MOD70-Trimaran: „Musandam-Oman Sail“ segelt mit zwei Deutschen Kieler Woche

Rasen auf der Förde

Kann auch schon mal eng werden, wenn die Großen mit den Kleinen © Oman Sail

Kann auch schon mal eng werden, wenn die Großen mit den Kleinen © Oman Sail

Die Kieler Woche begrüßt auch im 132. Jahr unter 1.800 Booten mit 4.500 Aktiven wieder einen außergewöhnlichen Hightech-Racer auf der Regattabahn: Es ist der gut 21 Meter lange und fast 17 Meter breite MOD70-Trimaran „Musandam-Oman Sail.“

Verstärkt durch die beiden deutschen Hochseesegler Anna-Maria Renken und Tim Kröger tritt die internationale Crew von Skipper Damian Foxall aus Irland mit drei omanischen Seglern an Bord gleich zum Auftakt am Sonnabendmorgen (21. Juni) zum Welcome Race nach Eckernförde an.

Dort soll die Mehrrumpfrakete nicht nur als Erste ins Ziel kommen, sondern bei geeigneten Windverhältnissen auch noch den Streckenrekord aus dem Vorjahr brechen. Der Tri gehört zum Projekt Oman Sail, dessen Ursprungsland sich auf der Kieler Woche auch mit einem exquisiten Ausstellungszelt als Premium-Urlaubsreiseziel präsentiert.

Speed, Speed, Speed.

Bereits 2012 zogen sie das Kieler Publikum mit spektakulären Rennen auf der Innenförde zum ersten Mal in ihren Bann: die Multi One Design-Trimarane einer baugleichen Einheitsklasse, die damals ihren Europa-Circuit in Kiel begannen, und mehrere zehntausend Zuschauer an der Kiellinie begeisterten. Denn Geschwindigkeiten weit jenseits der 20 Knoten (mehr als 40 km/h) sind für diese Boote völlig normal. Die Manöver dieser „Kraken“ auf engstem Raum verlangen Voraussicht und großes Geschick von der Mannschaft.

Auch 2012 segelte die MOD70 schon mal vor Kiel © Oman Sail

Auch 2012 segelte die MOD70 schon mal vor Kiel © Oman Sail

So kommt dem Start zum 28 Seemeilen langen Welcome Race in der Kieler Innenförde eine große Bedeutung zu. Wenn sich die „Musandam-Oman Sail“ hier schnell Richtung Friedrichsorter Enge freisegeln kann und auf die Außenförde gelangt, könnte auch die Bestmarke von 2013 fallen. Vor einem Jahr bauchte der „SAP Extreme 40“ für die 28 Seemeilen (rund 50 Kilometer) lange Strecke exakt zwei Stunden, sechs Minuten und 50 Sekunden – eine Minute und 41 Sekunden weniger als die schnellste 30-Meter-Einrumpfyacht „Esimit Europa 2“ mit Skipper Jochen Schümann.

Anna Maria Renken überführt nach Kiel

Die Class 40-Seglerin Anna-Maria Renken wird den Trimaran bereits aus Frankreich nach Kiel überführen. „Mit so einem spektakulären und schnellen Boot bei der größten Segelveranstaltung der Welt in seinem Heimatland dabei zu sein, ist schon ein ganz besonders stolzer Moment und eine große Chance auch, für Aufmerksamkeit zu sorgen“, sagt die Regattafrau, die von der Weser inzwischen an die französische Atlantikküste nach La Rochelle gezogen ist. Sie will so nah wie möglich am Puls des Hochseesegelns leben, um „irgendwann einen Sponsor zu finden, ein eigenes Boot zu bauen und bei einer der großen Weltumseglungen dabei zu sein.“ Derzeit zählt sie zur Reserve der Frauenmannschaft von „SCA Racing“ im nächsten Volvo Ocean Race.

Das Flaggschiff der Segelkampagne aus dem Sultanat Oman soll ab dem 19. Juni vor dem „Millionenbecken“ des Sportbootshafens Düsternbrook beim Kieler Yacht-Club an der Außenmole liegen. Von dort wird es bis zum 29. Juni zum Segeln ablegen, außer am ersten Sonntag, wenn die Rückregatta von Eckernförde nach Schilksee auf dem Kalender steht. Bei beiden Auftritten baut die Mannschaft besonders auf die Erfahrung und Revierkenntnisse des Hamburgers Tim Kröger, der schon zweimal um die Welt gesegelt ist und zweimal beim legendären America’s Cup dabei war.

Zur Crew gehört mit Mohsin Al Busaidi auch der erste Araber überhaupt, der 2009 um die Welt gesegelt ist. „Ich freue mich sehr darauf, wieder nach Deutschland zu kommen“, so der Omaner, dem seine Landsleute Sami Al Shukaili und Yassir Al Rahbi zur Seite stehen werden, „wir werden auf dem Wasser alles geben müssen, um unsere Rennen zu gewinnen, wollen aber auch die Kieler Woche als größtes Sommerfestival Nordeuropas feiern.“

Ab drei Windstärken geht die Post ab © Oman Sail

Ab drei Windstärken geht die Post ab © Oman Sail

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