America’s Cup: Ainslie auf dem Cup Revier – Honeymoon Missgeschick könnte helfen

Geschickt eingefädelt

Das Honeymoon Missgeschick von Ben Ainslie in der Karibik könnte sich zu einem Glücksfall für seine Cup-Kampagne entwickeln. War es vielleicht sogar geplant?

BAR bermuda

Ainslies fliegende Nacra 20 auf dem Cu Revier. © BAR

Das wäre ja wirklich geschickt eingefädelt. Der frisch vermählten Ainslie Gattin dämmert es schon als sie twittert: “Die Flitterwochen könnten vermutlich etwas mit einem Boot zu tun haben :-)” Der gute Ben musste ihr aber sicher hoch und heilig versprechen, dass er mal nicht an seine Arbeit denken und ganz für sie da sein würde.

Toller Coup

Dann geht beim Karibik-Törn urplötzlich die Rollanlange kaputt und die Pirvatinsel des segelverrückten Milliardärs Richard Branson liegt zufällig genau nebenan. Nachtigall, ick hör dir trapsen…

Ainslie Honeymoon

Rollanlage im Mast ist beschädigt. Ein Branson Helfer schneidet das Tuch im Topp ab. © Branson

Das Ehepaar Ainslie wurde vom Branson Personal aus der misslichen Lage befreit, genoss einige Tage die Gastfreundschaft und nun vermeldet der britische Telegraph, das Bransons Firma Virgin Group womöglich Ainslies America’s Cup Kampagne unterstützt. Es heißt, die Entscheidung sei bei Virgin noch nicht gefallen, aber wenn es klappt, wäre es ein toller Coup.

Dabei sind sich Branson und Ainslie alles andere als unbekannt. 2008 macht der damalige britische Jollensegler Bekanntschaft mit der hohen See, als Branson mit dem 100 Fußer  “Virgin Money” (ex “Speedboat”) den Atlantik Rekord brechen wollte. Aber das Projekt scheiterte durch Sturmschäden. Insbesondere das gerissene Großsegel zwang zur Aufgabe.

Ainslie Team auf Bermuda

Wie auch immer die Liaison mit Branson weiter geht, Ainslie ist schon voll auf den America’s Cup fokussiert. Seine Männer nahmen auf Bermuda als erstes Cup Team das Training im neuen Revier auf. Sie rasen mit ihren foilenden Nacra 20 Konstruktionen durch die Bucht.

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Foilen auf Bermuda. © BAR

Ainslie sagt: “Es ist toll für das Team, auf das Wasser zu kommen und mit den 20 Fuß Foilern das Revier, die Windrichtungen und die Wellenbedingungen kennenzulernen. Wir haben schon viel gelernt und können nun unserem Design Team mit Informationen helfen, um das Rennboot für 2017 zu konstruieren.”

Der Fokus des Trainingslagers liege aber auch auf der physischen Vorbereitung. Es sei fast ein militärischer Drill, den ihr Trainer, ein ex Marine, dem Segelteam auferlege. Zwei Einheiten im Kraftraum und fünf bis sechs Stunden Training auf dem Wasser täglich würden auch das Team zusammenschweißen. “Die Jungs haben nur Zeit zum Essen, Trainieren und Segeln”, sagt Coach Macbeth.

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Der ersten Kufen-Flitzer auf dem Cup-Revier. © BAR

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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