America´s Cup: Segel-Star Vasco Vascotto klagt Oracle an

Der freundliche Italiener ärgert sich

Vasco Vascotto ist einer der besten italienischen Profi-Segler. 2011 tritt er im Audi MedCup an. © ACM

Vasco Vascotto, einer der bekanntesten italienischen Profi-Segler, macht seinem Ärger über den aktuellen Zustand des America´s Cups in einem Interview mit vsail.info Luft. „98 Prozent der Segelszene sind enttäuscht“, sagt der ehemalige Skipper des America´s Cup Teams Mascalzone Latino. Er ist aktiv an die Öffentlichkeit gegangen und hat selber das spanische Internet Portal kontaktiert.

Zur Motivation sagt Vascotto: „Ich habe in den 40 Jahren, in denen ich jetzt segele, noch nie einen solchen Grad der Unzufriedenheit festgestellt.“ Viele mögen sich unter Druck fühlen und es nicht wagen, das öffentlich zu bekennen. Aber das sei die Stimmung am Steg, die er nun aussprechen wolle.

Vascotto ist nicht mehr im America´s Cup Spiel dabei. Seinen Job bei Mascalzone Latino hat der aufstrebende Landsmann Francesco Bruni übernommen. Aber Vascotto, eines der freundlichsten Gesichter der Profi-Szene, widerspricht diesem Vorwurf.

Er habe so zur Zeit so viele Segel-Engagements, bei denen er Geld verdiene, wie nie zuvor. Doch die aktuellen Entwicklungen im AC ärgern ihn so sehr, dass er nicht still bleiben könne. Es gehe nicht nur um seine persönliche Meinung, er spreche für 98 Prozent der Segler.

Vascotto gehört zu der Generation Segler, die durch den Wechsel zum Katamaran-Cup viel verloren haben. Und er gibt das auch zu. 2007 habe der größte America´s Cup aller Zeiten stattgefunden. Und er habe daran partizipiert, sei dadurch groß geworden.

„Damals arbeiteten 1000 Menschen in den Teams, diesmal werden es nicht mehr als 100 sein. Wenn diese das Resultat der Handlungen eines Einzigen sind, der den Segelsport eigentlich unterstützen will, dann läuft irgendetwas falsch.“

Dennoch gehört der Steuermann und Taktiker nicht zu den Menschen, die bisher durch haltlose Meckerei aufgefallen sind. Vascotto sagt, er wünsche der nächsten Cup-Regatta nichts Schlechtes. Er hoffe sogar auf einen großen Erfolg. Trotzdem glaube er, dass es in die falsche Richtung gehe. Bei der Regatta in Key West sei eine der verantwortlichen Personen bei der Preisverteilung sogar ausgebuht worden.

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Auf die sechs Herausforderer angesprochen und die interessierten Teams aus China, Korea und Australien erwidert Vascotto, dass er nicht glaube, dass wirklich alle an der Startlinie erscheinen. Die Franzosen von Energy hätten zwar verkündet über 70 Millionen Euro zu verfügen, das zeige aber schon, dass die propagierte Kostenreduktion gescheitert sei. Mascalzone Latino habe es ganz schwer, das Geld zusammenzubringen.

Warum ist es so gekommen? Vascotto ist sich sicher. „Team New Zealand war der Favorit für den nächsten America´s Cup Sieg. Meiner Meinung nach wurden diese neuen Regeln so gemacht, um sie zu schwächen. Es hat funktioniert. Team New Zealand besteht jetzt nur noch aus ein paar Menschen, sofern sie überhaupt weitermachen. Es hat seine gesamte Stärke verloren. Das Gleiche gilt für Origin. Die Briten waren auch bereit, den nächsten Cup zu gewinnen. Aber auch Origin ist zerbrochen. Solche Strategien beschädigen den Segelsport.“

Vascotto betont die Enttäuschung des vergangenen Jahres. „Alle waren froh, dass Oracle gegen Alinghi gewonnen hat. Wir sagten, nun beginnt eine neue Ära. Endlich.“ Aber nun sei man stattdessen einen Schritt zurück gegangen. “Wenn das der Weg ist, den nächsten America´s Cup zu gewinnen, dann ist das bullshit.”

Der Italiener sieht nun den Audi MedCup als Alternative. Er segelt mit dem Argentinischen Projekt Matador und baut zurzeit ein neues Team auf, das ganz vorne erwartet werden darf. Mit sechs bis sieben Neubauten sei der Med Cup der angesagte Regatta-Zirkus.

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Carsten Kemmling

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17 Kommentare zu „America´s Cup: Segel-Star Vasco Vascotto klagt Oracle an“

  1. avatar bowman sagt:

    Hört sich doch eher nach verdammt viel Frust an. Wenn er mit 98% der Segler gesprochen hat -von 50, 500, 5000 oder noch mehr? – scheint er ja doch ‘ne ganze Menge Zeit zu haben … trotz seiner vielen Jobs.

    So, Schluss jetzt, zu viel Lärm um einen Frustierten.

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  2. avatar Backe sagt:

    Wenn Vascotto davon spricht, dass beim letzten Cup 1000 dabei waren, beim nächsten nur 100 Leute beteiligt sein werden, so gibt das nur 2/3 der Rechnung wider. Wenn der Cup sich in der 2007 vorgezeichneten Richtung weiter hätte entwickeln können, hätten wir für 2013 sichelich von 5000, vielleicht sogar 8000 beteiligten Profisportlern reden können.
    Aber auch Vascotto weiß, dass es für die Money-rules-it-all-Pfeffersäcke wichtiger zu sein scheint, einen kleinen, hochelitären Kreis fest kontrollieren zu können, als die Krone des Regattasegelei wirklich offen und transparent mit weltweiten Bewerberteams aussegeln zu lassen. Denn das würde – der Wahrschieinlichkeitsrechnung gehorchend – auch Aussenseitern eine größere Chance einräumen. Und das darf nun, wenn man Investitionen ins High-End- Segeln unter Shareholder-value-Gesichtspunkten sieht, nienienie passieren. FUCK YOU, LARRY!

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    • avatar bowman sagt:

      Wieso sollen 10 oder 20 “weltweite Bewerberteams” von der Qualität “+39” (Super Jungs, aber keine Kohle) oder “UITG” (sorry, auch wenn’s Deutsche sind) die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass ein Aussenseiter eine Chance hat, was zu gewinnen?

      Schau Dir den Punktestand 2007 nach Round Robin 2 an – der sagt alles. Der AC wird niemals ein “Volkslauf”. Ohne Moos nix los – ist nun mal so. Wer nur Mono will, soll, und wer nicht genug Kohle zusammenkriegt , muß TP52 fahren oder ‘ne andere Serie. Ist doch auch o.k., oder?

      Machen wir uns doch nichts vor: Der AC war immer ‘ne elitäre Sache – und wird es auch bleiben; High-Tech Entwicklung kostet halt. Valencia 2007 war nur deshalb eine Ausnahme, weil das Revier in Europa war; da konnte man eben auch neue Sponsoren auftun und ein paar Kleinere konnten sich im LVC tummeln.

      Leid tut es mir nur, wenn Teams mit richtig Potential wie ETNZ nicht genug Sponsoren zusammenkriegen und jemand wirklich nur wegen der Kohle gewinnt. (Deshalb muß man aber trotzdem nicht das F-Wort bemühen.) Vieleicht ist’s ja mal wieder Zeit für ‘ne Rote-Socken-Aktion oder was ähnliches.

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      • Da wiedersprichst Du dir aber selber:

        Einerseits ist ein eliterer haufen, wo das reichste Team gewinnt, andererseit tut es Dir um ETNZ leid?

        ETNZ ist ja nunmal ein Corporate Team – Also ohne Privatmann im Rücken, sie sind ohne Frage das erfolgreichste Monohull Team momentan.

        Sollte der Sport nicht soetwas unterstützen?

        Davon abgesehen hatten nach meiner Info alle Teams im AC 32. ein Return on Objective. – Vor allem die corporate Teams u.a. Team Germany.

        Und das am besten betuchte Team ist sehr durchschnittlich gesegelt (Oracle Racing).

        1. Geld ist nicht alles
        2. Es wurde angekündigt günstiger zu werden – ein leeres versprecehn
        3. Es scheint als würde man den existierenden Teams die sich durch die Kriese (DOG Match) fianziert haben alle Steine in den weg zu werfen – Wahrscheinlich weil sie besser sind als Oracle Racing – Das ist das Recht des AC-Verteidigers – Richtig, nur kann sich ein Sport soetwas heute noch Leisten?

        Er verliert alle Grundsätze des Sports, nach Definition darf bei einem Sport-Event der Sieger nicht festehen, außerdem geht es um den Körperlichen einsatz des Sportlers – Nicht um den Designer.

        Das wird vom aktuellen AC nicht erfüllt. Demnach kann man Medienpräsenz eigentlich total vergessen. Es wäre also einem Gentlemens Rennen gleichzusetzen nicht der Krone unseres Sports!

        Man kann sogar argumentieren, dass Segeln aus diesen Gründen kein recht hat olympisch zu sein – Wollen wir das?
        NEIN!

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  3. avatar stefan sagt:

    ….ach herrlich! Jetzt schimpfen sie wieder, all die Jungs die scheinbar immer noch nicht verstanden haben, das es beim America’s Cup nicht um einen Event handelt, bei dem möglichst viele Teams erwünscht sind. Der AC ist für Exzentriker mit zu viel Geld. Das war er immer und dabei wird es bleiben.
    …wer eine F1 des Segelns sucht, wird sie nicht im AC finden, sondern muss sich selber eine machen.

    …bei AC segeln lediglich zwei Teams. Eines hat den Cup und das Andere will ihn haben.

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    • Glaubst Du, dass soein Format heutzutage wo der Sport professioneller wird noch aktuell ist? Kann man soetwas mit gutem Gewissen unterstützen?

      Ich muss Vascotto in seinen Ansichten recht geben! und zwar zu 100%. Wenn man die Kommentare liest sieht man, dass viele Segler Ihm zustimmen. Mit seinen 98% hat er sich allerdings wohl vergriffen, aber selbst wenn es 70% sind – Schlimm genug – Man wird es ja in ein Paar Tagen ausrechnen können!

      Der Segelsport wird professioneller, Sponsoring-Profis aus anderen Sportarten werden angestellt um z.B. die World Match Racing Tour besser zu organisieren, dann wird auf der anderen Seite der Americas Cup, der angebliche die wichtigste Trophäe in unserem Sport ist so schlecht gemanaged.

      Auch wenn Mascalzone als Challenger of Record natürlich mitsprechen kann, und deshalb etwas selber Schuld ist können manche Grundsätze einfach nicht geduldet werden:

      Wie kann man das Boot vor dem Austragungsort bekannt geben?
      Jeder der eine kleine Idee von Sportsponsoring hat weiß, dass der Austragungsort das wichtigste am ganzen Deal ist.
      Wenn man das Format grundlegend ändert, kann man die Meldefristen nicht so kurz machen, dass es keinem Team gelingt Sponsoren zu finden.
      Das Geld lag ja noch nie auf der Straße, jedes potentielle Sponsoren Gespräch muss Wochen (teilweise Monate) vorbereitet werden!
      Sowas sollten auch Russel Couts und Larry Ellision wissen und sich zu herzen nehmen! Vor allem wenn man damit wirbt, den Americas Cup “offener” zu gestalten.

      Vom Boot wurde zwar “outside the box” gedacht (nicht unbedingt postiv), alles ander ist ein Missmanagement was der Steinzeit entspricht, wenn man den 32. Ac als Vorlage nimmt!

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  4. avatar Jan sagt:

    ist euch bewusst, dass hier 2% der Segelwelt gegen 98% andiskutieren wollen 😉

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    • avatar bowman sagt:

      Yip … wenn die Segelwelt aus 300 AC-arbeitslosen italienischen Seglern und Shore Crew besteht.

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  5. avatar future sagt:

    wer sich heutzutage noch ernsthaft mit dem ac beschäftigt, hat einfach den schuß nicht gehört. sorry, aber das ding ist schon seit jahrzehnten tot. mit der “krone des profisegelsports” hat das doch überhaupt nichts zu tun.
    laßt doch die beteiligten firmen damit ein paar schöne bilder für die nächste marketingkampagne produzieren. ambitionierte segler, ob profi oder hobbysegler, beschäftigen sich schon lange mit anderen klassen und formaten. 😉

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  6. avatar Sven sagt:

    War doch jahrelang nett mit anzusehen wie einige reiche ihre Kohle genutzt haben um auf dem Wasser “intime körperteile” zu vergleichen!
    Und nun sind wenige,die jahrelang von den Ego der geldgeber gut gelebt haben,beleidigt das sie nun nicht mehr dabei sein dürfen………….
    Für 98% aller segler bleibt es ein traum mit ihrem hobby geld zu verdienen…………was beschwert der sich !

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  7. avatar Plan B sagt:

    @bowman: Worauf schüsselst Du eigentlich so auf dem Wasser rum? Frag doch nochmal Jochen Schümann oder Ainslie, was Sie zu dieser Debatte denken. Auch ist ein gut aufgestelltes Deutsches Team zu schlichten Zuschauern degradiert worden. Nicht wirklich förderlich für den deutschen Segelsport, insbesondere im heimischen Land.
    Na immerhin, jetzt sind mehr Rümpfe, mit weniger Seglern und mit noch weniger Segeln unterwegs …. mit ähnlichen Budgets wie vorher…ach ja, ich verstehe der Segelsport sollte ja einfacher, telegener und verständlicher werden…
    @Backe:recht hast Du!

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    • avatar bowman sagt:

      Regatta Mono, selbst denke ich ernsthaft über einen Tri nach, obwohl ich glaube, das tut nichts zur Sache. Es geht um den AC. Und da ist – Mono oder Kat- UITG aus dem Spiel, weil weder UI noch 1&1 in den USA einen Markt haben, hat zumindest Michael Scheeren so gesagt, wird aber nie zitiert, weil es ja viel einfacher ist und im Moment wohl richtig populär auf dem bösen, bösen Larry und seinem Handlanger RC rumzuhacken, der auf einmal überhaupt keine Ahnung mehr hat vom Segeln.

      Übrigens: der AC ist keim Programm zur Förderung des deutschen Segelsports, es ist ein Duell – zwischen dem, der ihn hat, und dem, der ihn will – und wer die Regeln ändern will, muß ihn sich holen. Und weil es so simpel ist, nur deshalb gibt es ihn noch, und es wird ihn noch lange geben.

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      • avatar Backe sagt:

        Falsch! Der Wahlspruch heißt nicht, “wer den Cup haben will, muss ihn sich holen”, sondern “…kann ihn sich kaufen”. Denn nichts anderes hat FUCK YOU – LARRY getan. Er hat eine hohe zweistellige Millionensumme in Anwälte investiert, die ihn ohne das von Dir erwähnte Seglerische Duell zum Herausforderer gekührt haben, und ihm dann auch noch seine dreibeinige Giga-Motte hinprozessiert haben.
        Also alles frei dem Wahlspruch “Isch scheiß Disch zu mit meine Jelt!” (M.Adorf in Kir Royal)
        Schade. Nach dem vorletzten Cup haben viele viele Leute guten Grund zur Hoffnung gesehen, dass sich das ändern könnte.
        Unbestreitbar – auch von Dir – dürfte sein, dass der Cup von 2007 soviel mediale Aufmerksamkeit generiert hat wie keiner zuvor und – wenn das, was Du als “völlig normal” bezeichnest, weiter praktiziert wird – auch keiner mehr danach.

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        • avatar stefan sagt:

          …das ist doch Unsinn, wenn du dier die 160 Jahre Cup-Historie anschast, dann hat es ind der Mehrzahl der Austragungen immer diesen juristischen Hickhack gegeben. Das ist ganz normal für eine DOG-Herausforderung, da die beiden Kontrahenten ja nicht in Hinblick auf die Ausrichtung an einem Strang ziehen.

          …Alinghi hat die Entwicklung eine gleichwertigen Bootes einfach verschlumpft, weil DIE sich eben zu sicher waren, das sie mit ihren juristischen Hickhack durchkommen. BOR ist zweigleisig gefahren und hat frühzeitig angefangen das bessere Boot zu entwickeln.

          …und zu 2007: der AC in 2007 hat deshalb so viel Aufmerksamkeit (in Deuschland) hervorgerufen, weil er zum ersten mal in Europa ausgetragen wurde. Nicht weil so viele Team dort waren, oder weil der Event so toll war …..die Events vorher in NZL, den USA und AUS waren genauso “toll”, nur hat sich hierzulande niemand für die Berichterstattung interessiert.

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          • Es gab doch nur zwei DOG Herausforderungen in den letzten 20 Jahren.

            Zwischenzeitlich hat man doch ein recht gutes Verfahren von fairen Regatten entwickelt.

            Außerdem hat man ein Boot entwickelt, was technisch anspruchsvoll war aber auch für den Zweck (Match Race) ideal geignet war.
            Das Schiff hat sich von J-Class über 12er nach dem Missmatch 88 dann zu den IACC entwickelt, die ideal zum Match Race funktionieren – was ja keiner bezweifeln kann.

            Es wird ja oft vom Sprung Fahrrad auf Motorrad gesprochen – Ich würde den Vergleich Go-Cart auf Formel 1 in erwegung ziehen.
            Klingt gut in der Presse, wenn man allerdings den Rennkurs nicht ändert ist ein Formel 1 Wagen auf der Go-Cart Strecke so gut wie eine Kuh auf dem Mond.

            Der AC 2007 war ja nicht nur in Deutschland sondern weltweit recht erfolgreich. Richtig, wir Deutschen haben uns für Team Germany intressiert, es gab aber auch andere Teams aus Südafrika und China, die den Sport in Ihr Land gebracht haben.

            Außerdem gab es Copertive Teams wie Emirates Team New Zealand, die nicht von reichen Eignern unterstüzt wurden.
            Man kann argumentieren, dass man das traditionell soundso nicht will (Americas Cup könnte ein Spiel der reichen Eigner sein), dann ist man aber nicht Fortschrittlich sondern macht einen Rückschritt in die Zeit wo im weißen Kittel auf J-Class gesegelt wurde.

            will man das?

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  8. avatar Plan B sagt:

    @Stefan:Und weil der AC so ist wie er ist, bleibt er auch so wie er ist. Wir, die interessierten Segler, warten vier Jahre auf interessante News aus der Seglerwelt und wichtige Sponsoren investieren in andere Projekte. Hut ab, echt gut gelöst, Super! Ich bleibe dabei: Money rules the World ist in Verbindung mit einem derartigen Machtbedürfniss einfach der Topkiller für eine derartig lässige Serie, in der weitaus mehr für den Segelsport getan werden könnte, Weltweit. Ist doch kein Wunder wenn einige Zeitgenossen gern Sex Wax unters Heck des Herrn F…y.. L.Ellison schmieren würden 😉

    Ach ja, in Aegypten haben Sie F…y.. Mubarak mehrheitlich abgesetzt, geil, oder?

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    • avatar stefan sagt:

      Money rules the world?….ja, aber nicht um jeden Preis.

      …alle sind immer so begeistert vom AC in 2007, sorry, aber was war bei dem anders oder besser als bei den Events vorher? Ausser das wie Bruno Trouble so schön in dem Interview (s.u.) sagte: “Ja, es gab in Valencia sehr viele Besucher und Zuschauer, aber die meisten davon liefen mit Eiscreme in der Hand durch den Hafen und staunten, aber nur die wenigsten interessierten sich wirklich für das Segeln.”
      …auch die Aussage: “Wir (Louis Vuitton) haben beim letzten Cup in Valencia sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Plötzlich drehte es sich ausschließlich darum, mit dem America’s Cup möglichst viel Geld zu verdienen. Die Tradition des America’s Cup war verloren gegangen, es gab keinen Respekt mehr für diese wunderbare, historische Sporttrophäe.

      …ich erinnere mich, das der LVC in 2000 und 2004 deutlich spannender war, als das was in Valencia gesegelt wurde. Was aber hauptsächlich am Revier lag. In Valencia lief es doch zumeist über die selbe Seite. Auch hatten die vielen Act Veranstaltungen (mit Alinghi) die ganzen Spannung herausgenommen, wie gut der Cupverteidiger aufgestellt ist, das hatte in der Vergangenheit ja schon öfter zu Überraschungen geführt.

      …das ganze Interview mit Bruno Trouble ist beim Segel Journal zu finden:
      http://www.segeljournal.com/americas-cup/51-das-ist-nicht-mehr-der-americas-cup.html

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