Mini Transat: Bentes Zimmergenosse rammt Wal – Polnischer Skipper abgeborgen

Sinkendes Schiff verlassen

Der polnische Mini Transat Skipper Radek Kowalczyk ist von seiner sinkenden “Calbud” gerettet worden, dem Zimmergenossen von Bente. Es soll einen schweren Kontakt gegeben haben.

Mini Transat

Plattbug Mini aus Polen. © Kowalczyk

Als auf der Bente Web Cam vom Bau ein weiterer Rumpf im Hintergrund sichtbar wurde, war das Projekt eigentlich noch geheim. Der polnische Mini Segler Radek Kowalczyk baute einen Rumpf vom französischen Meister-Designer Etienne Bertrand für das Mini Transat.

Bente und Mini

Webcam Bild: Im Hintergrund von Bente wird der polnische Mini gebaut.

Der Plattbug schaffte es auch an die Startlinie, kam im Rennen bei der Prototyp Klasse aber noch nicht so richtig in Fahrt. Er erreichte Lanzarote fast zwei Tage hinter dem Sieger auf Rang 15 und musste auch acht Serien-Boote passieren lassen.

Auf der zweiten Etappe wollte er weitere Erkenntnisse über seinen wenig getesteten Neubau gewinnen. Aber nach drei Tagen hatte er auch schon 70 Meilen verloren.

Nun wurde er von seinem sinkenden Schiff gerettet. Am Heck der “Calbud” soll ein Riss aufgetreten sein, durch den Wasser eingetreten ist. Auf der hanseboot erzählt man sich, dass eine Kollision mit einem Wal zu dem Leck geführt haben soll. Es könnte aber auch ein massiverer Gegenstand gewesen sein. Die Ruder sollen abgebrochen sein.

Mini Transat

Radek Kowalczyk hat mit seiner “Calbud” aufgegeben. © Kowalczyk

Kowalczyk wurde durch die Crew des begleitenden Sicherungsschiffes “Tauranga” geborgen und zu einem Frachter der Maersk Reederei gebracht, der Las Palmas anläuft.

Als die “Tauranga” beim Havaristen eintraf, befand sich das vollgelaufene Heck schon ein Meter unter Wasser. Der Wind wehte mit 20 Knoten und es herrschte starker Wellengang.

Der Skipper konnte seine Rettungsinsel nicht besteigen, weil sie sich im Achterschiff befand. Und immer, wenn er sich nach hinten bewegte, sackte sein Mini weiter ab. Die Situation war dramatisch. Aber der Rettungscrew gelang es nach mehreren Versuchen, eine Leinenverbindung zu Kowalczyk herzustellen.  Er sprang ins Wasser und ließ sich an Bord der “Tauranga” ziehen.

 

 

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8 Kommentare zu „Mini Transat: Bentes Zimmergenosse rammt Wal – Polnischer Skipper abgeborgen“

  1. Radek sprach eher von einem harten Gegenstand, den er nicht gesehen hatte, was nicht für einen Wal spricht (auch er denkt eher an Container, einer großen Planke oder ähnlichem.
    Ruder ab und Teile des Hecks abgebrochen – das ist etwas mehr als ein Riss – der hätte das Heck des Schiffes nicht in kurzer Zeit 1m auf Tiefe geschickt, so dass sich Radek nicht mehr nach hinten getraut hatte

    Aber immerhin eine Meldung … >> für die mit poln. Sprachkenntnissen : http://sailbook.pl/artykul/6272-radek-kowalczyk-ciesze-sie-ze-zyje

    VG, Frank

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  2. avatar segler sagt:

    Wieso muss in fast jedem Artikel Bente auch was über Bente geschireben werden? Nervt etwas.
    Dazu nur waage vermutungen. Ein Wal, Container oder was anderes. Na toll.

    Und in einer Woche stellt sich wie bei “Yacht A” bzw. White Pearl raus, das es doch ganz anders war.

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    • avatar Sven 14Footer sagt:

      Hallo Segler,

      das ist wohl das Schicksal vieler Hochseesegler, dass sie über etwas drüberbrettern aber nicht genau sehen konnten was es war. Danach kann selbst der Skipper an Bord nur ncoh an Hand der aufgetreten Schäden mutmaßen welches Hindernis er getroffen hat.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 8 Daumen runter 0

  3. avatar knallgäu sagt:

    Wenn der Rumpf aus der gleichen Klitsche ist, wie die Bente, muss ich mir jetzt Sorgen machen?
    Hab schon von mehreren Polenbooten gehört, wo sich die Rumpf-Deck-Verklebung einfach mal so gelöst hat….

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  4. avatar Felix sagt:

    Hallo, ich finde es auch sehr nervig das immer bente im Beitrag erwähnt werden muss… Ist mit der Hauptgrund warum ich kein zahlender Nutzer bin! Das das Boot mal mit bente in einer Werft stand hat nichts mit dem Artikel zu tun da man ja auch nicht sagen kann das es ein Werftfehler war. Und wenn es das gewesen wäre hatte man alle anderen Boote aus der Werft auch erwähnen müssen.

    Viele Grüße
    Felix

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  5. Das Schiff von Radek hatte (als Full-Carbon-Proto) nichts mit der “normalen” Booten der Werft zu tun. Dass Radek sich durch die Saison gekämpft hatte und nicht (so sehr) tolle Ergebnisse einfahren konnte, liegt auch nur bedingt an der Werft sondern eher an den seglerischen Möglichkeiten von Radek gepaart mit unterwegs auftauchenden Problemen (wie beim Fastnet) die er dann doch nicht so “virtuos” wie andere hat lösen können (wer ist schon Bootsbauer/Elektroniker/Top-Segler/Segelmacher in Personalunion). Dass er sich im MT eher hinten weiter eingereiht hat, hatte ich erwartet.
    Spannend finde ich weiterhin das Grundprojekt – nämlich einen durchaus konkurrenzfähigen Proto als Kleinserie herzustellen (wobei der Proto-Proto jetzt leider aufgegeben werden musste – schade drum). Kombiniert mit dem Projekt Diamant 650, wozu es sogar eine Tourenversion geben soll(te), trauen sich unsere östlichen Nachbarn da mehr als das, was bei uns passiert (siehe Bente …)

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  6. avatar Andreas sagt:

    Ich hab in Douarnenez bei Radek im neuen Proto gesessen und mir alles genau angeschaut und zeigen lassen. Der Proto war absolut solide und Top. Die Franzosen bauen die Boote meist deutlich mehr an der Grenze. Es war schon sehr amüsant wie Etienne Bertrand und er den Mini in einer Woche vom leeren Kasko zum regattafähigen Racer hinbekommen haben. Das sah anfangs doch eher nach polnischer Gelassenheit aus und wurde dann später zu panischer hektik 🙂 Aber Sie haben die Kiste fertig bekommen und anschließen war Radek auch beim Transgascongne nicht so schlecht. Das Boot hat echt potenzial und soll ja angeblich für den Preis eines Serienschiffes produziert werden können. Ich würde mal ganz fest davon ausgehen dass, sofern das Boot von den entsprechenden Größen bewegt wird, Plätze ganz vorne im Feld absolut möglich sind. Für Radek finde ich es jammer schade. Er ist so ein netter, sympatischer und entspannter Typ. Ihm hätte ich die Ankunft in Guadeloupe echt gegönnt. Mich wundert es aber nicht, das die Kiste hinten auf tiefe gegangen ist. Er ist ja nicht gerade ein Fliegengewicht 🙂 Aber er wird das abhaken und einen neuen Bauen lassen, da bin ich mir sicher. Go Radek

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