Olympia Weltcup Hyères: Belcher mit Mastbruch ins Ziel, Wilhelm und Delle auf eins und zwei

Brutalo-Bedingungen

Den 470er Weltmeistern Mathew Belcher und Malcolm Page bricht der Mast auf dem letzen Vorwindkurs. Sie schaffen es noch ins Ziel. © Kovalenko

Der erste Tag bei der Semaine Olympique Française in Hyères brachte die gefürchteten Mistral-Brutalo-Bedingungen für die Olympiasegler. Dabei kamen besonders die deutschen Surfer bestens zurecht. Toni Wilhelm liegt nach zwei Siegen mit dem punktgleichen Weltmeister Julien Bontemps auf Rang eins, Moana Delle ist zweite.

Generell ist der Weltcup in diesem Olympiajahr allerdings eher durchschnittlich besetzt. Viele Athleten nehmen eine Auszeit, um sich anderweitig auf die Olympischen Spiele vorzubereiten. Außerdem stehen bei einigen Klassen in nächster Zeit die Weltmeisterschaften 2012 an. Wer zu viel segelt, könnte die Erholungszeit zu gering bemessen und bei den wichtigen Wettkämpfen schwächeln.

Deshalb ist zum Beispiel Überflieger Simon Grotelüschen bei den Lasern nicht am Start. er fokussiert schon auf die Heim-WM in Boltenhagen vom 4. – 10. 05. 2012. Phillipp Buhl dagegen hat sich entschlossen, Hyères zu nutzen um sich in Frankreich auf die Suche nach der entschwundenen Form zu machen. Nach zwei Rennen liegt er im 105 Boote Feld auf Rang acht.

Aus deutscher Sicht ist auch noch die 470er Konkurrenz interessant, wo wieder einmal die beiden rivalisierenden Frauen Teams Kadelbach/Belcher und Lutz/Beucke aufeinandertreffen, bevor übermorgen das Hamburger Landgericht über die anhängige Klage zur Olympiaqualifikation entscheidet. Kadelbach/Belcher sind stark mit 9/7 ordentlich in die Serie gestartet und liegen auf Rang 8. Lutz/Beucke liegen nach 22/37 auf dem 30. Platz.

Bemerkenswert war der Auftritt von Belchers Mann Matthew. Der australische Weltmeister brach sich mit seinem Partner Malcolm Page nach einem zweiten Rang im ersten Lauf den Mast auf der letzten Vorwindstrecke und trieb noch als 24. ins Ziel.

Das erste 49er Rennen der 28 Crews wurde bei den Überlebensbedingungen zur Farce. Im Mini Feld von 28 Booten kamen nur 11 Schiffe ins Ziel. Nur die vier Dänen-Crews nahmen das Rennen ernst. Bei ihnen geht es noch um die Olympia-Qualifikation. Schadewaldt/Baumann segelten nicht ins Ziel.

Silke Hahlbrock ist in Hyères als Trainingspartnerin von Ekatarina Skudina wieder mit einem russischen Team am Start. Ihre Bilanz zum Einstand: 1:2 Siege.

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Carsten Kemmling

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4 Kommentare zu „Olympia Weltcup Hyères: Belcher mit Mastbruch ins Ziel, Wilhelm und Delle auf eins und zwei“

  1. avatar matti sagt:

    Geiles Windsurfwetter 😉

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  2. avatar Ballbreaker sagt:

    Habe eine Frage:

    Zitat:”Silke Hahlbrock ist in Hyères als Trainingspartnerin von Ekatarina Skudina wieder mit einem russischen Team am Start. Ihre Bilanz zum Einstand: 1:2 Siege.”

    Versteh ich nicht! Als Trainingspartner von Skudina am Start? Mit einem russischen Team? Warum und wozu macht man sowas? Wo ist das eigentliche Team?

    Könnte mir das jemand erklären?

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    • avatar Carsten Kemmling sagt:

      silke ist von skudina als sparringspartnerin eingekauft worden und nimmt auch an den weltcups teil. allerdings mit russischer mannschaft. die kommunikation ist noch etwas holprig 🙂

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      • avatar Ballbreaker sagt:

        Hallo Carsten!

        Vielen Dank für die Erklärung – konnte ich vorher irgendwie nicht einordnen!

        …. Segelreporter erklärt ….. 🙂

        Danke Dir!

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