Mega-Tri “Banque Populaire” rast mit 37 Knoten über Unterwasser-Objekt

Schwert-Schaden nach Kollision

Mast-Blick von "Banque-Populaire", der schnellsten Hochsee-Yacht der Welt. © BPCE

Der Mega-Tri „Banque Populaire V“ ist auf seiner Rekordfahrt um die Welt im Südatlantik  um zwei Uhr nachts mit einem Unterwasser-Objekt kollidiert. Bei einem Speed von 37 Knoten ist eines der 600 Pfund schweren Schwerter und der Schwertkasten stark beschädigt worden.

Die Kollision ereignete in einer sehr dunklen Nacht. Skipper Pascal Bidégorry erklärte am Telefon: „Es ist schwer, den Schaden zu begutachten bei der Dunkelheit. Es fehlt wohl ein Stück vom Schwert und die Crash-Box des Kasten ist beschädigt.“ Der genaue Schaden könne erst am Tag bewertet werden.

Der 131-Fuß-Tri "Banque Populaire" rast mit 37 Knoten durch die Nacht, als die Kollision passiert. © BPCE

„Banque Populaire V“ hat die Geschwindigkeit auf 25 Knoten vermindert und will das Rennen gegen die Uhr aber wohl fortsetzen. Denn er hat immer noch einen Vorsprung auf die Rekordzeit von „Groupama“. Der schrumpfte allerdings schon von maximal 460 Meilen auf nun 247. Bidégorry will den Schaden am Tag begutachten und in der erwarteten Leichtwind-Zone reparieren.

„Banque Populaire V“ befindet jetzt schon deutlich weiter südlich als die Barcelona-World-Race-Flotte. Die Rennleitung hatte aus Sicherheitsgründen wegen des verstärkten Eisgangs einen nördlicheren Kurs befohlen. Der Trimaran rast also doppelt so schnell durch die Eisfelder. Kein Wunder, dass es zur Kollision gekommen ist. Und die Gefahr ist längst nicht vorüber.

"Banque Populaire" ist deutlich weiter nach Süden gesegelt als "Groupama" (grün) bei ihrem Rekordtörn und als die Barcelona World Race Flotte. Im Süden schwimmt zur Zeit viel Eis herum, das auch die vermutete Ursache für die Kollision ist.

Das gilt für Thomas Coville, der den Einhand-Rekord mit seiner „Sodebo“ jagt. Er lag lange Zeit gleichauf mit seinem virtuellen Konkurrenten Francis Joyon und konnte ihm dann mit einer Geschwindigkeit von 28 Knoten 130 Meilen abnehmen. Nun steckt allerdings in den Doldrums fest und liegt erstmals 25 Meilen zurück.

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Carsten Kemmling

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