Ausrüstung: Rettungswesten-Update – Wie Artemis sich gegen neues Unglück wappnet

Wichtige Weste

Das Artemis America’s Cup Team hatte 2013 den Tod eines Seglers zu beklagen. Mit einer Multifunktionsweste soll der Simpson-Unfall nicht mehr möglich sein.

Gerade ist der neue AC50 Cupper vom Oracle Racing Team in Bermuda mit 48 Knoten Speed bei 18-20 Knoten Windgeschwindigkeit gemessen worden. 50 Knoten werden sicher noch überschritten. Nicht auszudenken, was passiert, wenn die Katamarane mit diesem Speed schwer kollidieren, oder wenn Materialfehler zu Kenterungen führen.

Sauerstoffversorgung aus der Weste für den Fall der Fälle.

Das ist dem Artemis 2013 passiert, als sich der 72-Fuß-Katamaran zusammenfaltete und Andrew Simpson einklemmte. Für den Briten kam jede Hilfe zu spät. Und dieses Ereignis steckt immer noch in den Köpfen vieler America’s Cup Segler.

Die Analyse des Unfalls hat zu vielen Sicherungsmaßnahmen geführt. Schon die geringere Größe der Boote sorgt für eine Verminderung der Gefahr. Bei einer Kenterung stürzen die Segler nicht aus so großer Höhe ab. Aber die größte Angst besteht davor, unter dem gekenterten Multihull begraben zu werden. Dann ist insbesondere der Auftrieb der Rettungsweste hinderlich.

Artemis-Spezialist Julien Cressant stellt die neue Weste vor.

Das neue Kleidungsstück des schwedischen Cup-Teams soll eine Antwort auf die meisten Unglück-Szenarien haben. Es kann schnellstens abgelegt werden, ist aber auch mit zwei Messern ausgerüstet, mit denen das Trampolin von unten aufgeschlitzt werden kann, um den Weg zur Luft freizumachen. Darüberhinaus verlängert ein schnell zugängliches  Beatmungsgerät die Überlebenszeit unter Wasser. Rückenprotektoren schützen gegen heftige Aufprall-Blessuren.

Die größte Gefahr scheint aber, vom eigenen Boot überfahren zu werden. Nicht auszudenken, was dann passiert. Dagegen hilft auch die Weste nicht. Wer hätte gedacht, dass beim Segeln einmal eine solche Ausrüstung nötig sein würde. Man kann nur sagen: Hoffentlich geht alles gut.

Auch Musto denkt in die neue Richtung stellt seine Protektor-Einlagen vor, die im Neoprenanzug getragen werden. Sie schützen beim Highspeed-Dinghy-Segeln:

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Carsten Kemmling

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