Abenteuer: „Waterlust“- Video vom Kult-Event „Race to Alaska“

„Brutal schön“

Die Gebrüder Burd segelten auf einem 22-Fuß-Strandkat erstmals bei dem legendären Rennen mit. Ihre Odyssee wurde von den „Waterlust“-Filmern bravourös dokumentiert.

Sie kollidierten mit Treibgut, brachen so ziemlich jedes Teil am Boot, zerrissen Segel und verloren dennoch nie ihren Enthusiasmus.

Eine 750-Seemeilen-Reise nach Alaska, die mehr war einfach nur ein Törn in den hohen amerikanischen Norden. „Es war ein Trip ins Innere“ beschreibt Chris Burd. „Zum Glück hatten wir uns zuvor schamanische Unterstützung erbeten. Sonst hätten wir nie durchgehalten!“

Dieses 30-Minuten-Video ist zudem ein beeindruckendes Road-Movie, das neben den enormen Leistungen der beiden segelnden und rudernden Protagonisten auch den organisatorischen und filmischen Aufwand für die Entstehung des Films dokumentiert. Was zwei Personen mit der entsprechenden Technik (Geländewagen, Drohnen) und ein ganz klein wenig Glück alles filmen können… faszinierend!

Tripp und Chris Burd schafften die 750 Seemeilen beim „Race to Alaska“ von Port Townsend/Washington nach Ketchikan/Alaska in 9:08:24 Tagen und platzierten sich auf Rang 4 in der Gesamtwertung. Von 50 gestarteten Booten kamen dieses Jahr trotz relativ ruhiger Wetterlage nur 15 ins Ziel.

„Das hätte locker ein Podiumsplatz werden können,“ sagte Tripp beim Stegbier „Wenn wir nur nicht so viel Bruch gehabt hätten!“

Tatsächlich zeigt das Video, dass die beiden Segler in einem nervenaufreibenden Rhythmus unterwegs waren: Segeln, Rudern, Bruch, Stop, Reparieren, Segeln, Bruch, Stop, Reparieren, Rudern, Segeln…

„Es ist brutal,“ sagt Tripp einmal im Video nach dem x-ten Reparaturstopp. Da lag vor ihnen noch eine Meerenge, in der schon bis zu 15 Knoten Strömung gemessen wurden. „Brutal schön“ meint sein Bruder Tage später, als sie – endlich! – nach endlos erscheinender Ruderei wegen Flaute mit 15-17 Knoten Speed gen Norden und Ziel brettern.

Dieses Video ist ein Muss für alle die wissen oder zumindest ahnen, dass Segeln nah am Wasser und mitten in einer unberührten Natur am Schönsten ist. Ohne wenn und aber.

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