Clipper Round the World Race: 27-jähriger Deutsch-Ukrainer jüngster Skipper der Flotte

Jüngster und Erster

Igor Gotlibovych am Ruder des 70-Fuß-Round-the-World-Clippers © crw

Igor Gotlibovych am Ruder des 70-Fuß-Round-the-World-Clippers © crw

Der junge Atomphysiker Igor Gotlibovych wird als erster Ukrainer und gleichzeitig erster Deutscher eine 70-Fuß-Clipper-Crew um den Globus führen.

Schon als Kind faszinierte Igor Gotlibovych so ziemlich alles rund um die Ozeane der Welt. „Ich wuchs zwar in der Ukraine auf, Hunderte Kilometer vom Meer entfernt. Damals kannte ich noch keinen Segler oder Seemann – dafür hatte ich Bücher und Filme, die meine Fantasie anregten. Irgendwann habe ich meinen Eltern gesagt, dass ich gerne segeln lernen möchte. Und sie unterstützten mich bei meinem Hirngespinst aus vollem Herzen! Ich lernte auf Jollen und fuhr bald schon meine ersten Regatten auf Binnenrevieren.“

Doppelte Staatsbürgerschaft – zweimal erster Teilnehmer © CRW

Doppelte Staatsbürgerschaft – zweimal erster Teilnehmer © CRW

Als Teenager zog Igor Gotlibovych nach München – wieder weit weg vom Meer – „pflegte“ aber weiterhin sein Faible fürs Segeln und für die See.

„Ich suchte immer nach einer persönlichen Herausforderung. Sei es nun beim Fastnet Race, beim Einhand-Hochseesegeln oder beim Eisklettern an einem gefrorenen Wasserfall. Nicht davon ist jedoch mit den Abenteuern vergleichbar, die als Skipper einer Clipper-Crew auf mich warten!“ schreibt Igor Gotlibovych.

Mit 27 Jahren ist er heute der jüngste unter den zwölf (Profi-)Skippern, die jeweils eine 70-Fuß-Offshore-Yacht mit einer Amateur-Crew in mehreren Etappen um die Welt segeln bzw. führen werden.

Igor Gotlibovych  – ein Jahr mit wechselnder Crew rund um die Welt © CRW

Igor Gotlibovych – ein Jahr mit wechselnder Crew rund um die Welt © CRW

Und er ist aufgrund seiner doppelten Staatsbürgerschaft somit gleichzeitig der erste Ukrainer und erste Deutsche, der es in die (u.a. sorgsam von Sir Robin Knox-Johnston ausgewählte) Elite-Riege der Clipper-Skipper geschafft hat.

Ultimativer Erfolg

Der Atomphysiker mit einem Doktortitel von der Cambridge University will seine eigene Leistung während der 40.000 Seemeilen rund um den Globus vor allem daran messen, welche persönlichen „Siege“ jedes einzelne seiner Crew–Mitglieder erreichen werden. „Der ultimative Erfolg wäre natürlich der Sieg beim Clipper Race, eben weil das ein Zeugnis für hervorragende Teamarbeit und all’ die persönlichen Triumphe sein wird, die letztendlich im Erfolg gipfeln!“ sagt Igor Gotlibovych.

Reichlich Platz auf der 70-Fuß-Yacht © CRW

Reichlich Platz auf der 70-Fuß-Yacht © CRW

Das Clipper Round The World Race gilt als härteste Amateur-Regatta der Welt. Die Ausgabe 2015/16 wird am 30. August in Großbritannien starten und dort nach ca. einem Jahr wieder enden. Die Flotte wird auf ihrem Weg um die Welt sechs Kontinente für mehr als 15 unterschiedlich gewertete Rennen anfahren. Das Clipper Race wurde 1996 von Sir Robin Knox-Johnston ins Leben gerufen und bringt Segler unterschiedlicher Nationen und sozialer Schichten zusammen. So segeln Taxifahrer mit Managern, Hebammen mit Feuerwehrmännern und Airline-Piloten mit Studenten. Einstiegsalter ist 18, es gibt jedoch “nach oben” kein Alterslimit: So ist der derzeit älteste gemeldete Segler 74 Jahre jung.

Clipper Round the World Facebook

Website

Ultimative Herausforderung – nicht nur für die Skipper © CRW

Ultimative Herausforderung – nicht nur für die Skipper © CRW

Spenden
http://nouveda.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *