Virtual Volvo: Dänischer Champions League Sieger gewinnt

Perfekter Pixel Pilot

Hätte ja klappen können. Die vierte Etappe beim virtuellen Volvo Ocean Race war die spannendste bisher. Aber bei Nessie lief es doch nicht rund. Ein dänischer Kumpel hat gewonnen.

Drei Wege schienen möglich, um möglichst schnell von China nach Neuseeland zu kommen. Und die bisherigen Etappen-Gewinner entschieden sich für die verschiedenen extremen Varianten.

 

Bis zur Hälfte der Etappe war es nicht klar, wer von den inzwischen über 180.000 registrierten virtuellen Skippern (Teilnahme immer noch möglich) das richtige Näschen haben würde.

Zweimal aufgelaufen

Nessie wählte den etwas komplizierten Weg und bog nach den Philippinen nach Süden ab, um Papua Neu Guinea südlich zu passieren. Ein Kurs gespickt mit kleinen Inselchen, von denen auch prompt einige im Weg lagen und zum Auflaufen führten.

Aber gut dass diese virtuellen VO65 viel abkönnen. Die Pixel-Boote müssen nur wieder umständlich auf Kurs gebracht werden, nehmen aber keinen echten Schaden. Ärgerlich ist nur der Zeitverlust.

Aber der schien mehr als wettgemacht werden zu können. Beim Passieren der Nordspitze von Australien lag die Südflotte vorne. Irgendwas um Platz 500 stand plötzlich für Nessie auf der Uhr.

Aber dann zogen doch die Pixel-Piloten davon, die den extremen Umweg über die Nordroute genommen hatten. Ein Zeichen dafür, dass Brunel vielleicht doch noch etwas geduldiger hätte sein und länger im Norden hätte bleiben sollen? Der Wind ändert sich im virtuellen Spiel zwar nur alle 12 Stunden entspricht dann aber den realen Bedingungen.

Dänischer Sieger wiederholt Triumpf

Lucas Lier

Der Däne Lucas Lier gewinnt mit “Rakosi” die vierte virtuelle Volvo Etappe und darf zum realen Start nach Brasilien fliegen. © VOR

Der dänische Etappensieger kommt jedenfalls aus dem Norden. “Rakosi” hält die dänische Ehre hoch, die seit dem Auflaufen von Vestas doch stark angekratzt ist. Dahinter verbirgt sich mit Lukas Lier (23) ein dänischer Match Racer, der zurzeit auf Rang 45 in der Weltrangliste liegt und zuletzt bei der nationalen Meisterschaft Silber holte.

Lier studiert Ingenieurwissenschaft und holte zahlreiche Jugendtitel in der Yngling. Im Herbst 2014 gewann er an der Vorschot von Michael Hestbaek für den Koneglig Dansk Yachtklub die erste Champions League Regatta in Kopenhagen.

Beim vergangenen virtuellen Volvo Ocean Race gewann er vor drei Jahren ebenfalls die Etappe von China nach Auckland. Und er gehörte zu unserem virtuellen Team Race Team Extra Dry, das 2012 noch einen ganz realen Ausflug in Holland machte. Witzig, ihn wieder auf dem virtuellen Wasser zu treffen.

Er erzählt im internen Spiel-Chat, dass er bei seinem vergangenen Sieg auf der Südroute erfolgreich war, ihm diesmal aber die Nordroute vielversprechender erschien. Da dort nur etwa 20 Prozent der Boote segelten, sei es einfacher gewesen, sie schließlich in Schach zu halten.

Generell ist ihm die Gesamtwertung egal. Er segele ausschließlich mit maximalem Risiko. Diesmal ist diese Strategie wieder aufgegangen. Als Preis dafür wird er zum Start der sechsten Etappe in Itajai/Brasilien eingeflogen.

 

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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