Segeln auf den Bahamas: Die spektakuläre Segel-Show der Einheimischen

Auf der Planke

Posted by Motorowodni on Donnerstag, 24. März 2016

 

Immer im April treffen sich die besten einheimischen Bahamas-Segler im Elizabeth Harbour von George Town zur National Family Island Regatta.  Viele Segler können nicht schwimmen.

Bahamas Sloop

28 Fuß langer Class A Typ der Bahamian sloops. © Bahama Tourism

Seit 1954 findet die Regatta auf den klassischen Sloops der Einheimischen statt, auf die sich gerade die Bahamas Segler wieder intensiv vorbereiten. Die Schiffe sind je nach Größe in fünf Klassen von A bis E aufgeteilt. Jeweils treffen sich insgesamt rund 60 Schiffe, die auf spektakuläre Weise gesegelt werden.

Besonders augenfällig sind die langen Holzplanken, mit den die Crews hantieren, um ihr Körpergewicht beim Ausreiten möglichst weit nach Luv zu bringen. Nicht selten fällt ein Segler dabei über Bord. Dabei besagen die Regeln, dass er wieder aufgenommen werden muss. Denn viele der Einheimischen können nicht besonders gut schwimmen.

Bahamas Sloop

Schmale Boote, großes Segel. Viel Gewicht auf der Planke ist nötig. © Bahama Tourism

Gestartet wird vom Anker aus. Das heißt, ab dem Startsignal müssen die Teams so schnell wie möglich den Anker lichten und das Segel dabei hochziehen. Die Positionen sind dabei vorgegeben.

Die traditionellen Arbeitsboote, die für die Regatten eingesetzt werden, dürfen nur auf den Bahamas gebaut werden. Auch Eigner und Crew müssen von den Inseln stammen.

Bahamas Sloop

Wer ins Wasser fällt, muss eingesammelt werden. Viele Einheimische können nicht schwimmen. © Bahama Tourism

Dabei sind die A-Class-Boote die Flaggschiffe der Flotte. Sie sind 28 Fuß lang und mit einem Großbaum bestückt, der 32 Fuß misst. Der Mast weist die doppelte Länge auf. Die 11 Fup breiten Schiffe sind entsprechen extrem übertakelt. Dabei sind keine Hilfsmittel wie Winschen oder Salinge erlaubt. Nicht einmal Trimmbändsel in den Segeln dürfen benutzt werden.

Die Zahl der Crew ist nicht festgelegt. Der Skipper entscheidet wohl je nach Wind, wie viele Segler er benötigt, um das Schiff aufrecht zu halten. Besonders schwierig sind die Wenden, bei denen die Planke möglichst schnell auf die neue Luvseite gebracht werden muss.

Bahamas Sloop

Balance Akt auf der Planke. © Bahama Tourism

Der Start vom Anker:

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