Olympia Rio: Crew Kohlhoff/Werner verpassen Nacra17-Finale – 470er-Männer mitTagessieg

"Unsere Enttäuschung ist groß"

Nach Buhl im Laser verpasst auch die junge Nacra 17-Crew Kohlhoff/Werner den Finaleinzug. 470er-Frauen kämpfen sich vor, -Männer hui und pfui.

Kohlhoff Werner

Kohlhoff/Werner mit Problemen im Finish. © sailing energy

Sie waren als Neunte in den Segelsonntag gegangen, aber kamen nur als 13. heraus. An ihrem schwächsten Renntag in Rio vergaben Paul Kohlhoff und Carolina Werner aus Kiel die große Chance, ins Finale der besten zehn Katamaranteams der Welt einzuziehen.

Am Ende fehlten genau 54 Sekunden und elf Punkte zu Rang zehn, den die einheimische Crew Samuel Albrecht/Isabel Swan punktgleich vor dem Tornado-Gold-Gewinner 2008 Fernando Echavarri Erasun und Tara Pacheco van Rijnsoever aus Spanien einnehmen.

„Natürlich ist auch unsere Enttäuschung groß. Heute lagen wir taktisch völlig daneben. Wir sind immer sehr gut gestartet und jedes Mal auf der falschen Seite der Bahn gewesen. Zweimal ging es über rechts, da waren wir Mitte links und links. Dann sind wir im dritten Rennen nach rechts – und es ging nur über links“, schüttelte der Steuermann nachträglich den Kopf. Das sei auch mangelndes strategisches und meteorologisches Wissen.

Topleute wie die führende Multihull-Legende Santiago Lange (53), dessen Kinder im 49er am Start sind , und seine Vorschoterin Cecilia Caranza Saroli aus Argentinien hätten dagegen eine hohe Trefferquote, weil meistens den Durchblick.

Santiago Lange

Multihull-Legende Santiago Lange (53) ist auf Titelkurs. © sailing energy

„Außerdem wohnen die schon seit fast einem Jahr in Rio, haben nur noch hier gesegelt. Das ist sicher auch ein Lehre“, so Kohlhoff weiter. „Wir müssen auch mehr andere Klassen segeln, um Erfahrung zu sammeln. Nur dann führt der Weg weiter nach oben.“

470er Frauen mit Lichtblick

Die zu Beginn arg gebeutelten 470er-Frauen Anika Bochmann und Marlene Steinherr meldeten sich bei leichten Winden, auf die auf einigen Kursen anderthalb Stunden gewartet werden musste, zurück. Mit den starken Einzelplätzen drei und fünf nahm das Duo vom Verein Seglerhaus am Wannsee als 14. wieder Tuchfühlung zu den Top Ten auf (elf Punkte zurück). Schließlich muss immer noch ein Rennen nachgeholt werden. Am Montag stehen also drei Wettfahrten auf dem Programm. Hier führen die Silbermedaillen-Gewinnerinnen von London Hannah Mills, die ehemalige Optimist-Weltmeisterin, und Saskia Clark aus Großbritannien.

Für das beste und das schlechteste deutsche Einzelergebnis sorgten die 470er-Männer. Ferdinand Gerz und Oliver Szymanski brillierten zunächst mit einem Tagessieg, und zeigten, warum sie voriges Jahr Europameister wurden.

Die Ernüchterung folgte allerdings auf dem Fuße – Platz 24. Im Gesamtklassement verbesserte sich der Münchener Steuermann bei seinen zweiten Spielen, diesmal mit neuem Kieler Vorschoter, zwar auf Rang zwölf. Doch der Rückstand zum Zehnten beträgt stolze 20 Punkte.

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