Bavaria B/one: Neues Sportboot aus Giebelstadt für 27.250 Euro

Auf die Stückzahl kommt es an

B/one, das neue Sportboot von Bavaria. © Bavaria

Große Ankündigung in Düsseldorf. Bavaria kommt mit einer sieben Meter Sportboot-Glitsche für drei bis vier Personen auf den Markt. Die B/one soll am Wind 32 Quadratmeter tragen und raumschots mit einem 46 Quadratmeter Gennaker beschleunigt werden. Das Gewicht beträgt eine Tonne, der Preis 27.250 Euro.

Es ist sicher eine gute Nachricht, dass sich die größte deutsche Werft dem Sport-Segment annimmt aber auch durchaus erstaunlich. Es gibt ja durchaus das eine oder andere Produkt in dieser Niesche. Melges 24, J80, Laser SB3, Streamline, Longtze, CB66, Skippy 750, Seascape 18 und viele andere.

Die Gibelstädter wollen sich mit dem neuen Sportboot einer jüngeren Zielgruppe annähern und investieren ein sportlicheres Image. Das war mit der Bavaria Match Linie vor einigen Jahren nur mäßig erfolgreich, könnte jetzt aber mehr Erfolg versprechen.

Schnittiges Sportboot von Bavaria, das problemlos getrailert werden soll. © Bavaria

Bei den eher auswechselbaren Schiffen im Sportboot-Segment kommt es weniger auf absolute Performance an als auf Stückzahlen. Die von Farr Design gezeichnete B/one wird sicher ordentlich segeln – der Prototyp ist gerade im Bau – aber am Ende ist die absolute Leistung relativ unwichtig.

Es zählt die Größe der Flotte. Erst wenn es Bavaria schafft, tatsächlich genug Schiffe in den Markt zu drücken, wird die neu geschaffene Klasse attraktiv. Der Plan für eine aktive Regattaklasse ist jedenfalls gefasst. Eberhard Magg will sich am Bodensee mit seinem Match Race Center darum kümmern. 25 Schiffe sollen im ersten Jahr produziert werden.

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Carsten Kemmling

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25 Kommentare zu „Bavaria B/one: Neues Sportboot aus Giebelstadt für 27.250 Euro“

  1. avatar Christian sagt:

    wie ist denn der Kiel befestigt?

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  2. avatar Seven sagt:

    Na wie wohl…ist ne Bavaria , er lässt sich leicht abreissen!

    (ja,Ich weiß , ein bisschen platt und reißerisch , aber mal ehrlich, wer hätte denn da widerstehen können)
    🙂

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    • avatar Alex sagt:

      Oh, dann ist Rambeler auch ne Bavaria? 🙂

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      • avatar HH sailing sagt:

        Rambler ,nicht rambeler… Und zudem hat Seven recht. Dieses Image von Bavaria wird nie wieder verschwinden. So günstig wie die sind, können sie auch keine Qualität bieten. Deren Motto ist Quantität statt qualität !

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        • avatar Alex sagt:

          Ok, ein „e“ zu viel, aber Du hast sofort gewusst wen ich meine.

          Die Entwicklungskosen für einen Kleinkreuzer sind fast gleich hoch wie für ein Schiff mit 35 oder 40 Fuß. Diese Kosten müssen über den Verkauf wieder rein.

          Bavaria baut in Serie am Fließband und kommt so zu einem günstigen Herstellungspreis, dadurch erhöht sich das Käuferinteresse und der Anteil der Entwicklungskosten je Einheit wird geringer.

          Wer gelegentlich Testberichte liest, wird feststellen dass Bauqualität losgelöst vom Preis ist. Wäre Bavaria tatsächlich so mangelhaft wie oft dargestellt, würden sie sicher nicht so viele Boote verkaufen.

          Ich jedenfalls segele keine Bavaria und kann mir daher über die Bauqualität von Bavaria kein Urteil erlauben.

          Ein Bekannter von mir hat ebenfalls den Kiel seiner Esse 8.50 bei Sturm verloren und ist beinahe abgesoffen.
          Und die Esse ist bei leibe kein Schnäppchen. Die Unfalluntersuchung hatte ergeben, es wurden zu kurze Kielbolzen verwendet.

          Wurde die tatsächliche Ursache von dem damaligen Unfall je geklärt? Ich habe da nur noch was im Kopf mit einer möglichen, vorangegangenen Grundberührung die dem Betreiber nicht angezeigt wurde. Wenn das so war, ist dann die Werft schuld?

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          • avatar Christian sagt:

            Das Schlimme am Kielverlust der Bavaria Match war nicht nur das (tödliche) Ereignis als solches. Schlimm war vor allem das Verhalten von Bavaria: Alle Mitverantwortung abstreiten, kritische Medienberichterstattung verhindern usw. Jahrlang boykottierte Bavaria die Zeitschrift Yacht mit ihren Anzeigen, nur weil die sich erdreistet hatte, halbwegs kritische Artikel zum Thema zu publizieren. Der als Rumpelstilzchen bekannte Ex-Geschäftsfürher W. Herrmann ist zwar längst abgelöst, aber was er angerichtet hat, war ein Mega-GAU, von dem die Werft sich bis heute nicht ganz erholt hat. Mal sehen, ob sie daraus gelernt haben.

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          • avatar Alex sagt:

            @Christian, ich weiß schon dass da einiges auch von Bavaria nicht sauber war, aber weil ich eben diesen Fall nicht genau verfolgt habe und daher auch nicht weiß was da gelaufen ist, halte ich mich mit Aussagen darüber zurück.

            Ich halte nichts von platten Pauschalverurteilungen wie oben, die möglicherweise bei Stammtischdiskussionen und Weitererzählungen entwickelt wurden.

            Sehen oder besser hoffen wir mal dass sie gelernt haben.

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  3. ….”noch ein Sportboot” …. wieder mal eine “Große Ankündigung” ……als wenn es das in den letzten 15 Jahren nicht immer wieder gegeben hätte.

    …zugegeben, hier kommt ein “Kampfpreis”, denn die aktuelle Konkurrenz ist weit aus teurer. Aber es hat sich doch in den letzten Jahren gezeigt, das die wirklich funktionierenden Klassen die sind, die auch international funktionieren. Und da sind dann 10.000 Euro mehr für ein Boot, in dem ich Felder von 40 Booten und mehr auf Veranstaltungen finde, kein ko-Kriterium.

    …schöne Idee von Bavaria, auch sicherlich ein interessantes Boot, aber sicherlich 10 Jahre zu spät um gegen die Felder von J80 und Melges 24 einen wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen.

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    • avatar wau sagt:

      Naja,…die größten Felder haben in der Klasse in Deutschland meines Wissens dann wohl die J24 !

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  4. avatar Alex sagt:

    hier ne kleine Liste von ORC-Sportbooten http://sportboot.wordpress.com/uber-uns/typische-sportboote/ . Sind nur 84 Stück.
    Das Konzept ist zu schwer oder fürs Gewicht zu wenig Segelfläche.
    2 Schlafplätze für die junge 3-Mann Crew? Junge Familie? Junge Leute kaufen sich doch eher eine gebrauchte mit bestehender Klasse oder etwas mehr Wohnkomfort für die Familie.
    Die Älteren setzen sich mit ner Esse 8.50 ab.
    Die Longtze ist nicht viel teurer und hat viele Eigner die vorher was Größeres hatten. Und die schaffen keine 25 Einheiten.

    Diese Idee hatten schon viele. Nur wenige haben sich durchgesetzt. Die wo sich tendenziell durchgesetzt haben sind entweder radikal für Racing wie die Longtze und Laser SB3 oder haben einen wesentlich höheren Wohnkomfort und auch nicht langsam wie eine Elan 210 oder Skippi 750.

    Ich denke, das Projekt ist am Markt vorbei konzipiert und wird sich nicht durchsetzen.

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  5. avatar Honk sagt:

    Wie Carsten schreibt kommt es ganz darauf an, ob es die Werft schafft, mit was auch immer für Incentives genug Boote in den Markt zu drücken. Daß das mit dem Backing einer großen Werft gelingen kann hat der Laser SB3 zuletzt bewiesen.

    Ob der Markt noch ein neues Sportboot braucht, bezweifle ich auch stark, zudem wo mit der J70 ein weiteres Sportboot einer großen Werft demnächst auf den Markt kommt.
    Ende der 90er und Anfang der 2000er gab es noch eine “Sportsboat” KV, die neben den One Design Regatten der einzelnen Klassen ALLE Sportboote vertreten hat und Regatten auf Vergütungsbasis organisiert hat. Hierdurch wurde damals ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl der Sportboote gefördert und wir haben seinerzeit Meisterschaften mit 40 und mehr Schiffen und bis zu 10 Designs gesegelt. Anscheinend gibt es diese KV nicht mehr, zumindest ist sie nicht mehr auf der DSV-Seite aufgeführt.

    Heute jagen sich die Sportboote (vor allem Platu25, J80, Melges24 und Laser SB3) gegenseitig die Crews ab und keines setzt sich wirklich mit großen Feldern (>30 Schiffe) durch. Einzig die schon etwas betagte J24 kommt an diese Zahlen ran, was meines Erachtens nicht unbedingt an dem überragenden Segelspaß dieser Konstruktion gegenüber z.B. Platu25 oder Melges24 liegt, sondern daran, daß sie billig ist, in den Vereinen (Zumindest in Hamburg und Umgebung) junge Crews konsequent in diese Klasse geleitet werden und vor allem auch eine ganze Anzahl Damencrews einen nicht zu vernachlässigenden Sog auf die junge männliche Segler ausüben.

    Interessant finde ich, daß trotz des allgemein propagierten Trends in Richtung Gennacker die beiden Klassen mit den größten Feldern in Deutschland (J24 und Platu25) mit Spi gesegelt werden und anscheinend vor allem die Segeljugend es nicht nur unbedingt einfacher, sondern eher anspruchsvoll mag.

    Ich glaube, die Kollegen von Bavaria haben sich den Markt genau angesehen und überlegt, wo genau die Lücke ist:
    einfach aufzubauen und slipbar durch Hubkiel (im Gegenteil zu Platu25, J80, J24), nur 3 Mann Crew (ggü. 5-6 bei Platu25 oder J24) und preiswert (ggü. Esse 850, J80 und Melges24). Somit kann ich mir schon vorstellen, daß Bavaria zumindest lokal (Bodensee) erfolgreich sein kann. Auf der anderen Seite gibt es auch genug Beispiele für Sportbootklassen, die sich nicht durchgesetzt haben, oder wieder verschwunden sind, auch wenn sie von großen Werften gepusht wurden (J22, 8MOD, Beneteau 7.5, Brenta 24, T-Boats etc.).

    Harry
    Team Honk GER-141 Platu25

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    • avatar Alex sagt:

      @Honk, gerade am Bodensee sehe ich keinen Erfolg. Die Klassen bringen meist nur 5-6 Schiffe auf die Bahn. Die Ausnahme ist der UBS Sportboot-Cup in Kreuzlingen. Der wird von den Melges24, Longtze, Esse 8.50 und wenn keine Terminüberschneidung noch von der Onix domminiert. Das gesamte Starterfeld ist dann aber auch nur bei 40-50 Schiffen. Von den Scholtz 22 gibt es ca. 15 St. am See und die gehören alle dem Schattmeier. Nur Eine hat einen Messbrief.

      Wir haben uns für 2012 zum Ziel gesetzt, die Sportboote vom Bodensee etwas abgesprochen auf die Bahn zu bekommen http://sportboot.wordpress.com/und http://de-de.facebook.com/#!/groups/257524674277958/ .
      Wegen mangelnder Absprache kommen bisher oft nicht einmal genügend Boote zur Bildung einer Gruppe.
      Wenn nicht Herr Magg einige kauft bezweifle ich dass mehr als 1 Boot pro Jahr an den Bodensee kommt.

      Ich sehe derzeit als einziges Boot mit Klassenpotential die Seascap27. Die ist bis ins Detail super pfiffig, wird mit Sicherheit recht schnell, Trailerbar und Wohnkomfort. Die Pinnen / Traveler –Anordnung muss noch überarbeitet werden (ok, kost das Doppelte). Die Achambault ist zu fett und schwer. Die Esse 7.50 zu teuer für das gebotene.

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    • avatar Christian sagt:

      @Honk und Alex: Vergesst die Streamline nicht. Sie seglerisch von allen genannten das überzeugendste Boot (alledings auch radikalste, da mit Trapez). Eine modernisierte Streamline mit Kohlemast, Fathead-Groß und Masttopp-Gennaker wäre das Nonplusultra 😉

      Ich sehe auch keinerlei Bedarf für das neue Bavaria-Projekt. Es gibt wahrlich genug Marktübersättigung im Sportbootbereich. Zumal die B/one nichts Innovatives zur Weiterentwicklung von Design und Bootsbau beiträgt. Sicher hat Bavaria das Recht, sein Kuchenstück vom Markt abbekommen zu wollen (wobei sich mit dem Projekt ziemlich sicherlich nicht schwarze Zahlen schreiben lassen werden; es geht wohl eher um Imagepflege).

      Aber die avisierte Kundschaft hat auch das Recht, sich auf einige wenige eingeführte und bewährte Klassen zu beschränken. Klug wäre das allemal.

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    • @Honk

      …keine großen Felder?

      J 80 worlds 2011 (Kopenhagen, DK) -> 67 Schiffe (14 Nationen)
      http://www.worlds.kdy.dk/uploads/resultat_endelige%5B1%5D.pdf

      J 24 worlds 2010 (Malmö, SWE) -> 55 Schiffe (13 Nationen)
      http://www.j24worlds2010.com/Resultat/Results%20as%20of%2010%20races%20rev.pdf

      Platu 25 worlds 2010 (Alicante, ESP) -> 66 Schiffe
      (Ergebnisse hab ich nicht mehr gefunden)

      Auf Ergebnisse aus 2011 bin ich z.T. nicht eingegangen, da die Events an Orten stattfanden, die unattraktiv für große Felder waren (Argentinien, Traunsee AUT).

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  6. avatar Friedrich sagt:

    Ich kann auch nicht verstehen, was de Bavaria-Leute reitet, noch ein 7m Sportboot zu installieren, dass nichts neues bietet. Woran es fehlt sind doch bezahlbare Anschlussgrößen, also reine Regattaschiffe auf dem Weg zum Big Boat. Wo sind die modernen bezahlbaren 33-Füßer oder 40-Füßer, mit denen man Klasse oder vermessung segeln kann? Die einuzigen, die sowas anbieten, sind Archambault. Haben aber in Deutschland keinen rechten Stand. Bavaria könnte eine B/2 und eine B/3 in diesen Größen für sagen wir 70 TEURO und 120 TEURO anbieten, Farr Design dazu, Großserienproduktion, fernünftige einfache Ausstattung.

    In der Größe gibts doch kaum was, was Clubs oder Privatleute bezahlen können, außer Gebrauchtbooten. Sollen die Flotten denn ewig aus X-99 oder X-332 bestehen, die mit modernem schnellen Dickschiff-Segeln gar nichts zu tun haben?

    Von den 7m Böötchen gibt es wahrlich genug, damit wird Bavaria keinen Blumentopf gewinnen.

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  7. avatar Holger sagt:

    Moin Leute
    bin ja nun wahrlich eher der Jollensegler, aber weiss denke ich ziemlich genau wo die Problematiken mancher Klassen liegen und alle werden halt jedes Jahr auch 1 Jahr älter und für die ganzen Jollensegler der Generation im Altersegment ab 40 aufwärts kam halt leider der Fortschritt der Skiffklassen zu spät und man kann die jetzige Jugend beneiden, daß die halt alle Optionen haben während davor halt 30 Jahre wenig passiert ist.

    Sehe da gute Optionen wenn Bavaria sehr identische Boote baut, gute Hardware montiert, vernünftige identische Segel hat und sich schnell eine hinreichend große Stückzahl und passender Orga Background etabliert und Ebse Magg und das Match Center usw. das noch in der Saison 2012 jetzt schnell gut organisiert aufstellen.
    Ein vernünftiges, einfach zu bedienendes 7 Meter Boot das man zu dritt segelt (am Mittwochabend auch mal zu zweit bei Clubregatta segeln kann, da Gennaker aus Gennakersack fahrbar ) und weniger Crewprobleme macht als andere Klassen und das Schiff dann kaum mehr als neuer 505er von uns und deutlich weniger als neuer FD kostet, da sehe ich durchaus Segler im Alterssegment 40-65 für die das eine passende Option im Bereich
    Cruiser/Racer ist. Hubkiel ist ein Muss wegen trailern und Handling und das wurde ja umgesetzt.
    Melges 24 ist Superboot und macht extrem viel Spaß, aber das ist völlig anderes Klientel und Niveau und sehr aufwendig und teuer wenn man halbwegs mitspielen will, andere erwähnte Bootstypen sind entweder schon überholt oder zu klein.
    Viel Erfolg – vielleicht geht es gut los und ihr schafft es schnell aktive Gruppe aufzustellen, denn genau diese noch ernsthaft aktiven Segler von 40-60 brauchen auch die Clubs, denn das sind Leute die auch eine Funktion im Club gut ausfülllen können, keine Fahrtenseglers sind und selber lange und immer noch um die Wette gesegelt sind.
    Solche Leute fehlen halt leider in so vielen Clubs als Aktivposten.

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  8. avatar AST sagt:

    Sieht aus wie eine Banner 2.0, aber das ist schon über 29 Jahre her….
    Vielleicht sollte ich die Banner 23 als Alternative auch wieder aufleben lassen, Preislich dürfte man auch dort so landen….
    Liebes Bavaria Team, vielleicht Interesse an den Banner 23 Formen?

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  9. avatar Sportbootsegler sagt:

    Mal ein paar emotionslose Feststellungen:
    a) Ein Schiff mit 7m und 1000kg ist streng genommen heutzutage kein Sportboot mehr.
    b) Sportboote gibt es wie Sand am Meer, das Konzept hat nichts besonderes und es gibt daher eigentlich keinen Grund, sich für ne B/one zu entscheiden.
    c) Für ein neues Boot eines bekannten Herstellers ein ziemlich billiger Preis (wundert aber auch bei 1000kg nicht).
    d) Die Selbsteinschätzung in der Pressemitteilung bezüglich Melges 24 ist peinlich.

    Was kann also das eigentliche Ziel des Bootes sein? Meiner Meinung nach wohl kaum die Etablierung einer Klasse, bei denen klassisch ein Eigner die Kiste kauft. Sondern viel mehr
    d) der Charter-Markt. Es gibt für Sportboote keinen richtigen Chartermarkt. Ob es dafür Interessenten gibt – keine Ahnung. Aber wenn man mal rumgooglet, dann ist das Angebot (vorsichtig ausgedrückt) ausbaufähig.
    e) Event-Flotten. Gerade solche Veranstaltungen wie der BMW Sailing Cup etc benötigen eine Vielzahl von baugleichen Booten, die billig, robust und von dem Kundenkreis beherrschbar sind. Also so ein bißchen Schaf im Wolfspelz.

    Ich kann mir vorstellen, dass ein Herr Magg auf der Suche nach einem Nachfolgeboot für die altehrwürdige FC 7.5 ist/war. Da hat er dann auch mal bei seinem langjährigen Partner Bavaria angeklopft und die haben ihm schnell mal was zusammengeschustert. Nett anzuschauen, nicht zu aggressiv, robust und günstig in Anschaffung und Unterhalt. Jetzt wird von Seiten des Herstellers noch ein bißchen geklappert, vielleicht verkauft man ja noch 1-2 Einheiten, die auf das Getrommel “reinfallen”. Warum auch nicht?

    Vielleicht hat die Offensive der” Bajuwaren” auch einen positiven Nebeneffekt und die wirkliche, oben bereits erwähnte Sportbootsegelei rückt ein bißchen mehr in den Fokus. Man kann sich doch über jeden Charterer, der mal Sportbootluft schnuppert (und dem es dann wahrscheinlich gut gefällt), nur freuen.

    Also liebe Bavaria: Ich wünsche Euch, dass hier es schafft, ein ernsthaftes Boot auf den Markt zu bringen, das möglichst vielen jungen und alten Seglern einen guten Einstieg in die tolle Welt der Sportbootsegelei ermöglicht.

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    • avatar Alex sagt:

      @Sportbootsegler, am Bodensee hat es 5 Charterunternehmen die Sportboote auf der Liste haben.
      http://sportboot.wordpress.com/
      Sicher, nach der Streichung der Schlafplätze haben sich die Sportboote zusehends sportlicher entwickelt. Unter dem Sammelbegriff Sportboote fallen aber auch Motorboote.

      Nach ORC schaut die Definition dann aber doch anders aus:
      Ein Sportboot im Sinne des ORC ist ein modernes gleitfähiges Kielboot das den technischen Anforderungen und Standards der „ORC Sportboat Class Rules“ entspricht:

      • Länge über alle von 6,00 m bis 9,00 m.
      • Verdrängung im Vermessungstrimm < 2000 kg

      Mit 1000 kg segelfertig ist man dann doch noch ein Sportboot.
      Beim Rest bin ich bei Dir.

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      • avatar John sagt:

        Natürlich gibt es Vercharterer – aber auch das ist nur ne handvoll, die doch relativ uninteressante Boote zur Verfügung stellen. Wer verchartert ne Melges, ne Longtze, ne Esse, ne Platu?

        Das andere ist doch Wortklauberei, die Rahmenbedingungen LOA und Gewicht unter 2000 kg ist doch Augenwischerei – denn es steht dort auch die Wörter “modern”, “gleitfähig” und “Kielboot”.

        Ich kann an einer Schüssel, die es nicht schafft bei 7m unter einer Tonne zu bleiben rein gar nichts “modernes” erkennen. Da war man in den 80ern schon weiter.

        Im übrigen: Das ist zwar eine schöne Seite, auf die Du immer verweist, aber irgendwann ist mit Werbung auch mal gut. Einmal reicht. Danke…

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        • avatar Alex sagt:

          @John, anscheinend gibt es keinen Markt um eine Melges, Longtze, Esse oder Platu im Charter anzubieten. Ansonsten würde es sicher jemand machen.

          Unbestritten, ein Volllaminat bei einem Sportboot halte ich auch nicht für modern. Mit einem Gewicht von
          1000 kg bei 7m und das im Verhältnis zu einem max. Crewgewicht von 285 kg befindet sich das Boot dennoch in großer Runde.

          Modern sind Boote mit Kimmkanten, sollen wir dann allen anderen den Sportbootstatus absprechen?

          Wortklauberei ist das mit Sicherheit nicht, es ist schlicht ein kleiner Teil der Vorgaben vom Offshore Racing Congress die erfüllt werden müssen um einen Messbrief als ORC-Sportboot zu erhalten.
          Bis vor ca. 5-6 Jahren war so z.B. eine Longtze, Streamline, Joker und Laser SB3 kein ORC-Sportboot.

          Die Seite ist übrigens von privat erstellt, enthält keine Werbung dafür aber mit Sicherheit derzeit die Seite wo das aktuellste Wissen über ORC-Sportboote bereit hält. Wenn Du eine bessere Seite kennst, immer gerne.

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  10. avatar Eggat sagt:

    Hm.
    Ich lese einige Kommentare mit Interesse, andere wiederum – weil doch relativ inkompetent muss ich leider sagen- eher lächelnd.

    Wie auch immer. Es heißt ja immer noch “die Toten werden nach der Schlacht gezählt” und sicherlich ist das Boot nicht als `High End Racer´ konzipiert, aber doch irgendwie schade, dass das Design der Farr 400 One Design als alte Banner erklärt wird und eine Konstruktion aus dem Hause Farr so betitelt wird.
    macht nix.

    Siehe oben!

    Wie dem auch sei: Ich freue mich auf das Boot! Habe in Düssledoirf mit der Werft gesprochen und mir erstmal erklären lassen, um was es bei dem Boot eigentlich geht. Den Tipp gebe ich gerne mal so in die Runde weiter. Solltet Ihr auch mal tun!

    Auf jeden Fall: Guten Start in die Saison Euch allen!

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    • avatar Ingo sagt:

      Hallo Eggat,

      von wegen “Tote nach der Schlacht…”:

      Wie die Farr 400 bei der letzten Copa del Rey abgeschnitten hat, weisst Du vermutlich?;-)

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  11. avatar Torsten sagt:

    Wenn über die Preise dieser Boote diskutiert wird, scheint mir ein vernachlässigter Faktor zu sein, was die Segel kosten. Die machen doch einen großen Teil der Kosten beim Regattasegeln aus, jedenfalls wenn man das über ein paar Jahre betreiben will.
    Vergleicht man die Preise für einen Satz Segel (Groß, größtes Vorsegel, Spi), kostet das – außer Laser nach der Liste von North Sails – zzgl. MwSt (wenn ich richtig addiert habe) mindestens:
    Laser SB 3: 3.340 Euro
    J 24: 4.178 Euro
    Joker: 4.904 Euro
    Streamline: 4.933 Euro
    Platu 25: 4.999 Euro
    J 80: 5.612 Euro
    Melges 24: 6.333 Euro

    Die J 24 ist also – wie zu erwarten – pro Mitsegeler am billigsten.

    Viel mehr Spaß machen mir ja Trapezjollen. Können Erwachsene auch segeln. Dann gäbe es auch größere Regattafelder, weil immer nur zwei Leute draufpassen. Deren Segel sind jedenfalls absolut viel billiger.
    505: 1.902 Euro
    Korsar: 1.641 Euro

    Beste Grüße
    Torsten

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