Naturphänomen: Wie der Dümmer-See aus dem Gleichgewicht gerät

Feueralarm?

Am Dümmer-See zeigt der Film ein Naturschauspiel, an das sie die Bewohner im Umkreis schon fast gewöhnt haben. Millionen Insekten entwickeln sich bestens. Was dahinter steckt.

Wenn sich Abermillionen Mücken an den Ufern des Dümmer-Sees in die Luft erheben, haben die großen Wolken schon dazu geführt, dass Anwohner ein großes Feuer meldeten. Tatsächlich handelt es sich aber um ein Phänomen, das jedes Jahr am See für Unbehagen sorgt.

Es handelt sich um Zuckmücken, die in großen Schwärmen über den See wabern. Immerhin stechen sie nicht haben aber ein großes Nervpotenzial. Die Insekten benötigen zum Schlüpfen aus ihren Larven relativ warme Temperaturen wie an den vergangenen Tagen. 

Dann steigen sie in großen Wolken auf und leben nur wenige Tage, an denen sie sich vermehren. Sie sind für den Menschen harmlos. Die große Masse der Mücken ist aber nicht normal. Sie bestätigt, dass das ökologische Gleichgewicht am Dümmer unter großem Druck steht.

So resultiert das Problem aus dem geringen Bestand kleiner Fischarten, die eigentlich die Larven fressen. Ihnen wird der Lebensraum durch zu viele große Fische wie Karpfen und Brassen streitig gemacht. Diese verstärken auch das Algenproblem, weil sie im flachen, oft nur ein Meter tiefen See, den Schlamm bei der Nahrungssuche aufwühlen, Nährstoffe freisetzen und den Algenwuchs verstärken. Das hemmt aber den Wuchs von Wasserpflanzen, die den kleinen Fischarten Schutz zum Laichen gewährt.

Die zahlreichen Zuckmücken mögen ein kurzzeitiges, harmloses und nerviges Phänomen sein. Aber sie sind ein Zeichen dafür, dass dieser Tage einiges aus dem Gleichgewicht gerät.

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