Mini 6.50: Andreas Deubel mit neuer deutschen Kampagne für Mini Transat 2017

Gute Gene

Der Mann handelt mit Weitsicht: Nicht dieses Jahr will er über den Atlantik, sondern erst zur nächsten Mini Transat. Bis dahin steht auf dem Programm: Training, Training, Training…

Sein Boot hat „gute Gene“, das steht schon mal fest: Mit dem „Mini 819“, ein Nacira Design von 2011, wurde der Schweizer Simon Koster bei der MiniTransat 2013 mal eben Dritter in der hart umkämpften Serienwertung.

Entsprechend optimistisch dürfte der 36-jährige Andreas Deubel an seine ersten Regatten herangegangen sein, seit er vor einem Jahr Kosters “Go4it”, nach dessen Rückkehr aus der Karibik gleich stante pede gekauft hatte. Deubel überführte (auf dem Hänger) das gute Stück an die Ostsee, begann mit ersten „Offshore“-Trainingseinheiten und schaffte bei „Rund Bornholm“ sogleich Rang 2 (!) und beim „Silverrudder“ Rang 3.

Früher OK-Champ, jetzt Mini-Enthusiast © deubel

Früher OK-Champ, jetzt Mini-Enthusiast © deubel

Kunststück, denn nicht nur Deubels Boot kann auf erfolgreich absolvierte Regatten und relativ lange Verweildauer auf Hochsee zurückblicken. Der Skipper hat ebenfalls reichlich Erfolge mit dem Teeny, 420er, später auf H-Boot und der X-79 (hiermit u.a. Sieg Deutschland Cup 2003 und lange Nordsee- und Mittelmeertörns) auf dem “Konto”. Besonders stolz ist Deubel auf seinen 6. Rang in der Jahresrangliste 2010 der OK-Jollen, weil er diese Bootsklasse als besonders „anspruchsvoll zu segelnde Einheitsklasse“ sieht.

Gute Gene, viel Erfahrung

Doch was ihn richtig reizte, waren und sind Hochseeregatten. Volvo Ocean, Vendée Globe, Route du Rhum und eben die… Mini Transat. Der Film „Klein, breit und bunt“ von Henrik Masekowitz war schließlich der Auslöser, um bei den „Ministen“ einzusteigen und die Mini Transat anzupeilen.

Bei der legendären Regatta über den Atlantik will Andreas Deubel allerdings erst in zwei Jahren dabei sein. Er schreibt auf seiner Homepage: „Familie ist wichtig und nur mit der Unterstützung der Familie kann man so etwas durchziehen. Übertreiben sollte man es nicht und so habe ich mir deshalb genug Zeit für die Vorbereitung und die gesamte Qualifikation eingeplant.“

Im März verlegt er seinen Renner nach Lorient/Bretagne, um mitten im „Classe Mini-Zirkus“ kernig zu trainieren und sich mit ebenbürtigen Trainingspartnern zu messen. Zeit zur Vorbereitung hat er ja noch genug – theoretisch. Doch wenn die diesjährige Transat erstmal vorüber ist, wird die Zeit wie im Flug, pardon: Glitsch vergehen.

Website

Classe Mini 6.50

Im Glitsch während “Rund Bornholm”

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Michael Kunst

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4 Kommentare zu „Mini 6.50: Andreas Deubel mit neuer deutschen Kampagne für Mini Transat 2017“

  1. Jetzt aber ganz offiziell … dann wollen wir mal trainieren auf dass Du mich in spätestens 2 Jahren immer hinter Dir lassen kannst und Morten nicht mehr enteilt. Bis Sonnabend auf der Messe.

    VG, Frank

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 10 Daumen runter 3

  2. avatar Johnny Rotten sagt:

    bei dem Bornholm Film werden die Live-Kursdaten eingeblendet, ebenso Distanz – wie geht das? Eine App?

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  3. avatar Andreas Deubel sagt:

    Das ist die Garmin Virb Elite Action Cam, die hat ein eingebautes GPS und ein Programm mit dem man dann die aufgenommenen Daten einspielen kann. Ist echt cool und macht Spaß

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  4. avatar Hubert sagt:

    apropos “deutsche Kampagne für 2017”: Wird es auch noch einen Bericht über Lina Rixgens geben, die ebenfalls für 2017 die Teilnahme am Mini Transat plant?
    Viele Grüße
    Hubert

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