33. America’s Cup: Auch der legendäre Monster Trimaran “USA17” kann fliegen

DOGzilla am Haken

Dogzilla, America's Cup

Dogzilla am Haken vor Ellisons Hauptquartier. © PressureDrop

In den vergangenen Jahren staubte das revolutionäre Sportgerät USA 17, mit dem Larry Ellison die America’s Cup Schlammschlacht 2010 gewonnen hat, auf der Oracle Team Basis an der Pier 80 in San Francisco vor sich hin. Nun hat er es vor sein Hauptquartier fliegen lassen.

Dogzilla, America's Cup

Final Destination: Der Trimaran mit stehendem Mast vor Ellisons Bürogebäuden. © Brad Webb

Der inzwischen legendäre Trimaran wurde 2010 von den Medien mit dem Spitznamen DOGzilla bedacht, weil er das Produkt des unsäglichen juristischen Kleinkrieges zwischen Ellison und Ernesto Bertarelli war. Das Schiff entsprach mit 90 Fuß Länge den maximalen Ausmaßen der in der Stiftungsurkunde (DOG, Deed of Gift) vorgesehenen Eckdaten.

Neben den schieren Ausmaßen sorgte aber besonders das 68 Meter hohe Flügelrigg für Schlagzeilen, auch wenn es im Nachhinein Stimmen gibt, dass der Trimaran wohl ebenso mit einer konventionellen Beseglung gegen Alinghi gewonnen hätte.

“USA 17” wurde von einem Lastenhubschrauber gut 15 Minuten lang gen Süden zum Oracle Headquarter gebracht und auf der Wasserfläche vor den runden verglasten Türmen gelandet. Danach wurde der Mast gestellt, an dem das Team die ersten konventionellen Segel getestet hatte. Der Flügel ist nach wie vor noch in den Hallen von Pier 80 unter der Decke gelagert.

"Dogzilla" im Vergleich zum AC72.

Ein Monster. “Dogzilla” im Vergleich zum aktuellen AC72. © Chevalier

Richtig segeln wird der Trimaran, der zwar ein Wunderwerk der Technik ist aber auch Symbol der wohl schwärzesten Stunde des America’s Cups ist, wohl nicht mehr. Zu groß ist der Aufwand, das Monster in Schwung zu bringen. Es soll nun seine Dienste als Ausstellungsobjekt leisten.

Am 12 Februar nach langer Wartezeit auf das schmale Windfenster, bei dem beide Teams segeln wollten, gewann Oracle das erste Rennen gegen Alinghi mit gut 9 Minuten Vorsprung trotz eines verpatzten Vorstarts (Video). Im zweiten Rennen lag Alinghi im Ziel gut 4 Minuten hinten.

Auch Alinghi wurde per Helikopter verschleppt. Im August 2009 schwebte der Katamaran vom Genfer See bis nach Genua.  © Alinghi/Borlenghi

Auch Alinghi wurde per Helikopter verschleppt. Im August 2009 schwebte der Katamaran vom Genfer See bis nach Genua. © Alinghi/Borlenghi

 

 

 

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Carsten Kemmling

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