Giraglia Rolex Cup: Sunfast 36 gewinnt nach berechneter Zeit – 35 Knoten Wind bevorteilen erfahrene Crews

„Tip“ ist top

Die Ausgabe 2016 des Regatta-Klassikers wird als eine der schwierigsten in die Geschichte eingehen. Vor allem gut vorbereitete, erfahrene Crews auf eher kleinen Yachten waren nach berechneter Zeit top. Abschluss-Video der Regatta.

Zum Start vor St. Tropez bescherte Windgott Aiolos noch leichte und drehende Winde, was sich in der zweiten Hälfte der Regatta, auf dem Rückweg von Giraglia nach Genua drastisch ändern sollte: Ein südwestlicher Wind mit 30 – 35 Knoten Windstärke und extrem rasch aufgebauter Welle brachte viele Yachten in Schwierigkeiten. Von mehreren Teilnehmerbooten mussten die Crews abgeborgen werden (SR berichtete).

Die Schwerwetterbedingungen, die eine Nacht und einen Tag andauerten, bevorteilten vor allem die eher langsameren Yachten mit erfahrenen und erprobten Crews. So gewann nach „korrigierter“ Zeit die französische Sunfast 36 „Tip“ unter Skipper Gilles Pages diese 64. Ausgabe des Giraglia Rolex Cups.

„Aufgrund der Wettervorhersagen dachten wir uns schon, dass diesmal kleinere Yachten im Vorteil sein könnten,“ freute sich Pages nach dem Rennen. „Aber dass wir es ganz nach vorne schaffen würden… das war schon eine echte Überraschung!“

Giraglia Rolex Cup 2016

Ein Teil der Flotte beim Start in St. Tropez © rolex

Der französische Skipper hatte bereits letztes Jahr mit seiner Yacht die Klassenwertung des „Giraglia“ gewonnen und zudem bereits einige hervorragende Regatten in der Saison 2016 abgeliefert. „Wir waren perfekt vorbereitet und vor allem in bester Form,“ machte Pages deutlich. Als dann der Wind auch noch stärker zunahm als zunächst angenommen ahnten wir schon, dass wir „nur noch“ unsere Kiste perfekt in Schwung bringen mussten, um zumindest weit vorne zu landen!“

So schaffte die im Ziel dann doch völlig erschöpfte Crew einen wohlverdienten Sieg nach berechneter Zeit.

Die diesjährige Ausgabe des „Giraglia Rolex Cup“ konnte eine Rekordteilnahme von 268 Yachten aus 18 Nationen vermelden. Yachten von neun bis 30.5 Metern Länge kämpften gegeneinander, darunter auch mehr als 20 Einhandsegler. Nahezu alle Typen waren vertreten: Klassiker , die zur vorletzten Jahrhundertwende auf Kiel gelegt wurden und solche, die erst 2016 vom Stapel liefen.

Die Line Honors gingen an den 100-Fuß-Renner Magic Carpet Cubed.

Spenden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *