Volvo Ocean Race Video: Sanya mit Notstopp, Groupama in Außenkurve

Schaden nach Ausbruch

Auf Groupama wird hart gearbeitet. Der Extremschlag gen Osten war bis jetzt noch nicht der Bringer. © Yann Riou/Groupama Sailing Team/Volvo Ocean Race

Am Samstag 7:40 Uhr UTC befahl Sanya Skipper Mike Sanderson die Wende vom Feld weg nach Norden Richtung Madagaskar. Ein mutiger Schritt, der am Sonntag einen Vorsprung von über 200 Meilen brachte, weil Sanya zuerst auf den direkten Weg einschwenkte.

Es hätte der Coup dieser ersten Etappe werden können. Aber wir werden es nicht erfahren. Denn Sanderson berichtet einen Schaden im Rigg. Er steuert einen Hafen in Süd-Madagaskar an.

Ein Diagonal-Stag (D2) auf der Backbordseite ist beschädigt. Sanderson erklärt: “Wir hatten gerade den Großteil einer Zone mit schwerem Wetter passiert und wechselten auf ein größeres Vorsegel bei 12 bis 14 Knoten Wind als wir bemerkten, dass sich ein wichtiges Teil des Riggings vom Mast gelöst hat.

Sanya steuert nach einem erfolgversprechenden Ausbruchversuch mit einem Riggschaden Madagaskar an. Groupama (orange) hat im Süden verloren

Wir hatten eine großartige Nacht, in der wir viele Meilen machten und freuten uns sehr über große Gewinne. Das Wetter wurde besser und unsere Entscheidung schien zu funktionieren. Eigentlich wollten wir eine Stunde früher wenden. Es war noch dunkel und dann hätten wir sicher das Rigg verloren.

Aber nun sind wir bitter enttäuscht, wie man sich vorstellen kann. Wir können es nicht glauben, dass es passiert, wo alles so gut funktionierte bisher.”

Der Schaden. Die D2 Rigging Diagonale hat sich auf Sanya von der Saling gelöst.

Am Wochenende hatte sich auf der anderen Seite des Feldes auch Groupama wieder mit einer extremen Außenkurve hervorgetan. Erst waren die Franzosen am Freitag nach einem Ausflug in den Süden zum Feld zurückgekehrt. Kurz drauf bogen sie aber wieder ab und rissen eine Lücke von 230 Meilen auf, während die Konkurrenz teilweise in Sichtweite zueinander segelte.

Cammas schien diesmal einen Coup landen zu können, aber inzwischen hat sich das Bild wieder relativiert, wo alle Yachten auf einen nördlichen Kurs eingeschwenkt sind. Demnach liegen Puma, Telefonica und Camper gleichauf an der Spitze und Groupama liegt fast 50 Meilen hinten. Nur Abu Dhabi geht es noch schlechter. Ian Walker ist 75 Meilen zurückgefallen.

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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „Volvo Ocean Race Video: Sanya mit Notstopp, Groupama in Außenkurve“

  1. avatar tom sagt:

    verkaufe meinen future fibres mast, jetzt zum sonderpreis!
    war super zufrieden damit, nur wegen hobbyaufgabe und so… 😉

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 21 Daumen runter 1

  2. avatar OleH. sagt:

    Im Video bamselt da “nur” die intermediate D2 rum – der Mast steht doch noch! Nix, was man nicht provisorisch mit Gaffa und nem bisschen Dyneema flicken könnte. +30kn im Racemodus hält das zwar nicht, aber bis nach Madagaskar hält das so.

    Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 1

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