Gestorben: Valentin Mankin, Segel-Legende aus den UdSSR

Einer der Größten

Francesco Bruni konnte sich am Sonntag am Traunsee nicht so richtig freuen über den Erfolg beim GC32 Flugkatamaran Spektakel. Am gleichen Tag war Valentin Mankin, einer der größten Segler aller Zeiten, im Alter von 75 Jahren seinem Krebsleiden erlegen.

Valentin Mankin

Valentin Mankin, einer der besten Segler aller Zeiten. © FIV

“Ich widme diesen Sieg Valentin Mankin, der in den vergangenen Jahren tapfer gegen seine Krankheit gekämpft hat”, sagt Bruni bei der Preisverteilung. “Er war einer der Größten, die unser Sport hervorgebracht hat. Drei olympische Goldmedaillen und eine silberne gewann er in drei verschiedenen Klassen. Außerdem war er seit 1991 Chef Coach des italienischen Segler Verbandes. Ein außergewöhnlicher Mann, der viele Jahre lang mein Coach war. Ich habe viel von ihm gelernt und verdanke ihm so viel.”

Der Name Mankin wurde immer in einem Atemzug mit Paul Elvström des Segelsports genannt. Er kam dessen Olympia-Rekord in der 33-jährigen Karriere sehr nahe. Dabei holte er die Medaillen in drei Bootsklassen. Erst im Finn Dinghy 1968, dann in der Tempest 1972 und schließlich bei den Boykott-Spielen in Tallin 1980.

Die Erfolge verdankt er dem sowjetischen System. Mankin lebte in Kiew und segelte für die UdSSR. 1988 führte er noch das sowjetische Segelteam als Chef Coach in Pusan. Als dann die Grenzen fielen, übernahm er die gleiche Aufgabe für Italien. Seitdem sind mit seinem Namen viele italienische Segelerfolge verknüpft.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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