Fastnet Race: Schümann “first ship” – German Offshore Challenger stark

Die spannenden Momente

Jochen Schümann hat beim Fastnet Race mit “Esimit Europa 2” wie erwartet als erste Einrumpfyacht die “Line honours” gewonnen. Der 100 Fußer absolvierte den 611 Meilen langen Kurs in 60 Stunden und 27 Minuten.

Bei überwiegend schwachen Winden war die Maxi Yacht weit von dem Rekord aus dem Jahr 2011 vom Volvo Open 70 Abu Dhabi mit 42 Stunden 39 Minuten entfernt. Auch berechnet reicht es zurzeit nur zu Rang 173. Die hinteren Yachten haben einfach mehr Wind.

Spannender war der Zweikampf bei den Volvo 70, wo das Frauenteam SCA mit der Puma Yacht gegen Abu Dhabi und Ian Walker antrat. Carolijn Brouwer und Sam Davies lagen mit ihrer “SCA” und drei männlichen Coaches an Bord am Fastnet Rock noch eine halbe Stunde vor den Männern, kamen aber schließlich 12 Minuten später in Plymouth an. Eine besseres Handicap gewährte ihnen aber eine Führung von über zwei Stunden gegenüber Walker.

Interessant verlief auch das erste ernsthafte Kräftemessen der IMOCA 60 nach der Vendée Globe. Auch mit Crew und “Professor” Michel Desjoyeaux an Bord dominierte Francois Gabart die Konkurrenz mit “Macif”. Wenige Meilen vor dem Ziel läuft er aber plötzlich Gefahr, von Jeremy Beyou mit seiner neuen “Maitre Coq”, der ehemaligen “Banque Populaire” überlaufen zu werden.

Riechers sucht Anschluss

Jörg Riechers hat bei seiner IMOCA 60 Premiere noch Probleme, den Anschluss in der starken Flotte zu halten. Zwölf Stunden nach dem Start in Cowes parkte er so heftig ein, dass ein Problem dafür verantwortlich gewesen sein mag. Danach kämpfte er nur noch mit Marc Guillemots “Safran”, entschied dieses Duell um Rang sechs von sieben Yachten aber für sich.

Sehr spannend ist auch der Dreikampf der Swan 60 Yachten in der Gruppe IRC Z. Die German Offshore Challenger (Facebook Seite) mit Steuermann Robert Stanjek haben sich mit dem italienschen Starbootsegler Diego Negri verstärkt, der gerade mit Stanjeks Vorschoter Frithjof Kleen (auch an Bord) Star-Europameister wurde.

Boris Herrmanns Barcelona World Race Partner Ryan Breymaier ist noch als Wachführer eingekauft worden und der spanische Profi macht die Navigation Juan Luis Páez. “SGM” war 30 Sekunden vor den russischen Weltmeistern mit “Bronenosec” am Fastnet Rock und sieben Minuten hinter der Swan 60 “Petite Flamme”. Inzwischen wurde “Petite Flamme” überholt, aber 60 Meilen vor dem Ziel liegt “Bronenosec” immer noch gleichauf.

Sehr gut schlägt sich erneut auch Mathias Müller von Blumencron im Feld der 16 Class 40 Yachten. Mit Match Racer und Herrmanns Um-die-Welt-Partner Felix Öhme an Bord liegt er auf Rang fünf.

Egebnisse Fastnet Race

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Carsten Kemmling

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3 Kommentare zu „Fastnet Race: Schümann “first ship” – German Offshore Challenger stark“

  1. avatar Leon sagt:

    Warum hat SCA denn eine bessere Vermessung? Sind die unterschiede im Design trotz Box-rules so groß das da so ein unterschied bei rauskommt?

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 1

  2. avatar Sven sagt:

    Es reicht doch schon, wenn Du mit weiniger Mannschaftsgewicht vermisst oder der größte Gennacker / Genua ist etwas kleiner, schon hat man ein besseres Rating.

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