Volvo Ocean Race: Brunel Team gibt auch an Land Gas – 7 Personen in Newport verhaftet

Über die Stränge geschlagen

Am Rande des Volvo Ocean Race Stopps in Newport/Rhode Island ist es zu einem Handgemenge gekommen, bei dem Brunel-Navigator Andrew Cape im Mittelpunkt stand.

Der Boys & Girls Club in Newport dürfte den Besuch der Volvo-Ocean-Race-Flotte in bester Erinnerung behalten. Gleich sechs Spenden von Teammitgliedern in Höhe von insgesamt 1300 Dollar gehen dieser Tage auf das Konto des Wohltätigskeit-Verbandes ein. Großzügig war auch Brunel-Navigator Andrew Cape, der 200 Dollar überweist.

Man könnte denken, dass der 55-jährige Australier mit der Gabe Rasmus etwas gnädiger stimmen will, damit nicht noch einmal so ein Horror-Zieleinlauf wie in Newport passiert. Aber die Sachlage ist dann doch etwas anders.

Brunel Navigator Andrew Cape. © Brunel

Cape gehört zu einer siebenköpfigen Gruppe, die in Newport festgenommen worden ist. Die Lokalzeitung Providence Journal berichtet, dass Feuerwehr und Polizei zum Clarke Cooke House, einem Restaurant mit integrierter Bar am Banister’s Wharf, gerufen wurde, weil ein Feueralarm gegen 1 Uhr am Morgen ausgelöst worden war.

Feuerwehr behindert

Etwa 100 Menschen sollen vor Ort gewesen sein und einige hätten den Schauplatz nicht verlassen wollen. Sie behinderten die Feuerwehr bei ihrer Arbeit. Offenbar handelte es sich um einen Fehl-Alarm, und die Anlage sollte ausgeschaltet werden. 

Dabei soll laut Polizeibericht insbesondere Andrew Cape auffällig geworden sein, als er einen Polizisten schubste und beschimpfte. Er werde nirgendwo hingehen. Ob der Navigator, der sein fünftes Volvo Ocean Race bestreitet und auch schon mit Alinghi den America’s Cup gewonnen hat, unter Alkohleinfluss gestanden hat, geht aus dem Bericht nicht hervor. Aber man könnte es annehmen.

Stefan Coppers, Brunel-Onboard-Fotograf beim vergangenen Volvo Ocean Race, gewan mit diesem Foto Preise. In Newport schlug er über die Stränge. © Stefan Coppers / Team Brunel / Volvo Ocean Race

Der Polizist soll gestolpert sein, als er Cape am Arm unter Kontrolle bringen wollte, und er fiel an der Bordsteinkante auf den Segler. Daraufhin soll der Fotograf Stefan Coppers (36), Brunel-Onboard-Reporter beim vergangenen Volvo Ocean Race, von hinten auf den Rücken des Polizisten gesprungen sein. Der Holländer soll danach auch eine zur Hilfe eilende Polizistin in bedrohlicher Pose angegangen sein.

Beide Brunel-Mitglieder wurden festgenommen wegen Ruhestörung und tätlichen Angriffs auf die Polizei. Vor Gericht verweigerten sie die Aussage. Die Klagen bezüglich der Angriffe wurden schließlich zurückgewiesen und die Segler freigelassen. Sie kamen mit den Spenden von 200 (Cape) und 400 (Coppers) Dollar an den Boys & Girls Club davon.

 

Zusätzlich waren in Verbindung mit dem Vorfall fünf weitere Personen festgenommen worden, die in Verbindung zum Volvo Ocean Race stehen sollen. Der Fall des Spaniers Simon Botes (33), der in einen kurzen Krankenhaus-Aufenthalt hinter sich brachte, wurde zu den Akten gelegt. Die Britin Isabel Hall (30) musste 100 Dollar zahlen, Landsmann Timthy Newton (55) 300 Dollar, der Pole Martin Ostrowski (33) 200 Dollar, die Australierin Deirdre Waters (31) 100 Dollar.

 

 

 

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Carsten Kemmling

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