Ein Langfahrt-Paar befreit, ein anderes von Piraten gefangen

Piraten lassen Segler gegen Lösegeld frei

Die britischen Langfahrtsegler Rachel und Paul Chandler sind nach 188 Tagen aus der Gefangenschaft somalischer Piraten befreit worden. Das geschätzte Lösegeld soll 730000 Euro betragen haben.

Die 58- und 55-Jährigen erfahrenen Segler waren auf ihrem Törn von den Seychellen nach Tansania gekidnappt worden. Das Paar ist seit 26 Jahren verheiratet, hatte sein Haus Verkauft und genoss seit drei Jahren das Leben auf ihrer Yacht vom Typ Rival 38.

Die gute Nachricht von der Befreiung kommt im Zuge der Meldung, dass Piraten in Somalia in der vergangenen Woche weitere Segler gefangen haben. Zwei Südafrikaner sollen in der Gewalt der Piraten sein. In ersten Meldungen hieß es, der Skipper Peter Eldridge sei erschossen worden.

Die European Union Naval Forces, die im Seegebiet patrouillieren, berichten allerdings, dass er über Bord gesprungen sein soll, kurz bevor es strandete. Ein französisches Kriegsschiff habe ihn unverletzt aufgenommen. Seine beiden Mitsegler Bruno Pelizzari und Deborah Calitz seien aber in der Gewalt der Piraten.

Der Überfall fand ebenfalls im Seegebiet um die Seychellen statt in nächster Nähe zu einer französischen Fregatte. Als die Franzosen die Yacht entern wollten, wurden sie beschossen. Sie zogen sich zurück, weil die Piraten mit der Erschießung der Geiseln drohten. Als die Segler an Land gebracht werden sollten, konnte sich der Skipper mit dem Sprung in das Wasser retten.

Laut der Organisation Ecoterra sollen sich zurzeit 500 Menschen und 300 Schiffe in der Gewalt von Piraten befinden. Segelyachten gehören eigentlich nicht zu den bevorzugten Zielen.

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Carsten Kemmling

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