Barcelona World Race: Jörg Riechers in den Roaring Fourties und im ZDF

"Faszinierend hier"

ZDF-Mitschnitt von den 19h-heute-Nachrichten

Jörg Riechers und Sebastien Audigane melden sich aus dem Southern Ocean. Sie segelt hart an der Eisgrenze entlang und Riechers übt für das Vendee Globe.

Jörg Riechers

Renaul Captur beim Barcelona World Race.

Wir sind vor zwei Tagen in den Roaring Forties angekommen. Der Schnitt hätte nicht härter sein können – an einem Tag noch Raumschots mit 22 kn Wind und Spi bei 30 Grad segeln. Ein Tag später segelt man in einer antarktischen Kaltfront mit bis zu 35 kn bei nur 10 Grad.

Dann natürlich auch noch Reaching, damit man, wenn man an Deck ist, auch maximal viel kaltes Wasser  mit High Speed ins Gesicht kriegt. Trotzdem faszinierend hier, die Wellen sind wirklich hoch und wir haben die ersten Albatrosse gesehen.

Das sind jetzt schon 25 Tage auf dem Meer, ist mir noch gar nicht so aufgefallen, da so viel zu tun war (leider mehr als nötig) also werden die nächsten 60 Tage auch schnell vorbei gehen.

Die aktuelle Situation beim Barcelona World Race

Die aktuelle Situation beim Barcelona World Race

Als nächstes steht der Indische Ozean an, das härteste Meer der Welt mit seinen chaotischen Wellen und starken Winden, das wird hart werden. Aber das ist ja auch ein Grund für diese Regatta hier – alles kennenzulernen, um perfekt auf das Vendee Globe vorbereitet zu sein.”

Co Skipper Sebastien Audigane erzählt: “Es ist sehr kalt im Land und die Albatrosse sind faul an diesem Morgen. Ich habe einige Schwierigkeiten beim Schreiben während die See das Boot in alle Richtungen bewegt. Es ist so als wenn der Co Pilot von Sebastien Loeb während der Rally einige Wörter schreiben will. Er könnte wohl krank dabei werden.

Spur im Southern Ocean

Spur im Southern Ocean

Wir segeln hinter einer Kaltfront, die über uns passiert ist. Und gestern Abend haben wir zwei Reffs in das Groß eingebunden. Das war gut, denn der Wind nahm schnell auf 35 bis 40 Knoten zu.

Immer mehr wird das Boot von der Kälte umschlossen und wir tragen unsere wärmsten Sachen. Jörg scheint es in den Vierzigern sehr gut zu gehen. Besonders weil er während seiner Wache unseren internen Distanz Rekord gebrochen hat.

Gestern haben wir plötzlich ein Fischerboot gesehen. Plötzlich war es die ganze Nacht in Radar und AIS Reichweite. Auch hier unten muss man immer aufpassen. Wir halten unseren Speed zwischen 16 und 24 Knoten. Das kann bei einer Kollision einen großen Schaden geben. Eine harte Woche liegt vor uns. Aber genau deshalb sind wir hier”.

Barcelona World Race Tracker

Seb Audigane bei der Arbeit im Cockpit.

Seb Audigane bei der Arbeit im Cockpit.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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