Hydroptère: Thébault spricht über das unwürdige Aus – Happy End ist in Sicht

Fast ruiniert

Das Drama um das unwürdige Ende von “Hydroptère” hat nun ein weiteres Kapitel geschrieben bekommen. Diesmal spielt auch der Skipper und Eigner Alain Thébault dabei seine Rolle.

"Hydroptère DCNS" in stabiler Flug-Lage auf dem großen Foil in Luv. © Christophe Launay, sealaunay.com

“Hydroptère DCNS” in stabiler Flug-Lage auf dem großen Foil in Luv. © Christophe Launay, sealaunay.com

Nach der öffentlichen Diskussion im Sailing Anarchy Forum, der zufolge der legendäre Rekordbrecher-Trimaran für 20.000 Dollar vor dem Abwracken in Honolulu gerettet werden könne, und ein User den Kauf vermeldete, hat sich Thébault selber zu Wort gemeldet.

Dem französischen Newsletter Tip &Shaft bestätigte der Tragflügel-Pionier, dass “‘Hydroptère” nun tatsächlich verkauft wurde “an jemanden, der sie liebt”. Der Preis und die Identität des Käufers unterliegen einem Verschwiegensheit-Abkommen.

Appartement verkauft

Thébault erklärt, wie es zu der Sitation kommen konnte, seit er im Juli 2015 den Hafen von Kewalo Basin in Honolulu nach einer zehntägigen Passage von San Francisco aus erreicht hatte. Für diese gescheiterte Rekordfahrt und danach habe er keinen Sponsor für “Hydroptère” mehr finden können. Vielmehr habe ihn das Unternehmen 300.000 Euro gekostet und fast ruiniert. Er musste für die Finanzierung sein Appartement in Paris verkaufen.

Hydroptère

Die Speed-Spur im Kielwasser. © Hydroptère

Selbst den Flug seiner Töchter nach Hawaii habe nicht er, sondern ein privater Förderer aus der Schweiz bezahlt. Seine Mädels hätten ihn schließlich dazu gebracht, ein neues Abenteuer in Angriff zu nehmen, das Projekt Sea Bubbles.

Die Hafengebühren für Hawaii konnte er nicht bezahlen. So wurde das Schiff als “aufgegebenes Schiff” deklariert und drohte ausgeschlachtet und abgewrackt zu werden. Nun soll sich aber ein geheimnisvoller Geldgeber bereiterklärt haben, die ausstehende Summe von rund 14.000 Euro zu bezahlen. Und es gebe einen Käufer. Ob beide identisch sind, ist nicht klar.

Wieder fliegen

Das Schiff werde nun in eine Halle gebracht, in der auch das revolutionäre Solar-Flugzeug “Solar Impulse 2” bei seiner geplanten Welt-Umrundung gestrandet ist. Es soll aber in Kürze seinen Weg fortsetzen.

Darauf hofft auch Thébault für seine “Hydroptère”. Der neue Käufer will es wieder zum Fliegen bringen. Es soll repariert werden und dann wieder nach San Francisco segeln. Der Meister selber ist erst einmal nicht dabei. Er nehme sich eine Pause. Aber später segle er wahrscheinlich dann doch auch wieder mit.

Hydroptère unter der San Francisco Bridge. © Hydroptère

Hydroptère unter der San Francisco Bridge. © Hydroptère

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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „Hydroptère: Thébault spricht über das unwürdige Aus – Happy End ist in Sicht“

  1. avatar jakobi sagt:

    Danke für die Info. Das Ding würde auch gut zur Solar-Impulse passen.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

  2. avatar SwissSail sagt:

    “privater Förderer aus der Schweiz”…
    ich wäre nicht erstaunt, wenn bald “Alinghi” auf dem Hydroptère stehen würde.

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