Somalische Piraten haben eine dänische Segelyacht in ihrer Gewalt

Dänische Crew mit Kindern entführt

Eine Segelyacht mit sieben Dänen an Bord, darunter drei Kinder, ist am 24.2. von somalischen Piraten entführt worden. Das gab das dänische Außenministerium erst jetzt bekannt. Bei der Segelyacht „ING“, soll es sich nach Angaben des Internet-Portals Seanews um eine Dynamic 43 handeln.

Die Familie stammt aus Kalundborg und startete im August 2009 zu einer Weltumsegelung. Die Kinder sind 12, 14 und 16 Jahre alt. Neben dem Skipper-Paar waren zwei befreundete Erwachsene an Bord.

Die Mutter der Kinder soll gerade erst von einem Bandscheibenvorfall genesen sein, den sie in der Karibik erlitten hatte und in der Heimat behandeln ließ. Sie ist erst seit kurzer Zeit wieder an Bord.

Karte der Überfälle. Punkt 1: Ermordung der Amerikaner auf der "Quest", Punkt 2: Überfall auf die dänische Yacht "ING", Punkt 3: Überfall auf die "Quest".

Kurz vor dem Überfall äußerte sich der Skipper über die Reise. „Wir hätten nicht geglaubt, dass der Unterschied zwischen fantastischen Erfahrungen und großen Problemen so extrem sein könnte. Aber wir haben so viel zusammen gesehen, dass wir die Weltumsgelung nicht bedauern.“

Ein dänisches Kriegschiff, das in den Gewässern patrouilliert, soll die Verfolgung der Yacht aufgenommen haben. Zurzeit werden insgesamt 51 Schiffe mit wenigstens 819 Menschen von Piraten festgehalten

ONSAILCTM
Die Behörden stellen nach den jüngsten Vorkommnissen wie der Ermordung der US-Crew eine deutliche Gewaltverschärfung im Konflikt mit den somalischen Piraten fest. Die Somalis verlangen höhere Lösegelder und verwandeln sich zunehmend von armen Fischern in brutale Kämpfer.

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Carsten Kemmling

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