Barcelona World Race: Rätsel um gebrochenes Furler Stag – Split an der Spitze

"Was hätten wir anders machen sollen?"

Barcelona World Race

Einsam in den Sonnenuntergang. Die Barcelona World Flotte segelt weit auseinander. © Gilles Martin-Raget/BWR

Beim Barcelona World Race zerbricht sich Alex Thomson den Kopf, wie der Mastbruch hätte verhindert werden können. Ein Motorboot hat “Hugo Boss” Sprit gebracht.

Hugo Boss

Alex Thomson und Pepe Ribes sind wieder an Land. © Hugo Boss

Alex Thomson und Pepe Ribes sind in Salvador de Bahia sicher an Land gekommen. Nach dreieinhalb Tagen unter Motor und einem Nachtank-Stopp von einem organisierten Motorboot ist die havarierte “Hugo Boss” im brasilianischen Hafen vertäut.

Dabei grübelt Thomson immer noch, wie das Unglück passieren konnte. Ein Stahlstift, der das Vorstag mit der Rolltrommel verbindet, war gebrochen. “Wir haben genau dieses Teil in den Monaten vor dem Rennen von dem Ausrüster prüfen lassen”, sagt Alex Thomson.

Das Material sei eigentlich aus dem richtigen Material gemacht. “Aber wir müssen das Bruchstück von einem Metall-Spezialisten ausgiebig untersuchen lassen. Ich weiß nicht, was wir in der Vorbereitung hätten anders machen können. Es geht um ein Metall-Stab mit immerhin 22 Millimeter Durchmesser.”

Nun richtet sich der Fokus des “Hugo Boss” Teams auf das neue Boot, das in diesem Jahr schon bei den zwei Atlantik Regatten TJV und B2B starten soll.

Riechers kämpft um Anschluss

Großer Split. Bernhard Stamm (gelb) mit der Abkürzung. "Neutrogena" bevorzugt den langen, schnellen Weg gen Süden.

Großer Split. Bernhard Stamm (gelb) mit der Abkürzung. “Neutrogena” bevorzugt den langen, schnellen Weg gen Süden.

Durch das Ausscheiden des Rennfavoriten ist die Luft etwas raus aus dem Barcelona World Race, denn auch Jörg Riechers schafft es nach einem Schaden an den Mastrutschern und dem bisher unvorteilhaften östlichen Kurs noch nicht, Boden gut zu machen.

Dar Abstand zu seiner alten “Mare”, die inzwischen von Bernard Stamm gesegelt wird, beträgt gut 600 Meilen und zur deutlich südlicher segelnden “Neutrogena” schon 800 Meilen.

Die beiden Boote an der Spitze haben sich zu einem erstaunlichen Split entschlossen. So versucht Stamm eine Abkürzung auf dem direkteren Weg Richtung Kap der Guten Hoffnung, während Altadill/Munoz den klassischen langen aber schnellen Weg tief in den Southern Ocean bevorzugen. Der Querabstand beträgt schon 375 Meilen. Es wird spannend. Wer liegt am Ende richtig?

Barcelona World Race Tracker

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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „Barcelona World Race: Rätsel um gebrochenes Furler Stag – Split an der Spitze“

  1. avatar jorgo sagt:

    Mein Tip: der lange Weg wird sich am Ende auszahlen.
    Das ist wie an Land: Den kurzen Weg über die Dörfer tingeln ….. oder einen Umweg auf die Autobahn …und dann Vollgas!

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  2. avatar Bruhns sagt:

    Kleiner Tipp am Rande – je südlicher desto kürzer….Die Erde ist eine Kugel auch wenn die Projektion das in Puncto Distanzen nicht wiedergeben kann.

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