America’s Cup: Louis Vuitton zurück im Cup – Russell Coutts feixt

Kritiker Lügen gestraft

Den America’s Cup Veranstaltern ist mit der neuen Partnerschaft von Louis Vuitton ein wichtiger Coup geglückt. Sie straften damit Kritiker Lügen, so wie den ex Repräsentant Bruno Trouble , der den Stil-Verfall des Cups anprangert.

Louis Vuitton, America's Cup

Louis Vuitton hat die Partnerschaft mit dem America’s Cup ausgedehnt. © Koto Bolofo / LOUIS VUITTON MALLETIER

Troublé hatte noch vor gut einem Monat, den America’s Cup kritisiert als “vulgäre Strandveranstaltung, die nach Sonnencreme und Pommes riecht”. Der ehemalige französische Cup Skipper war viele Jahre lang das Band zwischen dem Mode Label und dem America’s Cup. Aber er konnte sich nie mit dem neuen Weg anfreunden, den die Regatta seit dem 34. Cup nimmt.

“Es sind in den vergangenen Jahren so viele Fehler gemacht worden”, sagte der Franzose und glaubt, dass der traditionsreiche Wettkampf “langsam getötet wird”. Der Golden Gate Yacht Club und das Oracle Team USA mögen großartige Segler sein aber hoffnungslose Wächter des Mythos. Sie würden den Stil und die Eleganz des America’s Cups sterben lassen, der seit 30 Jahren der Grund für die Partnerschaft mit Louis Vuitton sei.

Vielbeachtete Wutrede

Sie würden nun einen stillosen Einheitsklassen-Katamaran-Wettbwerb ins Leben rufen mit anonymen namenlosen Menschen dahinter. “Das ist definitiv nicht der Cup”, beendet er seine vielbeachtete Wutrede.

Aber nun hat gerade Louis Vuitton signalisiert, dass der aktuelle Weg für das Modehaus vielleicht doch nicht so abwegig erscheint. Die Partnerschaft wird ausgedehnt. “Es ist für uns eine große Ehre, unsere Verbindung zu erneuern”, sagt Michael Burke, Louis Vuitton CEO. “Wir werden zusammen ein neues Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte schreiben.”

Die Italiener waren 2007 auf eine Rolle als normaler Sponsor zurückgedrängt worden, hatten sich später aber wieder intensiver mit dem America’s Cup verbunden. Allerdings war die vergangene von ihnen gesponserte Herausforderer Serie ein Desaster mangels konkurrenzfähiger Teilnehmer.

Die jüngste Absage von Luna Rossa hingegen wirkte befruchtend für die Louis Vuitton Ambitionen, weil sich damit auch Wettbewerber Prada von der Veranstaltung verabschiedet hat.

Russel Coutts feixt gegenüber der New York Times, dass es zuletzt zwar viele negative Darstellungen gegen habe, aber die hätten alle davon gesprochen, dass Louis Vuitton niemals unterschreiben würde.  Er kündigt außerdem an, dass sich in den nächsten Wochen weitere negative Mutmaßungen als falsch erweisen werden. So erwarte er ein weiteres asiatisches Team, das die Zahl der Herausforderer auf sechs erhöhen würde.

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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