GC32: Boris Herrmann kentert mit Prinzensohn – Stellvertreter Race der Cup Teams

High-Speed-Kenterung

Die GC32 Tour hat am Gardasee großen Sport und spektakuläre Videos abgeliefert. Boris Herrmann gelang ein Rennsieg gegen die Cup-Stars als Comeback nach einer Kenterung.

Dass die GC32 echte Waffen sind, musste schon Franck Cammas erfahren, der sich mit seinem eigenen Ruder-Foil fast den Fuß absäbelte und nun Monate lang verletzt war. Da ist es dann auch kein Spaß, wenn man einen der High Speed-Foiler kentern sieht, so wie es Boris Herrmann am Gardasee passierte.

Bei seiner GC32 Premiere mit dem Prinzensohn Csairaghi wäre es fast zu einer schweren Kollision mit dem schweizer Armin-Strom-Team von Klassenboss Flavio Marazzi gekommen. Casiraghi konnte erst im letzten Moment das Ruder herumwerfen. In der Folge legte sich der Katamaran auf die Seite.

GC32 Tour

High Speed Start mit über 35 Knoten. © GC32 Tour

Eigentlich steht die GC32 Racing Tour im Schatten der Extreme Sailing Series, wo ein professionelleres Umfeld herrscht. Da es aber den America’s Cup Teams verboten ist, bei der EXSS teilzunehmen, haben sie die Tour als Ersatzveranstaltung entdeckt.

Die war dafür gedacht, ambitionierten Owner Drivern ein Spielfeld zu bieten. Allerdings sind zum Gardasee nur drei Eigner gekommen, die selber das Steuer in die Hand nehmen. Darunter der Prinzensohn Casiraghi, der mit Boris Herrmann für Monaco an den Start geht.

AC Stellvertreter-Wettkampf

An der Spitze haben aber die America’s Cup Teams einen Stellvertreter-Wettkampf aufgenommen im Bemühen, das Geheimnis des Foilens noch besser zu verstehen. So ist es kein Wunder, dass der wieder genesene Franck Cammas die Regatta überlegen gewinnt.

GC32 Tour

AC Stellvertreter-Wettkampf. Artemis CEO Ian Percy an Bord von Gunvor. © GC32 Tour

Mangels adäquatem Testboot bei seinem unterfinanzierten Cup-Team trainiert er überwiegend mit den GC32. Auch Rang zwei für das junge Team Tilt kommt mit Cup Erfahrung zustande. Die Schweizer, die in Kooperation mit dem Team New Zealand auch deren Slot beim Youth America’s Cup füllen dürfen, sind mit Wing-Trimmer und Skipper Glenn Ashby.

Auch das dritte Team, das am Gardasee auf Augenhöhe segelte, hat einen Cup Hintergrund. Gunvor ist die Firma von Artemis Team-Eigner Torbjörn Tornquist. Nathan Outteridge, Iain Percy, Luke Parkinson und Christian Kamp segelten mit dem jungen schwedischen Steuermann Gustav Petersson. Drei Ausfälle kosteten sie Rang drei.

Den High-Speed-Rekord schaffte das Team Tilt. 39,7 Knoten standen als Maximalwwert auf dem Speedo.

GC32 Tour

Franck Cammas steuert seinen Kat mit flatterndern Segeln in den Wind. © GC32 Tour

Ergebnisse GC32 Gardasee (19 Rennen)

Pos TEAM SKIPPER POINTS

1 Norauto (FRA) Franck Cammas 37
2 Team Tilt (SUI) Sébastien Schneiter 50
3 Armin Strom (SUI) Flavio Marazzi 79
4 Gunvor Sailing (SWE) Gustav Petterson 86
5 Team Engie (FRA) Sébastien Rogues 111
6 Spindrift racing (FRA) Yann Guichard 112
7 Argo (USA) Jason Carroll 121
8 Malizia (MON) Pierre Casiraghi 127
9 Orange Racing (NED) Laurent Lenne 160

Einzelplatzierungen

OWNER-DRIVER TROPHY – FINAL RESULTS AFTER 19 RACES

Pos TEAM (NATION) SKIPPER POINTS

1 Argo (USA) Jason Carroll 121
2 Malizia (MON) Pierre Casiraghi 127
3 Orange Racing (NED) Laurent Lenne 160

Raw Footage aus der Sicht von Boris Herrmanns Maliza Team:

 

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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