Extreme Sailing Series: Luna Rossa zurück an der Spitze. Gäbler achter

Der rote Mond geht wieder auf

Gute Zuschauer-Resonanz beim zweiten Act der Extreme Sailing Series in Qingdao. Luna Rossa liegt vorne. © Lloyd Images/ESS

Nach dem America´s Cup 2007 war das renommierte italienische Luna Rossa Team von Modezar Patrizio Bertelli mehr oder weniger von der Bildfläche des erfolgreichen Profisegelns verschwunden.

Der Einstieg des “roten Mondes” in die gefloppte STP65 und die Duelle mit der „Container“ konnte die Segelgemeinde nicht gerade vom Hocker reißen. Und die spät gestartete Kampagne beim Audi MedCup verlief mit Platz 10 von 11 Teams wenig überzeugend, obwohl das brasilianische Dreamteam Robert Scheidt und Torben Grael Dienst taten.

Aber nun ist Luna Rossa mit dem Sieg bei der Extreme Sailing Series in China wieder einmal mit einem Sieg an der Spitze internationaler Ergebnislisten aufgetaucht. Das Erfolgsprinzip ist einfach. Bertelli hat einfach die Hälfte des vergangenen Siegerteams inklusive Steuermann eingekauft und schon läuft es.

Paul Campbell James (vorne) darf erstmals für sein neues Luna-Rossa Team spritzen. Lloyd Images/ESS

Der junge Brite Paul Campbell James wechselte mit Alister Richardson von „The Wave, Muscat“ zu den Italienern und siegte nun nach Rang fünf beim ersten Act im Oman knapp vor Dean Barker vom Team New Zealand, dessen ersten Gehversuche mit dem ungewohnten Kat noch belächelt worden waren.

Die ersten sechs Teams, zu denen gerade noch Alinghi zählt, befinden sich auf ähnlich hohem Niveau und wechseln häufig die Positionen. Danach klafft eine Lücke. So können die neu zusammen gestellten Oman-Crews kaum noch mithalten und liegen schon fast in Reichweite von Roland Gäblers Amateur-Team.

Der ist mit seinem achten Platz zufrieden. „Wir haben zwei Rennen gewonnen und konnten Match Race Weltmeister Ian Williams im Duell zwei Penalties anhängen.“ Eines von 28 Rennen wird jeweils im Match Race Format ausgesegelt.

Williams macht bisher auf dem für ihn ungewohnten Kat allerdings eine traurige Figur. Auch beim zweiten Act belegte er mit dem britischen Pindar Boot mit Abstand den letzten Platz.

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Carsten Kemmling

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