Seenot: Rettung für mehr als 70 Menschen auf 40 Booten in der Ostsee.

Knüppeldick

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Kurz vor der nächsten Gewitterwand noch schnell das Rigg abschneiden © DGzRS

Die DGzRS hatte am vergangenen Wochenende in Starkwind- und Gewitterfronten reichlich zu tun. Auszug aus dem Bericht.

Dass es in der Ostsee mitunter richtig „zur Sache“ gehen kann, zeigte allein schon das Beinahe-Unglück mit dem Kreuzfahrtschiff „Poesia“, das sich vom Pier in einer Sturmböe losgerissen hatte und quer in die Kieler Förde trieb. Doch auch viele Freizeitskipper und Segler hatten so ihre Probleme in den bis zu 9 Bf starken Böenwalzen.

Die Berichte des DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) zeugen jedenfalls von unermüdlichem Einsatz der (freiwilligen) Helfer. Auszüge:

• Ein zehn Meter langer Katamaran kenterte in einer 8 Bf.-Böe vor Damp – vier Segler gerettet, die auf die Rümpfe geklettert waren.

• In der Flensburger Förde brach in einer Böe auf einer 11m-Yacht der Mast, der sich unter dem Schiff verkeilte und offenbar auch im Grund stecken blieb. Die Seenotretter trennten das Rigg mit einer Drahtseilschere ab. Die Yacht konnte danach unter Motor in den Hafen zurück fahren. An Bord waren zwei Erwachsene und zwei Kinder.

• Drei junge Männer trieben aus der Lübecker Bucht auf einem Schlauchboot in schweren Sturmböen auf die offene See und mussten nach einem Notruf gerettet werden.

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Da ist erstmal nix mit Aufrichten © DGzRS

• Zwei Katamarane kenterten vor Scharbeutz und Haffkrug, die Besatzung musste ebenfalls jeweils abgeborgen werden.

• Auf der Kieler Förde kenterte eine Jolle, der Besatzung gelang es nicht, das Boot wieder aufzurichten. Das erledigten dann die Herren des zur Hilfe geeilten Seenotrettungskreuzers.

Insgesamt wurden 70 Menschen aus ihrer „misslichen“ Lage gerettet, der Schwerpunkt der DGzRS-Einsätze lag in der westlichen Ostsee.

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