RC44 Rennzirkus: Markus Wieser für Österreich, Brad Butterworth für Russland

Nachbarschaftshilfe

Die RC 44 Klasse von Russell Coutts ist eine der wenigen Erfolgsgeschichten in der Profisegelszene. Die neue Saison verspricht mit 14 Teams aus zehn Nationen spannend zu werden.

Die österreichische RC44 greift mit dem neuen Steuermann/Taktiker Markus Wieser an. © AEZ

Denn nach dem Aus für das TP52 Container Projekt beim Med Cup mischt Wieser jetzt bei dem österreichischen AEZ Team mit. Auf der neuen Crewliste steht neben dem österreichischen Segelmacher Christian Binder auch Wiesers langjähriger Weggefährte, Eberhard Magg als Pitman,  sowie der ex Weltklasse Finnsegler und +39 America’s Cup Segler Karlo Kuret aus Kroatien.

In der Owner Driver Klasse steuert Rene Mangold. Bei den Match Races darf aber jeweils ein Profi übernehmen. Außerdem steht ein weiterer Österreicher am Grinder und zwei Portugiesen komplettieren das achtköpfige Team, das zu 50 Prozent aus Profis bestehen darf.

In den vergangenen Jahren konnten die Österreicher wenig mit Spitzenplätzen auf sich aufmerksam machen. Nun wollen sie mit Wiesers Hilfe noch einmal angreifen. Der Bayer hatte mehrere Saisons mit dem Sea Dubai Team erfolgreich in der Klasse gesegelt.

In dieser Saison, gehen 14 Teams aus zehn Nationen an den Start. Damit generiert die Flotte einen erstaunlichen Zuwachs, obwohl Oracle ist mit seinen zwei Schiffen nicht mehr dabei ist. Allein vier Schiffe fahren unter russischer Flagge.

Markus Wieser, Rene Mangold und Christian Binder segeln zusammen RC44. © AEZ

Das Katusha Team hat den legendären Alinghi Taktiker Brad Butterworth als Ersatz für Artemis CEO Paul Cayard engagiert. Und auch ex Alinghi und TP52 Quantum Steuermann Ed Baird segelt für Russland (Synergy).

Der erste Start der neuen Saison erfolgt am 9. Februar im spanischen Puerto Calero.

AEZ Sailing Team

Eventseite RC44

 

Die AEZ-Pressemitteilung:

NACHBARSCHAFTSHILFE

Österreichs Offshore Asse machen ab sofort mit Deutschlands erfolgreichstem Match Racer und RC44 Pro Markus Wieser gemeinsame Sache. Am kommenden Mittwoch erfolgt der Startschuss für die Championship-Tour 2012.

Selten war der AEZ Gennaker einmal so vor dem Feld platziert. Das soll sich nun ändern. © AEZ

Seit nunmehr fünf Jahren ist Österreich ein fixer Bestandteil der RC44 Championship Tour, einer Serie die von den weltbesten Offshore Seglern bestritten wird und die punkto Qualität und Rahmendbedingungen ihres Gleichen sucht. Die rot-weiß-roten Ambitionen wurden durch die Ausrichtung eines Events und die Gründung eines Teams definiert, doch während sich Gmunden und der Traunsee zwischenzeitlich zum beliebtesten Tour-Stopp mauserten, waren den heimischen Seglern am Wasser Grenzen gesetzt.

Nun will man der namhaften Konkurrenz aus zehn Nationen mit der Verpflichtung von Markus Wieser den Wind aus den Segeln nehmen. Eingefädelt hat den Deal Christian Binder, möglich macht ihn Teamsponsor AEZ, deren internationales Engagement im Segelsport eine noch breitere Basis erfährt.

Markus Wieser, zu Hause am Starnberger See, ist mehrfacher Welt- und Europameister und das in unterschiedlichen Disziplinen und gleich auf mehreren Booten. Der gebürtige Münchner beherrscht den Wettstreit in direkten Duellen (Match Race) ebenso wie das Taktieren in großen Feldern, im RC44 Circuit war Wieser lange Zeit bei Sea Dubai und zuletzt beim holländischen Syndikat No Way Back unter Vertrag.

Der 48-Jährige, der sich als Steuermann und gewiefter Stratege einen hervorragenden Ruf erarbeitet hat, verstärkt die AEZ-Afterguard und entlastet damit Christian Binder. Der Segelmacher hat die letzten Monate genützt, um eine komplett neue Garnitur, in Summe 300 Quadratmeter Segelfläche, zu vernähen. Der Schnitt des Großsegels wurde von der Klasse neu definiert und ist im oberen Bereich ausgestellt.

Im Cockpit wird Binder sein Hauptaugenmerk auf den Bootstrimm richten und taktische Prozesse aufbereiten. Wieser trifft die finalen Entscheidungen, Rene Mangold dreht wie gehabt am Steuer. Damit ist die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt.

Russen verpflichten Alinghis AC-Sieger

Der Kick Off für die heurige Tour erfolgt am kommenden Mittwoch vor Puerto Calero. Nach den direkten Duellen (Match Race), wird ab 9. Februar in der Flotte und täglich in maximal drei Wettfahrten um Punkte gesegelt. Die Sieger der ersten Tour-Station stehen am kommenden Sonntag fest, anschließend übersiedelt der Tross nach Portugal (siehe Tourdaten).

14 Teams, darunter die AC-Syndikate Artemis Racing (SWE) und Aleph (FRA), steigen in den Ring, die prominentesten Neuverpflichtungen vermelden die russischen Boote. Katusha hat mit Brad Butterworth (NZL) einen vierfachen AC-Sieger eingekauft, Synergy setzt auf Ed Baird. Der US-Amerikaner stand wie Butterworth zuletzt auf der Lohnliste von Alinghi, das Duo war 2007 für den Schweizer Cupsieg verantwortlich. Italien kehrt mit dem AFX Capital Racing Team in den RC44 Zirkus zurück.

Quotes:

Christian Binder:

„Markus war unser absoluter Wunschkandidat, ich bin sehr froh über seine Verpflichtung und davon überzeugt, dass wir gemeinsam leistungsfähiger sind. Seine taktische Verantwortung macht mir die Materialentwicklung leichter, es wird zwar noch ein wenig dauern bis wir eingespielt sind, aber spätestens bei unserem Heimrennen wollen wir sportliche voll mitreden.“

Markus Wieser:

„Ich kenne und schätze das Engagement des AEZ-Teams, sie haben sich als Underdog zuletzt beachtlich geschlagen, in der Mannschaft steckt jede Menge Potential. Natürlich sind die Erwartungen hoch, aber würde ich nicht an den Erfolg des Teams glauben, hätte ich nicht zu gesagt. In erster Konsequenz gilt es die Stärken uns Schwächen am Wasser zu definieren und die Arbeit danach auszurichten.“

Tour-Daten 2012:

8. – 12. Februar Puerto Calero/ESP

28. März – 1. April Cascais/POR

30. Mai – 3. Juni Gmunden/AUT

18. -. 22. Juli Marstrad/SWE

3.-7. Oktober WM, Rovinj/CRO

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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