagen mit einem extremen Südkurs unglaubliche 800 Meilen aufholte und gestern sogar kurzzeitig vor dem Rekordhalter lag. Inzwischen wächst der Rückstand gerade wieder an (65 Meilen), obwohl der aktuelle Speed mit 34 Knoten angegeben wird.

Spindrift liegt auf einem südlicheren Kurs jetzt 70 Meilen vor dem virtuellen Rekordgegner

Spindrift liegt auf einem südlicheren Kurs jetzt 70 Meilen vor dem virtuellen Rekordgegner

IDEC hat 800 Meilen in vier Tagen aufgeholt und ist nah dran am Rekord

IDEC hat 800 Meilen in vier Tagen aufgeholt und ist nah dran am Rekord

Es sah so aus, als würde IDEC sogar Spindrift überholen können, aber Dona Bertarelli hat mit ihren Mannen wieder mächtig Fahrt aufgenommen, seit sie sich vor das gleiche Tiefdruck-Gebiet aus Madasgaskar gesetzt hat, das auch IDEC beschleunigt. Sie liegt jetzt 70 Meilen vor dem Rekord. Das heißt, die Differenz zu IDEC beträgt wieder beachtliche 135 Meilen.

Es sieht so aus, als könnten beide Boote den Rekord knacken. Denn im Pazifik kommt erst noch die große Schwächephase des damaligen Um-die-Welt-Rekordlers. Banque Populaire benötigte vom Cap Leeuwin, dass gerade passiert wurde, 12 Tage und 22 Stunden. Da war selbst Rekord-Vorgänger “Groupama” – die jetzige IDEC – zwei Tage schneller.

Spindrift hat sich jetzt wieder genau vor die direkten Gegner gesetzt und befindet sich im gleichen Wettersystem. Damit ist die Gefahr überholt zu werden erst einmal gebannt. Sicher ist, dass sich die beiden Crews sehr wohl im Auge behalten und ihren Kurs entsprechend anpassen. Denn das eigentliche Match Race findet nicht mit dem virtuellen sondern dem realen Gegner statt.

 

Jules Verne Tracker IDEC

Jules Verne Tracker Spindrift

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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Ein Kommentar „Jules Verne Trophy: Boris Herrmann puscht IDEC wieder in Rekord-Nähe“

  1. avatar alikatze sagt:

    Also, spannend ist es auf jeden Fall, beide zu beobachten. Aber ich glaube, dass beide es richtig machen, sich auf sich selbst zu konzentrieren. In dem Moment, wo Du bei einem Rennen gegen die Uhr das Matchen anfängst, hast Du verloren. Die Uhr ist schon ein sehr hartnäckiger Gegner 😉 da braucht man eigentlich keinen anderen mehr.
    btw. hier ist noch ein Tracker, auf dem beide bzw. alle drei zu sehen sind http://volodiaja.net/Tracking/

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 1

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